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Demografischer Wandel - Herausforderung für die Berufsbildung

Rede des Präsidenten des Bundesinstituts für Berufsbildung Manfred Kremer

anlässlich des Christiani Ausbilderinnen- und Ausbildertages 2006 am 28. September 2006 in Konstanz

Sehr geehrte Damen und Herren,

in meinem Vortrag werde ich kurz auf die wesentlichen Eckpunkte der demografischen Entwicklungen in Deutschland eingehen. Ihre Rückwirkungen auf die Berufsbildung sind im Zusammenhang mit dem raschen strukturellen und technologischen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft zu sehen.

Danach werde ich exemplarisch und pointiert beleuchten, was daraus aus meiner Sicht für Berufsbildungspolitik und Berufsbildungsentwicklung zu folgern ist.

Natürlich sind auch andere Politikfelder nachhaltig vom demografischen und strukturellen Wandel betroffen. Das gilt insbesondere für die Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Es bedarf also einer Gesamtsicht und eines guten Zusammenspiels der Politikfelder, um diesen Wandel positiv für die Menschen zu gestalten. Dessen sollte man sich trotz der Fokussierung meines Vortrags auf die Berufsbildungspolitik bewusst sein. Allerdings spielt Bildung in diesem Gesamtkonzept eine herausragende Rolle.

Der Bundespräsident hat in seiner Berliner Rede gesagt: "Gute Bildung ist eine besonders wirksame Form der sozialen Absicherung." Man kann hinzufügen: "Gute Bildung befähigt besonders wirksam zur aktiven und positiven Gestaltung des Wandels."

I.

Die Deutschen werden immer älter. Die Kinder in unserem Land werden immer weniger. Kurzum: die Bevölkerung altert und schrumpft.
Wir haben inzwischen eine der niedrigsten Geburtenrate in der Welt. Selbst ein neuer "Baby-Boom", für den es keine Anhaltspunkte gibt, würde den dadurch verursachten Nachwuchsschwund erst in 30 Jahren stoppen.
Wie sich die Einwohnerzahlen entwickeln werden, hängt deshalb vor allem von der Zuwanderung ab. Das Statistische Bundesamt geht bei seinen Prognosen als "mittlere Variante" von einem jährlichen Zuwanderungsüberschuss von etwa 200.000 Menschen aus. 2005 betrug der seit einigen Jahren eher sinkende Zuwanderungsüberschuss allerdings nur noch knapp 79.000.
Obgleich also die "mittlere Variante" des Statistischen Bundesamtes eine eher optimistische Annahme ist, würde damit der langfristige Bevölkerungsrückgang nur abgebremst, aber nicht abgestoppt. 2050 würden in Deutschland auch unter dieser Bedingung nur noch etwa 75 Millionen Menschen leben.
Dieser Bevölkerungsverlust entspricht der Größenordnung der aktuellen Einwohnerzahlen von Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main. Was dies allein für die Infrastruktur und das Arbeitskräftepotenzial in unserem Land bedeutet, kann kaum unterschätzt werden.
Damit ist aber das eigentliche demografische Dilemma der nächsten beiden Jahrzehnte noch nicht skizziert. Vorerst geht es dabei nämlich nicht so sehr um den Schwund der Bevölkerung, insbesondere nicht um den Schwund der Erwerbsbevölkerung. Wer beispielsweise behauptet, uns gingen schon bald die Arbeitskräfte aus, macht sich unglaubwürdig. Das gilt erst recht, wenn die stillschweigende oder ausdrückliche Botschaft lautet, dass Massenarbeitslosigkeit und Ausbildungsplatzprobleme schon bald beseitigt und durch einen flächendeckenden Nachwuchs- und Fachkräftemangel abgelöst würden.
Tatsächlich wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter - das so genannte Erwerbspersonenpotenzial - in den alten Ländern vorläufig eher noch steigen und erst nach 2020 langsam zurückgehen.
In den neuen Ländern wird es zwar schon in den nächsten Jahren deutliche - längerfristig sogar dramatische - Rückgänge des Erwerbspersonenpotenzials geben. Eine gesteigerte Arbeitskräftenachfrage, die zu erheblichen und flächendeckenden Knappheiten führen könnte, ist allerdings vorerst nicht in Sicht.
Ähnliches gilt für die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen. Im Westen werden wir bis weit in das nächste Jahrzehnt noch eine steigende und dann auf sehr hohem Niveau verharrende Ausbildungsplatznachfrage haben. Im Osten müsste das derzeitige betriebliche Ausbildungsangebot trotz rasch sinkender Zahl der Schulabgänger deutlich steigen, um allein mit betrieblicher Ausbildung einen Ausgleich zwischen Nachfrage und Angebot am Ausbildungsstellenmarkt zu ereichen.
Weder am Arbeitsmarkt noch am Ausbildungsstellenmarkt geht deshalb die demografische "Milchmädchenrechnung" auf. Sinkende Arbeitslosenquoten und steigende Ausbildungsquoten werden nicht demografisch bedingt "vom Himmel fallen". Dazu müssen vielmehr die strukturellen Probleme am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gelöst werden. Geschieht dies nicht, wird bei weiterhin hohen Arbeitslosenquoten und weiterhin schwieriger Ausbildungsplatzsituation der bereits sektoral und regional spürbare Fachkräftemangel weiterhin zunehmen. Und das gilt selbst für die Zeit nach 2020. Wenn die Erwerbsbevölkerung um 10 Prozent abnimmt, sinkt nicht automatisch auch die Arbeitslosenquote. Vielleicht sinkt auch die Zahl der Arbeitslosen um 10 Prozent, vielleicht aber auch nur um 5 Prozent. Es gibt keinen "demografischen Automatismus". Alles hängt von der Lösung der strukturellen Arbeitsmarktprobleme ab.
Aus der Arbeitsmarktsicht ist jedenfalls vorerst nicht die langfristige Schrumpfung, sondern die rasche Alterung der erwerbsfähigen Bevölkerung für längere Zeit das schwierigere Problem.
Heute kommen auf rund 100 Personen im Erwerbsalter etwa 40 Rentner. 2020 wird dieser "Altersquotient" bei mittlerer Zuwanderung bereits bei 53 und 2050 bei über 70 liegen. Verändert werden kann diese Situation nur durch ein späteres Renteneintrittsalter und das heißt: mit einem deutlich höheren Anteil älterer Erwerbstätiger.
Derzeit beträgt der Anteil der 50- bis 65-Jährigen gut 31 %. 2020 wird er - wohlgemerkt bei einem durchschnittlichen Renteneintrittsalter von 60 Jahren - voraussichtlich 40 % betragen. Wird das tatsächliche Renteneintrittsalter auf 65 Jahre erhöht, sinkt einerseits der Altersquotient erheblich. Er läge dann 2020 sogar unter dem heutigen Wert. Gleichzeitig führt diese notwendige Operation aber zwangsläufig zu noch höheren Anteilen Älterer in den Betrieben.
Heute erliegt die Personalpolitik der deutschen Unternehmen immer noch einem "Jugendwahn". In vielen Unternehmen gibt es keine Mitarbeiter über 50 Jahre mehr. Das wird sich gründlich ändern müssen. Wir können es uns auf Dauer einfach nicht mehr leisten, mit einer Arbeitslosenquote der 55- bis 64-Jährigen von 12,7 % in Europa einen traurigen "Spitzenplatz" zu besetzen und nur 52 % der Menschen dieser Altersklasse am Erwerbsleben zu beteiligen. Auch damit besetzen wir in Europa nur einen Platz im unteren Mittelfeld.
Am anderen Ende der auf den Kopf gestellten Alterspyramide erleben wir das Gegenteil. Zunächst wird die Zahl der Schüler und in der zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts auch die Zahl der Schulabgänger erheblich sinken. Schrittweise wird dann der Nachwuchs für Berufsausbildung und Hochschulen und für die Fach- und Führungskräftearbeitsplätze in den Betrieben knapper werden. Voraussichtlich ab 2020 wird dieser Nachwuchsschwund den Zuwachs an älteren Erwerbstätigen überschreiten und die Zahl der Erwerbspersonen insgesamt deutlich zurückgehen.
Deshalb können wir es uns nicht mehr leisten, einen hohen Anteil dieser jungen Leute in "Warteschleifen zu parken" und am Ende ohne verwertbare Qualifikation in die Arbeitslosigkeit zu schicken.
Wir haben es aber nicht nur mit einem demografischen, sondern auch mit einem strukturellen Wandel hin zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft zu tun. Dieser Wandel ist vor allem eine Folge der Informatisierung, der Ökologisierung und Globalisierung des Wirtschaftens. Er drängt einfache Fach- und Hilfstätigen weiter zurück. An sehr vielen Arbeitsplätzen werden die Anforderungen breiter. Fach- und berufsübergreifende Allgemeinqualifikationen wichtiger, aber auch die Ansprüche an Fachqualifikationen werden weiter steigen. Die Beschäftigungschancen von Menschen mit Bildungsdefiziten werden sich weiter verschlechtern. Die Zahl der Arbeitsplätze für höher Qualifizierte wird weiter zunehmen.

II.

Sieht man beide Entwicklungen - Demografie und Strukturwandel - zusammen, ist die Konsequenz klar: Es müssen so viele Menschen wie möglich so breit und so hoch qualifiziert werden wie möglich. Und diese Menschen müssen kontinuierlich weiterlernen. Wir brauchen mehr allgemeine Bildung und berufliche Bildung und eine breite Beteiligung Jüngerer und Älterer am stetigen Weiterlernen im gesamten Lebensverlauf, vor allem aber während des gesamten Berufslebens.
Deshalb ist es fatal, dass die Bildungsexpansion der 70er- und 80er-Jahre zu Beginn der 90er-Jahre ins Stocken geriet. Die "Bildungsarmut" ist in den letzten Jahren eher gewachsen. Der Anteil der jungen Leute, die wichtige Basiskompetenzen nur auf niedrigem Niveau erwerben, ist zu hoch. Zu wenige erreichen hohe und höchste Qualifikationen. Das BIBB und andere, wie z.B. das IAB und die OECD, weisen seit einigen Jahren darauf hin, dass Deutschland eines der ganz wenigen OECD-Länder ist, in dem inzwischen die Jüngeren - gemessen an den Bildungsabschlüssen - eher schlechter qualifiziert sind als die Älteren. Der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss liegt seit Jahrzehnten stabil bei rund 9 bis 10 %. Der Anteil der jungen Erwachsenen ohne qualifizierten Berufsabschluss ist gegenüber den 90er-Jahren eher gestiegen und verharrt bei rund 15 %. Mit einem Anteil der Hochschulabsolventen von 20 Prozent, der wie festgemauert stagniert, nehmen wir OECD-weit einen der hintersten Plätze ein. Die Weiterbildungsbeteiligung der Erwerbspersonen bleibt deutlich hinter den Erfordernissen zurück. Je nach Definition und Betrachtungsweise liegt sie zwischen 12 und gut 40 %, aber im europäischen Vergleich immer im unteren Bereich. Das Gravierendste aber ist: in nahezu allen anderen OECD-Ländern steigen diese Quoten von unterschiedlichen Ausgangsniveaus seit Jahren kontinuierlich an. Deutschland ist das einzige Land, das nahezu jede Dynamik bei der Entwicklung der Bildungsbeteiligung vermissen lässt.
Den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel werden wir so nicht erfolgreich bewältigen. Vorsorgende Bildungspolitik ist allemal erfolgreicher, effektiver und billiger als nachsorgende Arbeitsmarktpolitik ist. Deshalb muss sich dies ändern.
Die Ziele notwendiger Reformen sind weitgehend unbestritten. Sie werden uns bei internationalen Vergleichen deutlich vor Augen geführt - zuletzt und erneut mit dem OECD Bericht "Bildung auf einen Blick":

  • Der Anteil der Jugendlichen, die in und an der Schule scheitern, muss deutlich sinken.
  • Der in Deutschland besonders starke Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg muss deutlich gelockert werden. Insbesondere müssen die Bildungschancen der Zuwanderer und ihrer Kinder, die das Land dringend braucht, nachhaltig verbessert werden.
  • Sehr viel mehr junge Menschen müssen allgemein bildende Basisfähigkeiten auf hohem und höchstem Kompetenzniveau erwerben.
  • Der Anteil der jungen Leute mit qualifizierter Berufs- oder Hochschulausbildung muss steigen.
  • Flexiblere und durchlässigere Aus- und Weiterbildungsstrukturen sind notwendig, damit mehr Menschen auch über berufliches Lernen hohe und höchste Qualifikationen erreichen können.
  • Mehr Menschen müssen an kontinuierlichem und an beruflichem Lernen teilnehmen, um Kompetenzen stetig zu sichern und weiterzuentwickeln, um versäumte Qualifizierung nachzuholen, um Innovations- und Beschäftigungsfähigkeit bis ins höhere Alter zu erhalten.
  • Arbeitsorganisation, Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur müssen familienfreundlicher werden. Wir brauchen mehr Frauen, die erwerbstätig bleiben und qualifizierte Berufstätigkeiten ausüben.
  • Mehr Auszubildende und Beschäftigte müssen für die Anforderungen der zunehmenden Internationalisierung qualifiziert werden.
  • Das deutsche Berufsbildungssystem muss international anschlussfähiger werden.
Dies ist eine recht umfangreiche, aber wohl noch nicht vollständige Liste von Anforderungen an Bildungspolitik, Arbeitsmarktpolitik und Wirtschaft.
Diese Liste macht deutlich:
Wenn Deutschland international anschluss- und wettbewerbsfähig bleiben will, wenn wir die Lebens- und Berufschancen der nachwachsenden Generationen nachhaltig sichern wollen, dann ist eine neue und noch weitergehende Bildungsexpansion notwendig, die alle Bildungsbereiche umfasst.
Wirksame Berufsbildungsreformen müssen Teil einer abgestimmten und koordinierten Reform des gesamten Bildungssystems sein. Vor allem muss dafür gesorgt werden, dass Übergänge und Verbindungen an den Schnittstellen zwischen den Bildungsbereichen ohne Reibungsverluste funktionieren.

III.

Reformen an der Basis unseres Bildungswesens sind besonders wichtig.
Die deutschen Schulen haben in den letzten Jahren an internationalen Vergleichsuntersuchungen teilgenommen. 2006 gab es den ersten indikatorengestützten Nationalen Bildungsbericht. Die deutsche Schulpolitik ist von "gefühlter" Qualität zu "geprüfter" Qualität übergegangen. Das war ein wichtiger Schritt.
Wir wissen jetzt, dass Qualität und Leistungsfähigkeit unserer Schulen den Möglichkeiten eines modernen Schulsystems ausgesprochen deutlich hinterher hinken. Unsere Schulen entlassen nicht nur zu viele junge Leute ohne hinreichende Basiskompetenzen in grundlegenden Kulturtechniken. Sie tun dies auch in sehr hohem Maße sozial selektiv. Nur in weniger als einer Hand voll Vergleichsländern innerhalb der OECD haben Kinder mit schwächerem sozioökonomischem Hintergrund ähnlich schlechte Bildungschancen wie bei uns. Ganz besonders gilt dies für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund.
Das ist keine gute Ausgangsposition für die Berufsbildung.
Wir wissen, das Qualität und Breite der in den Schulen vermittelten Allgemeinbildung sehr stark über Ausbildungserfolg und Weiterbildungsteilnahme entscheiden und damit über Berufserfolg, über den gesamten beruflichen Werdegang. Schulbildung, ja sogar die Qualität frühkindlicher Erziehung, hat einen direkten Einfluss auf die Lernfähigkeit und Lernbereitschaft bis ins höhere Alter. Der erreichte Schulabschluss beeinflusst die langfristige Beschäftigungsfähigkeit - gemessen am Arbeitslosigkeitsrisiko 40-Jähriger - stärker als die Art der Berufsausbildung. Das ist ein Ergebnis einer BIBB-Analyse zum Vergleich der langfristigen Beschäftigungsfähigkeit von dual oder schulisch Ausgebildeten.
Ganz entscheidend für die Funktionsfähigkeit des Berufsbildungssystems ist deshalb, dass die Basis unseres Bildungswesens in Ordnung gebracht wird.
Der Vergleich mit den bei PISA erfolgreichen Nationen zeigt, dass durchgreifende Reformen der frühkindlichen Förderung, der Formen des Lehrens und Lernens in deutschen Schulen und wohl auch der Strukturen des Schulsystems notwendig sind. Es ist sehr zu hoffen, dass die anerkennenswerten Anstrengungen der deutschen Kultusminister zur Qualitätsverbesserung Früchte tragen.
Andreas Schleicher, der Koordinator der internationalen Vergleiche der OECD, hat dazu in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" in einer zugespitzten Bewertung der deutschen Bildungsdiskussion angemerkt, dass es allerdings kaum reichen wird, das bestehende Bildungssystem noch ein wenig schneller, noch ein wenig besser zu machen. "Es ist an der Zeit", so Schleicher, "darüber hinaus über die langfristige Veränderung der dem bestehenden Bildungssystem zugrunde liegenden Paradigmen und Strukturen nachzudenken und dazu ideologische Scheuklappen fallen zu lassen. Die Frage, was Schüler heute lernen müssen, um in 20 Jahren erfolgreich zu sein, muss in den Vordergrund rücken."
Der Mann hat Recht.

IV.

Auch bei großen Anstrengungen wird es lange dauern, bis die erkannten Mängel im Schulwesen behoben sind. Deshalb macht es wenig Sinn, über diese Mängel nur zu klagen oder Schuldzuweisungen wie "Schwarze Peter" hin und her zu schieben.
Von den für die Berufsbildung Verantwortlichen müssen diese Mängel im Interesse der Jugendlichen und im Interesse von Gesellschaft und Wirtschaft vielmehr als Herausforderung verstanden werden. Die Berufsbildung muss und kann mit ihren Möglichkeiten dazu beitragen, die daraus entstehenden Probleme beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung zu lösen oder mindestens zu mildern.
Dazu muss die berufliche Förderung von jungen Leuten mit Lern-, Motivations- und Verhaltensdefiziten sowie der Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund schon in den allgemein bildenden Schulen beginnen.
Bei der Kooperation von Schulen und Betrieben zur Verbesserung von Berufsorientierung, Ausbildungsreife und Ausbildungsvorbereitung hat es in letzter Zeit durchaus beachtliche Fortschritte gegeben. Dies ist nicht zuletzt auf Aktivitäten im Ausbildungspakt, auf stärker in die Breite gehende Initiativen einzelner Länder und teilweise auch auf ein stärkeres Engagement der Arbeitsagenturen zurückzuführen.
Von einer flächendeckenden und vorbehaltlosen Kooperation aller Verantwortlichen und Beteiligten sind wir allerdings noch ein gutes Stück entfernt. Wirklich nachhaltige Strukturen, in denen die Ressourcen zur Berufsorientierung und Berufsausbildungsvorbereitung vor Ort in einem koordinierten regionalen "Übergangsmanagement von der Schule in die Ausbildung" und zur "Förderung aus einem Guss" gebündelt werden, gibt es - soweit ich es überblicke - bisher nicht.
Dazu wäre eine wesentlich intensivere und systematischere Zusammenarbeit von allgemein bildenden und beruflichen Schulen, Berufsbildungs- und Jugendhilfeeinrichtungen, Betrieben, Kammern, Arbeitsagenturen und Kommunen über Zuständigkeitsgrenzen hinweg notwendig. Ob die auf der Ebene von Bund und Ländern Verantwortlichen bereit sind, die dazu erforderlichen kompetenz- und förderrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, versehe ich mit einem Fragezeichen.
Daran kann man die These festmachen, dass die Reformfähigkeit des Berufsbildungssystems wesentlich durch die Kooperationsbereitschaft und die Kooperationsmöglichkeiten der Beteiligten in allen Bereichen und auf allen Ebenen des Bildungswesens bestimmt wird.

V.

Mangelnde Ausbildungsreife oder mindestens erhebliche Defizite vieler Schulabgänger sind die eine Seite des Problems. Sie machen vielen Jugendlichen den Übergang von der Schule in die Berufsausbildung schwer. Viele Betriebe beklagen zu Recht, dass Ausbildungsplätze häufig unbesetzt bleiben, weil sich keine geeigneten Bewerber finden.
Ein mittlerweile chronisches Unterangebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen ist die andere, quantitativ wohl bedeutsamere Seite der Medaille. Tatsache ist, dass es bisher nur selten gelungen ist, allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen ein betriebliches Ausbildungsangebot zu machen. Die Ausnahme bilden kurze Zeitspannen Mitte der 70er- sowie Ende der 80er- und insbesondere Anfang der 90er-Jahre, als sinkende Schulabgängerzahlen mit einer boomenden Wirtschaft zusammentrafen.
Ich halte allerdings nichts davon, aus diesen beiden Komponenten Vorwürfe, an welche Adresse auch immer, abzuleiten.
2005 wurden in einer nach wir vor schwierigen konjunkturellen und durch strukturelle Umbrüche gekennzeichneten Situation mehr als 500.000 neue betriebliche Ausbildungsverträge abgeschlossen. Für 2006 darf nach allen vorliegenden Informationen mit einem deutlichen Zuwachs gerechnet werden. Das ist nicht wenig und schon gar keine Abwendung der Betriebe vom dualen System der Berufsausbildung.
Es ist zweifellos auch ein Verdienst des Ausbildungspaktes, dass sich das betriebliche Ausbildungsangebot in den letzten Jahren günstiger entwickelt hat als die Beschäftigung insgesamt. Insoweit war der Pakt erfolgreich. Alle Zusagen wurden eingehalten oder übererfüllt. Eine völlige Abkoppelung der Ausbildungsleistungen der Betriebe von der weiterhin schwierigen Beschäftigungsentwicklung und den strukturellen Veränderungen der Arbeitswelt ist aber offenbar nicht zu erreichen. Eine nachhaltige Lösung der Probleme am Ausbildungsstellenmarkt hat der Ausbildungspakt deshalb bisher nicht bewirken können.
2006 wird es voraussichtlich trotz der steigenden Zahl neuer Ausbildungsverträge noch etwas mehr registrierte unvermittelte Ausbildungsplatzbewerber und -bewerberinnen als 2005 geben. Nach neuesten Pressemeldungen zur noch nicht veröffentlichten Jahresstatistik der Bundesagentur dürften es rund 43.000 sein. Hinzu kommt auch in diesem Jahr eine hohe Zahl ausbildungsfähiger junger Leute, die alternative Bildungsgänge wählen und deshalb offiziell nicht als unvermittelt gelten.
Nach repräsentativen Erhebungen des BIBB dürften in den letzten Jahren jeweils insgesamt rund 150.000 ausbildungsfähige junge Leute keinen direkten Einstieg in eine betriebliche Ausbildung gefunden haben.
Die weitaus meisten von ihnen durchlaufen stattdessen zunächst Berufsausbildungsvorbereitung, berufliche Grundbildung, weiterführende Bildungsgänge an allgemein bildenden und beruflichen Schulen oder vollzeitschulische Berufsausbildungen. Anschließend geht die Mehrzahl erneut auf die Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz. Weil Berufsbildungszeiten in Schulen oder bei Bildungsträgern in der Regel nicht zur Verkürzung einer anschließenden dualen Berufsausbildung führen und nicht als gleichwertig anerkannt werden, ist im Berufsbildungsjargon die Rede von "unproduktiven Warteschleifen".
Dahinter steht eine strukturelle Schwäche des deutschen Berufsbildungssystems. Anders als etwa in Österreich und in der Schweiz wurden und werden duale Berufsausbildung nach Bundesrecht und schulische Berufsausbildung nach Landesrecht in Deutschland weitgehend unabgestimmt und unabhängig voneinander entwickelt.
Das neue Berufsbildungsgesetz ermöglicht es deshalb, nach dem dualen Prinzip durchgeführte schulische Berufsausbildung in staatlich anerkannten und bundesweit einheitlichen Ausbildungsberufen beim Zugang zu den Kammerprüfungen als gleichwertig anzuerkennen. Es ermöglicht ferner die Anrechnung schulisch vermittelter Teilqualifikationen auf Zeiten einer einschlägigen dualen Berufsausbildung, wenn Auszubildende und Ausbildungsbetrieb dies wollen.
Arbeitgeber und Gewerkschaften zögern nach wie vor, diese Angebote des neuen Berufsbildungsgesetzes zur Reduzierung von "Warteschleifen" aktiver aufzugreifen und aktiver mitzugestalten. Für den Zugang schulisch Ausgebildeter zu den Kammerprüfungen haben sie zudem bei der Beratung der neuen gesetzlichen Regelung ein frühes "Verfallsdatum" durchgesetzt.
Die Länder zeigen ihrerseits wenig Bereitschaft, Arbeitgeber und Gewerkschaften bei der Entwicklung schulischer Berufsbildungsgänge nach Berufsbildungsgesetz - wie auf Bundesebene - maßgeblich zu beteiligen. Mit dem Hinweis auf die ungewisse Geltungsdauer der Regelung halten sie sich bei der Entwicklung solcher Angebote bisher eher zurück.
Die Beteiligten sind offenbar nicht bereit, das Berufsbildungssystem als Ganzes zu sehen. Sie sind nicht bereit, aus einer Konkurrenz- eine Kooperationssituation zu machen. Deshalb bleiben schulische und duale Berufsausbildung weiter unverbunden nebeneinander stehen, statt besser verknüpft zu werden.
Dies ist die Hauptursache für das "Warteschleifenphänomen", für die beständig unbefriedigende Lage am Ausbildungsstellenmarkt und die beängstigende Vergeudung von Ressourcen und von Lebenszeit junger Menschen.

VI.

Um die notwendige Höherqualifizierung der Menschen in der Breite zu bewerkstelligen, können wir uns in Deutschland auf ein im Kern bewährtes und funktionsfähiges System der beruflichen Aus- und Weiterbildung stützen.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung befasst sich seit längerem mit der Vergleichbarkeit oder Gleichwertigkeit von beruflicher Bildung und Studium. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung führen wir ein Entwicklungsprogramm zur "Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge" durch.
Nicht nur das IT-Weiterbildungssystem, sondern auch viele anspruchsvolle Fortbildungsabschlüsse in kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereichen halten dem Vergleich mit Studienabschlüssen stand. Das zeigt die Erfahrung. Menschen, die diese praxisorientierten, auf Berufserfahrung gründenden Wege gehen, können in den Betrieben anspruchsvolle Fach- und Führungsaufgaben ebenso erfolgreich wahrnehmen wie Hochschulabsolventen.
Ohne Zweifel: Wir brauchen mehr Hochschulabsolventen. Wir sind hier in der OECD mit knapp 20 % - ich erwähnte es bereits - ein trauriges Schlusslicht. Spitzenreiter Finnland vermeldet fast 50 %. Es geht allerdings in Deutschland nicht nur darum, mehr junge Menschen an die Hochschulen zu bringen. Denn die OECD-Vergleiche unterschlagen, dass vieles, was andernorts von Hochschulen geleistet wird, bei uns eine Domäne der beruflichen Bildung ist.
Wir sollten deshalb auch diese unbestrittene Stärke der deutschen Berufsbildung entschlossener nutzen, um mehr Menschen auf höchstem Niveau zu qualifizieren. Denn auch, wenn wir hochwertige Aus- und Weiterbildungsabschlüsse mitberücksichtigen, landen wir gegenwärtig im OECD-weiten Vergleich nur im letzten Drittel.
Es sollte deshalb mehr anspruchsvolle Berufsausbildungen und Zusatzqualifizierungen für leistungsstarke junge Leute geben. Berufliche Weiterbildungswege sollten noch mehr als bisher zu beschäftigungsbegleitenden Wegen für berufliche Qualifizierung auf sehr hohem Niveau ausgebaut werden. Qualifizierten Berufstätigen muss der Zugang zum Studium breiter geöffnet werden. Die Hochschulen sollten einschlägige berufliche Vorqualifikationen selbstverständlicher auf Studienleistungen anrechnen. Duale Studiengänge und attraktive Modelle der Kombination von Berufstätigkeit, Berufsbildung und Studium sollten breiter angeboten werden.
Bund, Länder, Hochschulen und Sozialpartner müssen dies systematischer und umfassender voranbringen. Ein "zweiter Königsweg" zu Höchstqualifikationen im Berufsbildungssystem wäre effizient, flexibel und bedarfsgenau und würde stärker in die Breite wirken als die bloße Konzentration auf eine Steigerung der Studierquote.
Erfolgreich wird der Ausbau dieses "zweiten Königswegs" allerdings nur sein, wenn er im Beschäftigungssystem gleichwertige Entwicklungschancen eröffnet. In dieser Hinsicht haben auch Betriebe, öffentliche Verwaltung und Tarifpartner in Sachen Gleichwertigkeit ihre Hausaufgaben noch lange nicht gemacht.
Es geht aber nicht nur um attraktive Aufstiegswege, sondern generell um das stetige Lernen im Lebensverlauf. Hier haben alle in Deutschland Nachholbedarf: die Betriebe, die dies fördern müssen; die Beschäftigten, von denen wir dies fordern müssen; und der Staat, der dies auch finanziell unterstützen sollte.
An anderer Stelle habe ich bereits darauf hingewiesen, was viele Untersuchungen belegen:
Bei positiven Lernerfahrungen in der Jugend und einer qualifizierten Erstausbildung bleiben auch Ältere lernbereit, weiterbildungsaktiv und beschäftigungsfähig. Die nachhaltige Entwicklung der Potenziale älterer Menschen beginnt in der Jugend.
Ich fürchte deshalb, dass die unzureichende Bildungsbeteiligung von heute noch lange nachwirken wird.

VII.

Betrachten wir als letztes exemplarisches Feld die aktuelle Diskussion zur internationalen - vor allem europäischen - Anschlussfähigkeit des deutschen Berufsbildungssystems.
In dieser Diskussion werden wie in einem Brennglas wesentliche Fragen und "Baustellen" für eine Reform der Berufsbildung gebündelt.
Es geht im Kern um die Themen Flexibilität, Durchlässigkeit und Gleichwertigkeit der Bildungsgänge.
Unter der internationalen Perspektive geht es dabei darum, in Deutschland erworbene Qualifikationen und Kompetenzen ohne Barrieren grenz- und bildungsbereichsübergreifend sichtbar zu machen und zu bewerten. Qualifikationen und Kompetenzen sollen auch auf ausländischen, insbesondere auf den europäischen Arbeitsmärkten sowie in den Bildungssystemen anderer Länder gut und ohne Barrieren verwertbar sein.
Natürlich gilt auch das Umgekehrte: ein international ausgerichtetes Berufsbildungssystem muss strukturell in der Lage sein, im Ausland erworbene Qualifikationen und Kompetenzen im inländischen Bildungssystem verwertbar zu machen und eine   "Übersetzungsleistung" für den Arbeitsmarkt erbringen.
Die Europäische Kommission strebt deshalb im Gefolge der Beschlüsse von Lissabon (2000) und Maastricht (2004) die rasche Einführung eines Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) und eines Europäischen Leistungspunktesystems für die berufliche Bildung (ECVET) an.
EQR und ECVET sollen die europaweite Transparenz, Durchlässigkeit und Kompetenzorientierung von Qualifikationen unterstützen und ermöglichen, letztlich auch mit dem Ziel der wechselseitigen Anrechnung.
Bundesregierung und Kultusministerkonferenz sowie der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung haben sich grundsätzlich hinter diesen Prozess gestellt. Sie sehen darin vor allem eine Chance für eine angemessenere europäische Bewertung der betrieblichen beruflichen Bildung.
Uns sollte aber klar sein, dass die Beteiligung an diesem europäischen Prozess erhebliche Rückwirkungen auf Struktur und Verfasstheit des nationalen Systems haben wird und haben muss.
Die "Philosophie" des Europäischen Qualifikationsrahmens und der auf ihn bezogenen Nationalen Qualifikationsrahmen erfordert es, Bildungssysteme als Ganzes zu sehen. Damit sind wir wieder am Ausgangspunkt meiner Überlegungen.
Qualifikationsrahmen machen nur Sinn, wenn nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Bildungspraxis die unterschiedlichen Stränge - Schule, duale und schulische Berufsausbildung, berufliche und allgemeine Weiterbildung, Hochschule, formales und informelles Lernen - vor allem an den Schnittstellen und Übergängen besser verknüpft und inhaltlich stärker aufeinander bezogen werden.
Zu den großen Schwächen des deutschen Bildungssystems gehört aber, wie ich beispielhaft bereits dargelegt habe, dass es keine systematisch gestalteten Schnittstellen zwischen allgemeiner Bildung und Berufsbildung gibt, dass duale und schulische Berufsausbildung nahezu unabgestimmt nebeneinander entwickelt wurden und werden und dass tragfähige Verbindungen zwischen beruflicher Bildung und Hochschulstudium nur in Ansätzen bestehen.
Zwischen den Bildungsbereichen besteht eben eher ein Konkurrenz- als ein Kooperationsverhältnis. Das Ansinnen, schulisch getragene Ausbildung nach dem dualen Prinzip besser anrechnungsfähig zu machen oder deren Absolventen zur Kammerprüfung zuzulassen, wird eher als Angriff auf bewährte Strukturen, denn als Chance gesehen, beide Systeme besser miteinander zu verknüpfen.
Ähnliches gilt für das Verhältnis von Berufsbildung und Hochschulstudium. Die gestufte Studienstruktur (Bachelor- und Masterstudiengänge) und das europäisch orientierte Leistungspunktesystem für Hochschulen (ECTS) werden nicht mutig als Chance genutzt, breitere Verbindungswege zwischen anspruchsvoller beruflicher Aus- und Weiterbildung und Studium zu bauen oder gar Gleichwertigkeiten durch angemessene Anrechnung und Gleichstellung anzuerkennen. Beide Seiten nehmen sich vielmehr als Konkurrenten um Schulabgänger und weiterbildungsaktive Berufstätige wahr und sind nur bedingt kooperationsbereit.
In Qualifikationsrahmen werden vergleichbare Kompetenzen prinzipiell als gleichwertig eingestuft. Die Beschreibung und Bewertung der Kompetenzen erfolgt dabei unabhängig davon ob sie an Hochschulen, in einem geregelten Weiterbildungsgang, einer dualen oder schulischen Berufsausbildung oder durch Lernen im Arbeitsprozess erworben wurden. Auch dies legt nahe, in Deutschland mehr Menschen durch berufliche Bildung auf höchstem Niveau zu qualifizieren.
Schließlich kollidieren Qualifikationsrahmen und Leistungspunktesysteme scheinbar mit dem Berufsprinzip. Eine Berufsausbildung soll umfassende fachliche, methodische, soziale und personale berufliche Handlungsfähigkeit in breit angelegten national einheitlichen Berufen vermitteln. Qualifikationsrahmen erfordern aber die Definition und gegebenenfalls auch die Anrechnung von Kompetenzen und Qualifikationen, die Teile einer solchen Berufsausbildung oder einer breiter angelegten beruflichen Weiterbildung sind. In nach Niveaustufen gegliederten Qualifikationsrahmen würden zudem anerkannte Ausbildungsberufe - je nach Anforderungsniveau - unterschiedlichen Kompetenzstufen zugeordnet. Die Gleichwertigkeit der Abschlüsse würde als Fiktion offengelegt.
Vor diesem Hintergrund schwankt die deutsche Debatte zwischen ängstlicher Abwehrhaltung und grundsätzlicher Infragestellung der bisherigen Strukturen.
Notwendig ist aber eine kritisch-konstruktive Bereitschaft zu mehr Flexibilität der Wege durch Ausbildungsstufen und Ausbildungsbausteine. So könnten Lernorte und Bildungsgänge in allen Bildungsphasen und auf allen Ebenen des Bildungssystems flexibler und leichter miteinander verknüpft werden.
Wir können dabei auf ein überschaubares System von breit angelegten anerkannten Aus- und Fortbildungsberufen zurückgreifen. Dies ist international gesehen ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil. Daran sollte als Orientierung für die Beschreibung von national und international besser verwertbaren und anrechnungsfähigen Kompetenzen festgehalten werden. Zugleich sollte dies einvernehmliches Ziel auch von stufen-    oder bausteinförmig angelegten Bildungswegen bleiben.
Die Spielräume und Grenzen für eine derart breite, aber wohl notwendige und langfristig angelegte Reform der Berufsbildung bestimmen wir oder genauer formuliert die in Bund, Ländern und Sozialparteien Verantwortlichen:
Sind wir bereit, lange gepflegte Konkurrenzen in konstruktive Kooperationen umzuwandeln?
Sind wir bereit, ohne Scheuklappen Mehr und Neues zu wagen, statt nur Bestehendes besser zu machen?
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Last modified on: November 24, 2006

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