Zusatzqualifikationen in der beruflichen Bildung
Zusatzqualifikationen stellen ein Instrument zur stärkeren individuellen Differenzierung und praxisnahen Flexibilisierung der beruflichen Bildung dar. Sie tragen dazu bei, die Attraktivität der Berufsausbildung zu steigern sowie Aus- und Weiterbildung zu verzahnen. Ziele von Zusatzqualifizierungen sind: horizontale Erweiterungen und Vertiefungen fachlicher Kompetenzen einschließlich gewerke- und berufsfeldübergreifender Kompetenzen, erweiterte und vertiefte Schlüsselkompetenzen in den Bereichen Organisation, Kommunikation und Kooperation sowie vertikal ausgerichtete spezielle Befähigungen wie z. B. Fremdsprachen.
Der mit einer Zusatzqualifikation verbundene Nutzen ergibt sich entsprechend auf der individuellen und betrieblichen Seite ebenso wie auf der bildungspolitischen Ebene. Zusatzqualifikationen sind - neben den gestaltungs-offenen Ausbildungsordnungen - ein strategisches Instrument zur Aktualisierung, innovativen Ausgestaltung und Optimierung der Berufsbildung sowie zur betrieblichen Nachwuchssicherung. Für qualifizierte Absolvent(inn)en eröffnen sich Optionen für eine vielseitige und anspruchsvolle berufliche Tätigkeit und damit
verbunden auch für einen beruflichen Aufstieg, das heißt insgesamt verbesserte Arbeitsmarktchancen und Entwicklungsmöglichkeiten.
In derzeit 12 Modellvorhaben wird ein weites Spektrum differenzierter Zusatzqualifikationen entwickelt und erprobt, das die thematische Vielfalt gegenwärtiger Qualifikationsanforderungen in Industrie, Handwerk und Dienstleistungsbetrieben widerspiegelt.
Fachliche Betreuung im BIBB:
Dr. Dorothea Schemme
Telefon: (0228) 107-1512
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