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Erfahrungsgestütztes Lernen

Erfahrungsgestütztes Lernen. Qualifizierung älterer Arbeitnehmer für CNC und SPS

In weiten Bereichen des Arbeitslebens verlieren Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz, weil sie ein bestimmtes Lebensalter erreicht haben. Aufgrund des immer noch vorhandenen Defizitbildes der Lernfähigkeit im Alter legen Unternehmen nur einen geringen Wert auf die Weiterbildung älterer Mitarbeiter. Insbesondere Qualifizierungsangebote in Verbindung mit neuen Techniken orientieren sich weitgehend am Bild eines jungen Facharbeiters und berücksichtigen nur bedingt die Lernvoraussetzungen und Erfahrungen Älterer bei der didaktisch-methodischen Gestaltung der Wissensvermittlung. In dem Modellversuch wird ein Qualifizierungskonzept für ältere Arbeitnehmer in Metallberufen entwickelt und für den Bereich CNC und SPS erprobt. Wesentlicher Aspekt in der Ansprache der Teilnehmer und der Betriebe sowie in der didaktischen Konzeption ist die Nutzung der Erfahrung und des bereits vorhandenen Fachwissens, um den individuellen und betrieblichen Qualifikationserfolg zu verbessern. Der Lehr-Lernprozess mit älteren Facharbeitern wird erfahrungsorientiert gestaltet, indem ein allgemeiner didaktischer Rahmen erstellt wird, der die altersspezifischen Besonderheiten berücksichtigt und an bereits vorhandenen Erfahrungen ansetzt. Im Sinne des Kompetenzlernens wird das vorhandene Fachwissen in die Qualifizierungsmaßnahmen integriert. Ein Qualifizierungskonzept für Ältere bedeutet nicht, dass die Maßnahmen altershomogen durchgeführt werden sollten. Zur besseren Integration Älterer und der Unterstützung des Erfahrungstransfers ist es sinnvoll, die Qualifizierung in altersheterogenen Gruppen durchzuführen. Ergänzend zu den jeweiligen Fortbildungsbausteinen werden die Ausbilder der Unternehmen in Workshops geschult.

Es reicht jedoch nicht aus, isolierte Qualifizierungsmaßnahmen für Ältere zu entwickeln. Sinnvoll ist die Einbettung in ein umfassendes Personalentwicklungskonzept für ältere Mitarbeiter, welches Aspekte des erfahrungsorientierten Lernens beinhaltet. Die bewusste Einbindung älterer Mitarbeiter bzw. deren Erfahrungen und alterspezifische Fähigkeiten zur Steuerung organisationsbezogener Arbeits- und Reflexionsprozesse kann eine Beschleunigung betrieblich erforderlicher Veränderungsschritte bewirken. Personalentwicklung muss sicherstellen, dass alle Beschäftigten bis zu einem angemessenen Alter den steigenden und sich wandelnden beruflichen Anforderungen gerecht werden, diese Entwicklung verantwortlich mittragen und aktiv unterstützen können. Dafür wurde ein Leitfaden erstellt, der Unternehmen Anregungen für eine umfassende Förderung und Nutzung des Potentials erfahrener Mitarbeit gibt. Beispielhaft werden u.a. Modelle eines veränderten Einsatzes älterer Mitarbeiter als Mentor, Coach, Berater oder Moderator vorgestellt. Weiterhin gibt der Leitfaden Anregungen zu einer flexibleren Handhabung der Lebensarbeitszeit und einer Neugestaltung des Berufsausstiegs.

Durchführungsträger: Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft. e.V., Tel. 069-95808-270

 

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Last modified on: November 22, 2006

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