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Kaufmännische Dienstleistungsberufe

Aktuelle Berufsbildungspolitik in kaufmännischen Dienstleistungsberufen unter dem Gender-Aspekt

Ausgangslage:

Berufswahl und Berufsverläufe von Frauen und Männern sind sehr unterschiedlich und führen zu ungleichen Erwerbsbedingungen, die Frauen benachteiligen. Die Beruflichkeit von Frauen zeichnet sich durch hohe Konzentration auf wenige Berufe aus. Dabei haben Dienstleistungsberufe für Frauen eine große Bedeutung. Männer dominieren technische Berufe. Diese immer noch sehr starke geschlechtergetrennte Berufssituation prägt die Ausgangslage berufsbildungspolitischer Entscheidungen.

Fragestellung und Zielsetzung der Vorstudie:

Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, Gender Mainstreaming als Leitmotiv in alle politischen Handlungsfelder zu übertragen. Damit sind auch berufsbildungspolitische Maßnahmen daraufhin zu überprüfen, ob sie tatsächlich gleichstellungsorientierte Entwicklungen fördern. Es gilt zu fragen:

  • ob die derzeitigen Modernisierungsbemühungen für die Beruflichkeit von Frauen und Männern gleich hohe Relevanz haben?
  • ob durch die neuen Berufe für Frauen und Männer in gleicher Weise neue Ausbildungschancen entstehen?
  • ob sich geschlechtliche Besetzungen in den Berufen verfestigen, aufheben oder möglicherweise neu entwickeln?

Die Vorstudie hat das Ziel, zeitnah die berufsbildungspolitischen Entscheidungen der Bundesregierung der letzten fünf Jahre unter dem Genderaspekt zu prüfen. Bewusst stehen die kaufmännischen Berufe des Dienstleistungsbereichs (einschießlich IT- und Medienberufe) im Focus der Betrachtung. Da die kaufmännischen Dienstleistungsberufe sowohl stark frauendominiert (Einzelhandel, Büroberufe), aber auch in hohem Maße gemischtgeschlechtlich besetzt sind (Banken, Versicherungen, Groß- und Außenhandel, Medienberufe), bietet sich hier die Chance, alle Varianten der Geschlechterverteilung zu betrachten. Die Ergebnisse dieses Vorhabens fließen als Vorarbeiten in das für 2005 geplante, abteilungsübergreifende Forschungsprojekt: Kaufmännische Berufsbildung - Berufs- und branchenübergreifende Bestandsaufnahme und künftige Anforderungen, ein.

Vorgehen:

1. Analyse der berufsbildungspolitisch relevanten Aufgaben durch die Empfehlungen des Bündnisses für Arbeit und der Hartz-Gesetze

2. Zuordnung und Auswertung: Welche kaufmännischen Berufe waren von welchen Maßnahmen in welcher Form betroffen?

3. Quantitative und qualitative Bewertung der Maßnahmen unter dem Genderaspekt, heruntergebrochen auf die einzelnen Berufe und entlang den oben genannten Fragestellungen.

Die Analyse soll als Auftrag fremd vergeben werden. Ansonsten werden Literaturstudien und eigene statistische Auswertungen im Hause durchgeführt. Ein ExpertInnenforum schließt das Vorhaben ab.

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    Letzte Änderung: 15.11.2006


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