Qualifizierung an- und ungelernter Beschäftigter
Abschlussbezogene Qualifizierung an- und ungelernter Beschäftigter als betriebliches Handlungsfeld
Obwohl eine abgeschlossene Berufsausbildung die individuelle Beschäftigungsfähigkeit nach wie vor deutlich erhöht, wie z. B. die qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten belegen, ist der Anteil von Personen, die nachträglich einen Berufsabschluss erwerben, gering.
In Anbetracht der demografischen Entwicklung und eines bei über 10 % liegenden Anteils der Ungelernten auch bei den jungen Erwachsenen stellt die geringe Durchlässigkeit zum Facharbeiterstatus ein wachsendes Problem dar. Dieses ist zwar prinzipiell erkannt - so misst die Expertenkommission Finanzierung Lebenslangen Lernens in ihrem Schlussbericht dem Nachholen von Schul- und Berufsabschlüssen eine zentrale Bedeutung bei - doch fehlen bislang nachhaltige und flächendeckende Angebote und Maßnahmen.
Es gibt Unternehmen, die ihre an- und ungelernten Beschäftigten in unterschiedlichem Maß (von Kostenübernahme über Freistellung vom Schichtdienst bis zur Einbeziehung in betriebliche Bildungsmaßnahmen) darin unterstützen, nachträglich Berufsabschlüsse zu erwerben. Abschlussbezogene Qualifizierungen in gewerblich-technischen Berufen werden auch in Verantwortung von oder enger Kooperation mit Betrieben durchgeführt. Genauere Erkenntnisse über Ausgestaltung und Verbreitung derartiger Qualifizierungsmaßnahmen liegen nicht vor.




