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Stellenanzeigenanalyse / Inserentennachbefragung

Repräsentative Stellenanzeigenanalyse und Inserentennachbefragung zum Wandel von beruflichen Anforderungen

Die Stellenanzeigenanalyse und die Inserentennachbefragung sind Teil des Gesamtsystems Früherkennung im Bundesinstitut für Berufsbildung.

Analyse von Stellenanzeigen

Stellenanzeigen dienen dazu,
  • neue Beschäftigungsfelder und Erwerbstätigkeiten zu identifizieren. Hierzu werden in regelmäßigen zeitlichen Abständen in einem repräsentativen Ansatz Stellenanzeigen quer über alle Tätigkeitsfelder (Breitbandverfahren) erhoben, die quantitativ ausgewertet werden. 10% dieser Stellenanzeigen (in erster Linie neue Erwerbstätigkeiten) werden zusätzlich im Volltext erfasst und mit qualitativen Verfahren analysiert.
  • auf beruflicher Ebene detaillierte Informationen über Aufgaben, Tätigkeiten und Qualifikationsanforderungen zu erhalten. Hierzu werden in ausgewählten Tätigkeitsfeldern (u. a. IT, Finanzdienstleistungen, Gesundheit) repräsentative Stellenanzeigenanalysen durchgeführt.
Jährlich werden aus je zwei bis drei unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern zwischen 2.000 bis 5.000 Stellenanzeigen quantitativ und qualitativ analysiert. Die Anzeigen werden aus Tages- und Wochenzeitungen, aus Fachzeitschriften und gegebenenfalls aus Online-Anzeigen ausgewählt.

Inserentennachbefragungen

Das Bild, das mit einer Analyse von Stellenanzeigen gewonnen werden kann, ist allerdings noch unzureichend, denn es liefert ein idealtypisches Bild des Qualifikationsbedarfs (Wunsch). In einem zeitlichen Abstand von ca. einem halben Jahr werden deshalb Inserentennachbefragungen durchgeführt, um ergänzende Informationen zur Stelle, zur Stellenbesetzung und zur Bedeutsamkeit bestimmter Qualifikationen für die Einstellung zu erhalten (Wirklichkeit).

Durch die jährliche Wiederholung der Erhebung werden Veränderungen der Qualifikationsanforderungen beobachtet, identifiziert und analysiert. Im Hinblick auf die Verknüpfung mit den Stellenanzeigendatenbanken der Bundesanstalt für Arbeit wird eine Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sowie der Fachhochschule der Bundesanstalt für Arbeit angestrebt.

Die Ergebnisse tragen dazu bei, "neue" Qualifikationen zu erkennen, die Wertschätzung verschiedener Bildungsabschlüsse zu erfassen sowie zusätzlich zu formalen Abschlüssen geforderte Qualifikationen zur Erweiterung von Berufskompetenzen zu ermitteln. Die Auswertung der Daten beruht auf der Basis statistischer und qualitativer Verfahren der Text- und Inhaltsanalyse.

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    Letzte Änderung: 11.10.2010


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