Gestaltungsoffene Lernkonzepte in der Arbeit - entwickelt in kleinen und mittleren Unternehmen der IT-Branche
Hintergrund:
Für die Entwicklung und Gestaltung der Aus- und Weiterbildung in der IT-Branche kommt den Klein- und Mittelbetrieben (KMU) eine entscheidende Bedeutung zu. Hier arbeitet der Großteil der Beschäftigten, und hier findet die vorrangige wirtschaftliche Expansion der Branche statt. Die 1997 eingeführten flexiblen IT-Ausbildungsordnungen und die IT- Fortbildungsordnung von 2002 erfordern neue Konzepte und Formen des Lernens in der Arbeit. Der Modellversuch knüpft hier an und konzentriert sich auf die Entwicklung neuer arbeitsbezogener Lernkonzepte und arbeitsgebundener Lernformen in der Weiterbildung von Klein- und Mittelbetrieben.
Ziele:
Aus der Perspektive von KMU stellen sich folgende Fragen für flexible und gestaltungsoffene Lernkonzepte in der Arbeit als Teil der Weiterbildung:
- Wie kann die Arbeit gestaltet werden, damit Lern- und Weiterbildungsmöglichkeiten verbessert und intensiviert werden?
- Inwieweit ist die Integration von organisiertem und Erfahrungslernen in Arbeitsprozesse möglich?
- Inwieweit sind Netzwerke in Klein- und Mittelbetrieben eine wegweisende Organisations- und Lernform?
- Wie kann die Weiterbildung in KMU mit dem neuen IT-Weiterbildungssystem verbunden werden?
- Wie ist die für kleine IT-Unternehmen typische Distanz gegenüber einer geplanten, wenn auch arbeitsgebundenen Weiterbildung zu überwinden?
Mit fünf beteiligten Unternehmen werden in einer ersten Phase praxisnahe und firmenbezogene Konzepte analog den im nächsten Abschnitt genannten Arbeitspaketen entwickelt und erprobt. In einer zweiten Phase werden die erarbeiteten Konzepte und Materialien auf fünf weitere Unternehmen transferiert, um darüber hinaus verbreitet zu werden.
Ergebnisse:
In dem Modellversuch werden fünf Arbeitspakete bearbeitet, die zugleich die Ergebnisse der Entwicklungsarbeit angeben:
- Entwicklung und Gestaltung arbeitsbezogener Lernkonzepte und arbeitsgebundener Lernformen,
- Entwicklung eines Systems von IT-Qualifizierungsbausteinen,
- Materialien zur Gestaltung lernförderlicher Arbeitsumgebungen,
- Umsetzung des Konzepts der Handlungskompetenz und der reflexiven Handlungsfähigkeit,
- Entwicklung und Gestaltung eines Qualifizierungsnetzwerkes.




