IAB-Betriebspanel
Aus- und Weiterbildung im IAB-Betriebspanel
Das IAB-Betriebspanel ist eine repräsentative Arbeitgeberbefragung, die seit 1993 in den alten, seit 1996 auch in den neuen Bundesländern jeweils zum Stichtag 30. Juni eines jeden Jahres Betriebe aller Wirtschaftszweige und Betriebsgrößenklassen zu einer Vielzahl personalpolitischer Themen befragt. Dabei werden auch die Ausbildungsaktivitäten der Betriebe erfasst. Der Schluss auf die Grundgesamtheit erfolgt über eine Hochrechnung, wobei mit einer Abweichung von weniger als fünf Promille die Sollzahlen der Betriebsdatei der Bundesagentur für Arbeit mit Bezug auf die Anzahl bestehender Betriebe und der Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter erreicht wird. In Kooperation mit dem IAB nutzt das BIBB diese Datenquelle zur Begleitung und Fundierung der eigenen Forschung, aber auch, um Aussagen zur Ausbildungsbeteiligung von Betrieben und zur Übernahme junger Fachkräfte zu treffen. Ausgewiesen werden z.B.:
· Ausbildungsquoten
· Ausbildungsbetriebsquoten
· Anteil der ausbildungsberechtigten Betriebe
Die Ergebnisse werden nach Betriebsgrößenklassen und Branchen dargestellt. Eine Regionalisierung auf Länderebene ist möglich.
Im Bereich betrieblicher Weiterbildung bietet der Datensatz des IAB-Betriebspanels repräsentative Informationen zum betrieblichen Angebot, zu qualifikations- und geschlechtspezifischer Weiterbildungsbeteiligung sowie zu Formen von und Gründen für Weiterbildung.
Ausbildungsbetrieb im IAB-Betriebspanel:
Hinausgehend über die in der Beschäftigtenstatistik verwendeten Definition eines Ausbildungsbetriebs (mindestens ein Auszubildender am Stichtag im Betrieb) werden zusätzlich die Betriebe als Ausbildungsbetriebe verstanden, die am 30. Juni zwar keine Auszubildende beschäftigten, aber für das kommende (i.d.R. im September beginnende) Ausbildungsjahr bereits Ausbildungsverträge abgeschlossen haben bzw. dies nach eigenem Bekunden noch tun werden, oder in dem zu Ende gehenden Ausbildungsjahr Auszubildende beschäftigten, die zum Stichtag nicht mehr im Betrieb sind. Diese weitergehende und der betrieblichen Realität angemessene Definition von Ausbildungsbetrieb ist ein Grund für die abweichenden Quoten in IAB-Betriebspanel und Beschäftigtenstatistik.




