Weiterbildung Handwerk
Verstetigung und Transfer moderner Unternehmenskulturen im Handwerk durch die Gestaltung einer arbeitsplatznahen, auftragsorientierten und IT-gestützten Weiterbildung
Das Vorhaben zielt grundsätzlich darauf ab, durch die exemplarische Entwicklung von Handwerksunternehmen zu "Lernenden Organisationen" einen ersten Schritt zur breiten Implementierung einer modernen Unternehmenskultur im Handwerk zu gestalten. Hierfür soll im Rahmen des Vorhabens eine neue Form der Weiterbildung, mit den Elementen des arbeitsplatznahen und auftragsorientierten Lernens sowie mit IT-gestützten Begleitangeboten praxisbegleitend gestaltet werden. Abgestimmt mit einem parallel laufenden BIBB-Forschungsprojekt mit dem Titel "Stützung des beruflichen Erfahrungslernens durch virtuelle Kompetenzzentren" wird im Vorhaben exemplarisch geprüft, ob durch eine authentische auftragsorientierte Weiterbildung, verbunden mit einem virtuellen Kompetenzzentrum, eine deutlich höhere "Erfolgsquote" bei den Teilnehmern (Betriebsnachfolger, Inhaber, Meisterfrauen, Baustellenleiter etc.) erreicht werden kann, um insgesamt Unternehmensnachfolgen zu stützen sowie die Existenz bestehender Handwerksbetriebe aus unternehmerischer Sicht zu sichern. Eine derartige Reorganisation von Handwerksunternehmen erfordert jedoch nicht nur den Einbezug der Unternehmer und Führungskräfte, sondern in der weiteren Umsetzung die Berücksichtigung sämtlicher Mitarbeiter - Bürokräfte, Gesellen, Auszubildende - in einem Handwerksunternehmen, wie dies auch Konzepte der "Lernenden Organisation" nahe legen.
Das Vorhaben wird sich mit den Möglichkeiten einer engen Verzahnung authentischer und virtueller Lern- und Handlungsräume befassen. Dazu ist vorgesehen, dass die Teilnehmer durch E-Learning-Angebote auf eine danach folgende Präsenzphase im Referenzbetrieb vorbereitet werden. Während dieser Phase des "action learnings" werden sie unmittelbar in den Lernprozess aktiv einbezogen und entsprechend ausgebildet. Flankierend werden in einem "Virtuellen Kompetenzzentrum" bei dem Referenzbetrieb virtuelle Angebote entwickelt, die bei der Nachbetreuung und Verstetigung selbstorganisiert weiter genutzt werden können.
Das skizzierte Vorhaben wird sich zunächst auf das SHK-Handwerk konzentrieren. Zu einem späteren Zeitpunkt soll das im Vorhaben zu entwickelnde Weiterbildungskonzept mit einem anschließenden Forschungsprojekt auf andere Gewerke übertragen werden, da dessen Elemente nahezu unverändert z. B. auf die Elektro-, Tischler- und Maler-Handwerke anzuwenden sind. Zum weiteren Transfer der Ergebnisse des Vorhabens trägt auch die im Rahmen des Forschungsvorhabens entwickelte Plattform des virtuellen Kompetenzzentrums bei.




