Kompetenzentwicklung, Kompetenzmessung und betriebliche Ausbildungsqualität
Einfluss der betrieblichen Ausbildungsqualität auf die Fachkompetenz in ausgewählten Berufen
In der Dualen Ausbildung wird aufgrund der verschiedenen Lernorte ein komplexes Gefüge von Bedingungen für die Entwicklung beruflicher Kompetenzen der Auszubildenden wirksam. Im Forschungsprojekt steht die Frage im Mittelpunkt, welche Bedingungen am Lernort Betrieb einen Einfluss auf die Fachkompetenz der Auszubildenden haben. In einer längsschnittlich angelegten Studie sollen für die beiden Ausbildungsberufe Mechatroniker/-in und Fachinformatiker/-in Qualitätsmerkmale des betrieblichen Ausbildungsgeschehens mit den Ergebnissen von Tests der Fachkompetenz in Beziehung gesetzt werden. Zu diesem Zweck werden sowohl Erhebungsinstrumente für Input- und Prozessqualitäten betrieblicher Ausbildung als auch Testverfahren nach der Item-Response-Theorie (IRT) für die Fachkompetenz bei Mechatronikern/Mechatronikerinnen und Fachinformatikern/Fachinformatikerinnen entwickelt, um den Einfluss der Ausbildungsqualität auf die Entwicklung der Fachkompetenz zu drei Zeitpunkten im Verlauf der Ausbildung zu untersuchen. Das Projekt leistet hiermit einen Beitrag zur Qualitätsdiskussion in der beruflichen Bildung. Darüber hinaus werden Erkenntnisse zur Modellierung und Diagnostik beruflicher Kompetenzen für die beiden Ausbildungsberufe generiert.
Das Projekt wird in Kooperation mit der Abteilung für Berufs-, Wirtschafts- und Technikpädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft und Psychologie der Universität Stuttgart, dem Lehrstuhl von Herrn Prof. Dr. Nickolaus, durchgeführt.
Die Messung der Fachkompetenz erfolgt im Projekt mit Hilfe von schriftlichen Fachwissenstests und PC-basierten Simulationsverfahren. Die betriebliche Ausbildungsqualität wird durch schriftliche Befragung der Auszubildenden ermittelt. Die Abbildung zeigt auf, zu welchen Zeitpunkten im Verlauf des Projekts Daten zur Messung von Kompetenzen der Auszubildenden und zur Ausbildungsqualität erhoben werden.
Je Beruf werden mindestens 720 Auszubildende in die Untersuchung einbezogen. Die Erhebungen finden in Berufsschulen in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen statt.




