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Dialogische Medienentwicklung - Handlungsorientierte Aus- und Weiterbildung unter Nutzung und Gestaltung einer netzgestützten Plattform für kollektives Lernen am Beispiel des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes

Hintergrund:

Die europäischen Richtlinien zur Geräte- und Produktsicherheit stellen hohe Anforderungen sowohl an die betriebliche Organisation eines Produktlebenszyklus0 als auch an die handelnden Personen. Für die (gewerblich-technische) Facharbeit wird vor diesem Hintergrund die (präventive) Gestaltung der Arbeits- und Lebenswelt bzw. Mitwirkung an Prozessen des Organisierens immer mehr zu einem zentralen Kriterium der beruflichen Handlungsfähigkeit. Vorausschauendes Verhalten in vernetzten Produktions- und Dienstleistungsorganisationen ist erfahrungsgeleitet, prinzipiell unsicher und erfordert z.B. systemisches Denken, Wissenskooperation und Risikokommunikation.


Ziele:

Ziel des Modellversuchs ist die Entwicklung und Erprobung einer Lern- und Organisationsform, die durch Praxisnähe, Veränderungsorientierung und aktiven Umgang mit Informationstechnik gekennzeichnet ist. Die Grundidee lautet, dass Aus-zubildende - orientiert am Produktlebenszyklus bzw. an der Funktions- und Prozessorganisation der Unternehmen - praxisrelevante Problemlösungen für das geforderte proaktive Handeln entwickeln, diese medial aufbereiten und verbreiten. In den Ausgangsüberlegungen nimmt das netzgestützte Lernen einen hohen Stellenwert ein. Allerdings sollen diese sowohl mit anderen handlungsorientierten Lernformen kombiniert als auch aktiv im Sinne von Wissensarbeit auf die Arbeits- und Geschäftsprozesse bezogen werden. Der verfolgte berufspädagogische Ansatz wird u.a. durch folgende Kennzeichen weiter differenziert:· 

  • Verbindung von individuellem und organisationalem Lernen 
  • Lerner sind Designer von Informations- und Lernangeboten
  • Vorrang von problembasiertem, erfahrungsgeleitetem Lernen
  • Dialogische Lernformen (z.B. mit Fachkräften und Experten).

Ergebnisse:

Im Rahmen des Modellversuchs entstehen:

  • Lern- und Informationsangebote zum angemessenen Umgang mit Risiken technischer Produkte (z. B. in Form digitaler Fallstudien), die sowohl innerhalb der Organisation (z.B. im Rahmen der Weiterbildung) als auch außerhalb (z.B. in der Berufsschule) zu nutzen sind.· 
  • ein berufspädagogisches Konzept für die Facharbeiterausbildung unter besonderer Berücksichtigung von Anforderungen der sekundären Facharbeit·
  • eine (berufs- und betriebsübergreifende) Learning-Community im Netz.

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