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1. Bundesweite Fachtagung

Fachtagung "Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung" am 26./27.3.03 in Osnabrück

Eine Dokumentation der Fachtagung ist erschienen und kann kostenlos angefordert werden:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hrsg.)
Erste bundesweite Fachtagung
Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung

BMBF Referat Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 30 02 35
53182 Bonn

telefonisch 01805 / 2623 - 02
per Fax 01805 / 2623 - 03
per E-Mail: books@bmbf.bund.de

Sie können sie ebenfalls beim BMBFals Download erhalten (pdf-Datei, 6,2 MB)

Einen umfassenen Eindruck von Ablauf und Ergebnissen bietet eine 

Umfassende Tagungs-Dokumentation als Flash-Animation
(zum Betrachten benötigen Sie den Marcomedia Flash-Player, falls dieser bei Ihnen nicht installiert ist, können Sie ihn hier kostenlos herunterladen)

Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse:

Mit einem klaren Signal für die Fortsetzung der begonnenen Arbeiten, Dialoge und Vernetzungen zur "nachhaltigen Entwicklung" in der beruflichen Aus- und Weiterbildung endete die erste bundesweite Fachtagung "Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung" am 26./27. März 2003 in Osnabrück. Was ursprünglich als Aktionsprogramm geplant war, mündet vorerst in einen Orientierungsrahmen mit Chancen zum Handeln für alle Beteiligten in der beruflichen Bildung.

Über 250 Experten aus allen Bereichen der beruflichen Bildung, aus Betrieben, Schulen, Universitäten, Bildungseinrichtungen, Verbänden und Gewerkschaften beteiligten sich auf Einladung des Bundesinstituts für Berufsbildung und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an dieser Präsentation und Diskussion des Machbaren und Möglichen. Sie kamen zu der übereinstimmenden Auffassung: "nachhaltige Entwicklung" sei eine unverzichtbare Zukunftsformel für Wettbewerbsfähigkeit, Modernisierung, ökologische Verträglichkeit und soziale Stabilität.


Der Hauptredner der Tagung: Prof. Dr. Steilmann im Gespräch mit dem Moderator der Fachtagung Volker Angres (ZDF-Umwelt) und zwei Auszubildenden seines Unternehmens 

Ein überzeugendes Beispiel dafür, dass nachhaltiges Wirtschaften letztlich nur mit entsprechend qualifizierten Mitarbeitern möglich ist, stellte Prof. Dr. Klaus Steilmann mit seinem weltweit tätigen Textilunternehmen im Hauptreferat der Tagung vor. Auch Martin Stuber vom DGB sah hierin ein vorbildhaftes unternehmerisches Denken, forderte aber mit Blick auf die Vielzahl der Unternehmen, die noch längst nicht so weit sind, mehr Gestaltungskompetenz für eine nachhaltige Entwicklung und bezog sich dabei sowohl auf Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne als auch auf die Umsetzungsebene in der betrieblichen und schulischen Aus- und Weiterbildung.

Eine Zuspitzung und Verdichtung der Ergebnisse der Vorbereitungsphase mit Akteurskonferenzen hat das BIBB mit dem Entwurf für einen Orientierungsrahmen "Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung" vorgenommen. Der Orientierungsrahmen enthält sechs zentrale Handlungsfelder:

  • allgemeinberufliche Kernkompetenzen für nachhaltige Entwicklung
  • berufsspezifische Kompetenzen für nachhaltige Entwicklung
  • zukünftige Tätigkeitsfelder und Zusatzqualifikationen für nachhaltige Entwicklung
  • internationale Zusammenarbeit
  • Schaffung dauerhafter Nachhaltigkeitsstrukturen
  • Aufbau einer Kommunikations- und Verbreitungsstruktur 

Eine ähnlich berufsübergreifende Struktur wurde schließlich auch für die Diskussion in den fünf Arbeitskreisen der Fachtagung gewählt:

  1. Unternehmerische Strategien
  2. Handlungskompetenz Nachhaltigkeit
  3. Qualifizierungskonzepte für die Aus- und Weiterbildung
  4. Neue Netzwerke
  5. Kommunikation und Nachhaltigkeit

Die Ergebnisse der Arbeitskreise wurden auf jeweils einem Chart zusammengefasst und im Plenum vorgestellt, sie können hier als download angesehen werden. Sie dienten als Grundlage für die von Volker Angres vom ZDF moderierte Podiumsdiskussion mit folgenden Teilnehmern:
Veronika Pahl, BMBF Bonn
Günther Hoops, Kultusministerium Niedersachsen
Roland Loos, Cedefop Tessaloniki
Klaus Wilmsen, Karstadt AG, Essen und
Wolfgang Oppel, DGB Berlin.

Die wichtigsten Ergebnisse der Fachtagung im Überblick:

  • Für die Finanzierung eines Aktionsprogramms stehen zur Zeit Mittel aus dem Haushalt des BMBF nicht zur Verfügung
  • Das BIBB solle eine Transferstelle bzw. ein Netzwerk für nachhaltigkeitsbezogene Projekte, Forschungen, Beispiele und Modellvorhaben einrichten und allen Interessierten eine gemeinsame Plattform und Adresse für Kommunikation und Austausch bieten (Internetportal "Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung")
  • Der stellvertretende Generalsekretär des BIBB, Walter Brosi, kündigte in seiner Begrüßungsansprache ein kurzfristig realisierbares Forschungsprojekt an
  • Das BIBB und das BMBF sollen sich dafür einsetzen, auf der Weltkonferenz für erneuerbare Energien im Frühjahr 2004 in Bonn die Komponente "Berufliche Qualifizierung für erneuerbare Energien" einzubringen und hierfür eine Vorbereitungsgruppe einrichten
  • Die Ergebnisse der Fachtagung in Osnabrück sollen in geeigneter Form dokumentiert und veröffentlicht werden.

Fehlendes Geld darf kein Grund sein zur Resignation. Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung für die Berufsbildung ist zu sehr an der Zukunft orientiert, als dass es sich langfristig von der Tagespolitik verdrängen ließe. Nachhaltigkeit sei eine der größten Herausforderungen vor der die Gesellschaft, die Wirtschaft und damit auch die Berufsbildung heute stehen, sagte Professor Radermacher (Ulm) in seinem "Ausblick in die Zukunft" . Sein zum Schluss gezeigter Film "You can beleive" zeigte die Tragik und Tragweite nicht-nachhaltigen Handelns und zugleich lieferte er mit Emotionalität, Empathie, Entschlossenheit und Ausdauer mögliche Schlüssel für die Gestaltung der Zukunft.

Weitere Informationen:
Der Orientierungsrahmen und die Ergebnischarts der fünf Arbeitskreise der Fachtagung stehen an dieser Stelle zum download zur Verfügung.

Orientierungsrahmen und Ergebnischarts

Letzte Änderung: 19.10.2009


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53175 Bonn
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