Entwicklung innovativer Potenziale in der gestaltungsoffenen Berufsausbildung durch den Einsatz eines Service-Aus- und Weiterbildners in KMU (EPOS)
Hintergrund:
Aus- und Weiterbildung für kleine und mittlere Unternehmen ist eng verbunden mit der Frage nach angemessenen und effektiven Strukturen und Formen der betrieblichen Qualifizierung und der Rolle, die Bildungsdienstleister in diesem Prozess spielen müssen.
Will man den Lernort Betrieb in seinen Vorzügen voll entfalten, bedarf es entsprechender "berufspädagogischer Vor-Ort-Kompetenz", d.h., es sind solche Lernmethoden, -Verfahren und Lernhilfen zu entwickeln bzw. zu modifizieren, die konkret auf das arbeitsplatzbezogene Lernen im Unternehmen selbst orientieren.
Gemeinsam mit regionalen Partnerunternehmen der Metall-, Elektro- und Kunststoffbranche verfolgt das Schweriner Ausbildungszentrum das Ziel, an Lernorten in der Produktion, Lernprozesse zu initiieren, die sich verstärkt an aktuellen technischen, organisatorischen und sozialen Erfordernissen moderner Arbeitssysteme orientieren und den Betrieben die Möglichkeit eröffnen, die Potenziale der gestaltungsoffenen Ausbildungsordnungen voll auszuschöpfen
Ziele:
Mit dem Einsatz von Service-Aus- und Weiterbildnern wird eine neue Bildungsdienstleistung geschaffen, die Betriebe dazu anregt und befähigt, ihren Nachwuchs selbst auszubilden. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Einrichtung, Gestaltung und Bewertung von Lernorten in der Produktion sowie die Qualifizierung der ausbildenden Fachkräfte und Ausbildungs-beauftragten der Betriebe.
Hierdurch wird zum einen die Ausbildung im dualen System auch für Kleinunternehmen attraktiver gemacht, zum anderen eine Entwicklung in Gang gesetzt, die gewährleistet, dass sich die betriebliche Aus- und Weiterbildung zunehmend an den aktuellen Anforderungen der Arbeitsrealität ausrichten kann und so spürbar zum betrieblichen Wertschöpfungsprozess beiträgt.
Ergebnisse:
Es entsteht ein didaktisch begründetes und erprobtes Konzept für die Nutzung von Flexibilitätsspielräumen in der gestaltungsoffenen Berufsausbildung. Auf der Basis von Anforderungsprofilen für Service-Aus-und-Weiterbildner und betriebliche Bildungsbeauftragte wird das externe Bildungsmanagement für kleine und mittlere Unternehmen der Region weiterentwickelt. Mit der neu entstehenden Bildungssdienstleistung können die innovativen Potenziale einer gestaltungsoffenen Berufsausbildung für die vorgesehenen betrieblichen Arbeitsplätze in den beteiligten KMU ermittelt, eine "Berufspädagogische-vor-Ort-Kompetenz" implementiert und durch Nutzung der Spielräume einer gestaltungsoffenen Berufsausbildung die betriebliche Ausbildung flexibilisiert werden.




