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07/2020 | 03.12.2020
 
 
 
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Aus der Praxis für die Praxis

 

Mit zwei neuen Veröffentlichungen unterstützt das BIBB die betrieblichen Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Berufsbildungsfachleute in ihrer täglichen Arbeit. Die Bereitstellung von Informationen, Umsetzungshilfen, praktischen Anregungen und Tipps zur Unterstützung dieser Zielgruppen ist ein Kernanliegen des Instituts.

So hat das BIBB in seinem Portal für Ausbilderinnen und Ausbilder ein neues Online-Angebot für ausbildende Fachkräfte veröffentlicht. Der Online-Leitfaden soll ausbildenden Fachkräften Hinweise und Impulse für den Umgang mit Auszubildenden geben und Lernprozesse erleichtern. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Angebot richtet sich an alle Personen – vorrangig in Betrieben, aber auch in außerbetrieblichen Ausbildungsstätten –, die mit der Ausbildung beziehungsweise Anleitung von Auszubildenden befasst sind, dies aber nicht hauptberuflich, sondern zusätzlich zu ihrer eigentlichen Facharbeit tun. Der Online-Leitfaden gibt Anregungen, wie auch schwierige Situationen im Ausbildungsalltag zu meistern sind, und umfasst zwölf Kapitel, die jeweils mit Beschreibungen aus dem Ausbildungsalltag veranschaulicht werden.

Zudem hat das BIBB eine neue Terminologiesammlung mit deutschen und spanischen Berufsbildungsbegriffen veröffentlicht. Die Publikation soll Berufsbildungsfachleuten die konzeptionelle Klärung von Fachbegriffen und die Kommunikation mit Vertreterinnen und Vertretern aus spanischsprachigen Ländern erleichtern. Das neue Angebot „Deutsch – Spanisch“ ergänzt die bereits vorhandene Terminologiesammlung „Deutsch – Englisch“.

 
 
 
 
 
 
 
 

Weitere Inhalte

 
 
 
 
 
 
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Kleinbetriebe stellen Hauptanteil der Prüferinnen und Prüfer

 

Erstmals hat das BIBB auf Basis einer repräsentativen Befragung den Aufwand der Betriebe für die Freistellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Prüfungstätigkeiten ermittelt. Demnach summieren sich die Freistellungen im Ausbildungsjahr 2017/2018 auf rund 3,4 Millionen Stunden. Die hierfür anfallenden Investitionen für die Gesamtwirtschaft belaufen sich hochgerechnet auf rund 80 Millionen Euro. In seiner aktuellen Erhebung zu Kosten und Nutzen der betrieblichen Ausbildung hatte das BIBB erstmalig auch zwei Fragen zur Freistellung von Beschäftigten für Prüfungstätigkeiten gestellt. Befragt wurden Personal- und Ausbildungsverantwortliche in mehr als 3.000 Betrieben. Kleinbetriebe engagieren sich demnach bei der Freistellung für Prüfungstätigkeiten mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil. Das trifft insbesondere auf das Handwerk zu, das von kleinst- und kleinbetrieblichen Strukturen geprägt ist.

 
 
 
 
 

Corona-Pandemie und die Berufsausbildung in KMU

Ergebnisse einer JOBSTARTER plus-Umfrage

 

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf die Ausbildung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) aus? Das wollte das vom BIBB durchgeführte Programm JOBSTARTER plus herausfinden und führte mit Hilfe der geförderten Projekte von Mai bis Juli 2020 eine bundesweite Umfrage unter 844 Betrieben durch. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz der Corona-Einschränkungen vom Frühjahr und Sommer die meisten Auszubildenden weiter regulär im Betrieb ausgebildet werden konnten. Die Corona-Pandemie verändert auch den Unterstützungsbedarf der KMU durch die JOBSTARTER plus-Projekte: So interessieren sich die Betriebe vermehrt für finanzielle Hilfen bei der Ausbildung und für digitale Tools in der Ausbildung.

 
 
 
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Mit flexiblen Lösungen durch die Krise

 

Bei der Berufsorientierung, bei berufsvorbereitenden Maßnahmen, in der Ausbildung: Es gibt keinen Bereich im Übergang Schule-Beruf, in dem die Corona-Krise nicht deutliche Spuren hinterlassen hat. Das trifft besonders junge Menschen, die es ohnehin schon schwerer haben als andere: Jugendliche mit niedrigeren Bildungsabschlüssen und geringeren Unterstützungsmöglichkeiten durch die Eltern, Jugendliche mit Beeinträchtigungen, geflüchtete junge Menschen. Der Beitrag der Fachstelle „überaus“ im BIBB gibt einen Überblick über die Auswirkungen der Pandemie, und er zeigt Beispiele, wie engagierte Fachkräfte und Institutionen flexible Lösungen suchen und finden, um den Mangel an direkten Kontakten durch digitale Medien und virtuelle Angebote zu kompensieren.

 
 
 
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Kooperation der Lernorte

 

Berufliches Lernen findet an unterschiedlichen Orten statt. Neben den klassischen Lernorten – Schule, Betrieb, überbetriebliche Einrichtung – kommen weitere Akteure in den Regionen oder im Hochschulbereich hinzu. Zudem erfolgt Lernen zunehmend digital. Dies bietet für die Kooperation von Lernorten neue Potenziale, aber auch Herausforderungen. Es gilt, neue Konzepte und Kooperationsformen zu etablieren, die das berufliche Lernen weiter profilieren. Hierzu gibt die aktuelle Ausgabe der BIBB-Fachzeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis – BWP“ Denkanstöße und stellt Beispiele guter Praxis vor.

 
 
 
 
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Berufsbildungsforschung in Europa stärken und vernetzen

 

Vertreterinnen und Vertreter nationaler Berufsbildungsinstitute und Forschungseinrichtungen aus 14 europäischen Ländern haben sich auf einer virtuellen Konferenz auf Einladung des BIBB dafür ausgesprochen, die Berufsbildungsforschung in Europa weiterzuentwickeln und zu stärken. Durch eine Intensivierung der Berufsbildungsforschung in Europa, eine Festigung der Zusammenarbeit der Institute und Einrichtungen sowie der Gründung eines entsprechenden Netzwerkes soll ein aktiver Beitrag zu einer zukunftsfähigen Berufsbildung in Europa geleistet werden.

 
 
 
 

Digitale Medien in Betrieben – heute und morgen

 

Die repräsentative Betriebsbefragung des BIBB gibt Aufschluss über die derzeitige Nutzung und Einbindung digitaler Medien in betriebliche Arbeitsprozesse sowie in die berufliche Aus- und Weiterbildung. Ergänzt wird die Studie durch eine qualitative Befragung, in der analysiert wird, welche Maßnahmen Betriebe in der technologischen Infrastruktur und der Organisationsentwicklung ergriffen haben oder derzeit umsetzen. Die Studie wurde vom BIBB im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellt.

 
 
 
 

Wie die regionale Mobilität von Jugendlichen zur Besetzung von Ausbildungsplätzen beiträgt

 

Der neue BIBB REPORT 5/2020 untersucht, wie sich die bislang gezeigte Mobilität der Jugendlichen auf die Ausbildungsmärkte vor Ort auswirkt. Dabei wird im Gegensatz zu früheren Darstellungen nicht die Perspektive der Jugendlichen, sondern die der Betriebe eingenommen. Es zeigt sich, dass Mobilität bislang vor allem die Rekrutierungschancen der Betriebe in Großstädten erhöht. In eher ländlichen Regionen im Umfeld der Großstädte kommt es dagegen häufig zu Verschlechterungen. Die Publikation stellt ferner vor, in welcher Weise die Mobilität der Jugendlichen weiter gefördert werden kann, um den ausbildungswilligen Betrieben mehr Nachfrage zu verschaffen.

 
 
 
 

Mobile Bewerbungen: Welche Betriebe sind auf dem Weg?

 

In einer neuen Veröffentlichung des BIBB wurde auf Basis einer mit dem Referenz-Betriebs-System (RBS) durchgeführten Befragung untersucht, inwieweit mobile Bewerbungen, zum Beispiel über Smartphone und Tablet, in der betrieblichen Praxis verankert sind und welche Faktoren Einfluss darauf haben, dass Betriebe sich diesem Format zuwenden. Es zeigt sich, dass mobile Bewerbungen für viele Betriebe noch Neuland sind, dass aber die Erwartung, mit diesem Format mehr und jüngere Bewerberinnen und Bewerber gewinnen zu können, die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich Betriebe verstärkt mobilen Bewerbungen zuwenden.

 
 
 
 

Datenblätter und Zeitreihen für das Berichtsjahr 2019 online

 

Die Daten aus der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder für das Berichtsjahr 2019 stehen ab sofort im Datensystem Auszubildende (DAZUBI) des BIBB zur Verfügung. Bei der jährlich durchgeführten Erhebung werden Daten zur Berufsausbildung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) beziehungsweise Handwerksordnung (HwO) berücksichtigt – unter anderem Auszubildenden-, Vertrags- und Prüfungsdaten.

 
 
 
 

AusbildungPlus – Duales Studium in Zahlen 2019

 

Der Aufwärtstrend bei den dualen Studiengängen hält weiterhin an. Die neue Veröffentlichung des BIBB gibt eine Übersicht mit Trends und Analysen über die Entwicklung im Bereich des dualen Studiums auf der Grundlage des Bestandes der Datenbank „AusbildungPlus“ für den Zeitraum von 2017 bis 2019.

 
 
 
 

Strukturdaten Distance Learning/Distance Education 2020

 

Angesichts rasanter technologischer Entwicklungen und einer umfassenden Digitalisierung von Gesellschaft und Arbeitswelt gewinnt lebensbegleitendes Lernen zunehmend an Bedeutung. Nicht akademische und hochschulische Bildungsangebote in Form von Distance Learning / Distance Education bieten dabei ein didaktisches Format, um (Weiter-)Bildung mit Erwerbstätigkeit, familiären Verpflichtungen oder aber auch Einschränkungen in der Mobilität vereinbaren zu können. Das BIBB erhebt seit 2016 bei den Anbietern entsprechender Bildungsangebote jährlich Daten zur Anbieter-, Angebots- und Teilnahmeentwicklung. Die neue Publikation stellt die Ergebnisse der diesjährigen Erhebung vor.

 
 
 
 
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Gemeinsam Perspektiven schaffen

 

Deutschland und Israel haben unterschiedliche Berufsbildungssysteme, und doch vergleichbare Herausforderungen. Beim „Deutsch-Israelischen Forum“ tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter des deutschen Bildungsministeriums und des israelischen Arbeitsministeriums über künftige Kooperationsschwerpunkte aus. Die Zentralstelle der Bundesregierung für internationale Berufsbildungskooperation (GOVET) im BIBB organisierte erstmals die virtuelle Veranstaltung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). GOVET hatte zuvor im Auftrag des BMBF die fachliche Umsetzung der deutsch-israelischen Berufsbildungskooperation übernommen. Von 2013 bis 2020 führte die Nationale Agentur „Bildung für Europa“ beim BIBB (NA beim BIBB) das Programm erfolgreich durch.

 
 
 
 

BILT-Studie zu neuen Qualifikationen und Kompetenzen

 

Welche neuen Qualifikationen und Kompetenzen sind in der Berufsausbildung heute und in der Zukunft gefragt? In welchen Branchen und Berufen ist der Bedarf am größten? Und wie können Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne flexibel und agil modernisiert werden? Solche und ähnliche Fragen werden in der Studie "Trends in New Qualifications and Competencies for TVET: Perspectives of the European UNEVOC Network" beleuchtet. Auf der Grundlage von Umfragen und Fokusgruppen-Interviews im europäischen Berufsbildungsnetzwerk von UNESCO-UNEVOC beobachten die Autorinnen und Autoren insgesamt neun Trends. Die Studie dient als Ergebnis sowie als Handlungsgrundlage für weitere Aktivitäten des BILT-Projekts – eine Kooperation zwischen BIBB und UNESCO-UNEVOC, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

 
 
 
 
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Marktstudie Saudi-Arabien erschienen

 

Die neue Marktstudie von iMOVE im BIBB beleuchtet den Bildungsmarkt in Saudi-Arabien. Dabei konzentriert sich die Studie auf die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie auf entsprechende Exportmöglichkeiten – speziell für Anbieter aus Deutschland.

 
 
 
 

Erfolgreicher Bildungsexport im Bereich Mobilität und Logistik

 

Die englischsprachige Publikation „Developing Skills for Employability with German Partners – 8 Case Studies from the Mobility and Logistics Sector“ von iMOVE im BIBB stellt erfolgreiche internationale Projekte deutscher Bildungsanbieter im Bereich Mobilität und Logistik vor.

 
 
 
 
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Virtuelle Statuskonferenz zum Programm JOBSTARTER plus mit gelungener Premiere

 

Rund 500 Teilnehmende verfolgten die Podiumsdiskussionen und Fachforen zu Erfahrungen und Erkenntnissen aus sechs Jahren Laufzeit des Programms JOBSTARTER plus. Aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen fand die Konferenz erstmals virtuell statt. Die Dokumentation bietet die wichtigsten Ergebnisse und blickt hinter die Kulissen. Das Programm JOBSTARTER wird vom BIBB im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt.

 
 
 
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Redaktion:
Andreas Pieper, Redaktionsassistenz: Christina Hirsch, Produktion: Ansgar Skoda

 
 
 

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