Überbetriebliche Maßnahmen im Handwerk
Perspektiven von ergänzenden überbetrieblichen Maßnahmen in der Ausbildung des Handwerks unter besonderer Berücksichtigung berufspädagogischer Aspekte
Ziel des Forschungsprojektes war es zum einen, mittels einer repräsentativen bun-desweiten empirischen Erhebung eine Bestandsaufnahme der berufspädagogischen Situation und Rahmenbedingungen in den überbetrieblichen Berufsbildungsstätten durchzuführen und zum anderen, empirisch ein Meinungsbild der beteiligten Akteure zu ermitteln. Zu diesem Zweck wurden die Erfahrungen, Einstellungen und Erwartungen aller mittelbar und unmittelbar an der überbetrieblichen Berufsausbildung beteiligten Personengruppen - der ÜBS-Ausbilder, der Lehrlinge, der betrieblichen Ausbil-der/Meister, der Berufsschullehrer, der ÜBS-Leiter - erfasst und miteinander vergli-chen.
Gewerkespezifisch konzentrierte sich die Untersuchung auf die überbetriebliche Ausbildung der fünf Handwerksberufe Maurer, Kfz-Mechaniker, Elektroinstallateur, Gas-/ Wasserinstallateur und Tischler.
Im Zentrum des Forschungsinteresses standen das didaktische Feld der Ausbildung und dessen Bestimmungselemente Inhalt, Methode, Medien, Bezug Lehrender-Lernender sowie organisatorische und soziokulturelle Rahmenbedingungen des Lernens. Dabei waren aktuelle Fragestellungen zu berücksichtigen: Wie wirken sich neue Strukturmodelle der Ausbildung auf die überbetriebliche Ausbildung aus? Welche Entwicklungsperspektiven eröffnen netzbasierte und mediengestützte Lernformen? Welche Handlungsspielräume sind in der überbetrieblichen Ausbildung für eine stär-kere Individualisierung und Differenzierung vorhanden? Welche zukünftigen Entwick-lungen erscheinen den jeweils befragten Personengruppen als wünschenswert, wel-che als realisierbar? Anknüpfend daran wurde eruiert, inwieweit ÜBS-Ausbilder für die veränderten Ansprüche qualifiziert sind bzw. noch qualifiziert werden müssen.




