Berufsbildung als Instrument
Berufsbildung als Instrument strategischer Unternehmensführung
Anhand des abgeschlossenen Modellversuchs konnte gezeigt werden, wie eine bedarfsgerechte und effizient organisierte betriebliche Berufsbildung
notwendige Veränderungsprozesse in Unternehmen mitgestalten und durch Nutzung vorhandener innerbetrieblicher Aus- und Weiterbildungsressourcen unterstützen kann. Der Modellversuch wurde durchgeführt am Beispiel zweier Unternehmen mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Gontermann-Peipers GmbH (GP) und SMS Schloemann Siemag Aktiengesellschaft (SMS).
Bei SMS ermittelte der Fachbereich der betrieblichen Bildung in Zusammenarbeit mit der Fertigungsleitung den Bedarf an Zusatzqualifikationen. Es wurden Schwerpunktbereiche der Produktion festgelegt, bei denen Qualifizierungsbedarf bestand und drei Fertigungsbereiche ausgewählt. Neben der Erweiterung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen war die Förderung von Kostenbewußtsein und Kostenverantwortung ein zentrales Thema. Referententeams wurden aus Mitarbeitern des eigenen Hauses gebildet. Jeder Teilnehmer der Pilotgruppe sollte alltägliche Erfahrungen und Vorschläge aus dem unmittelbaren Erfahrungsbereich einbringen können. Im Konzept "Mitarbeiter schulen Mitarbeiter" fand ein Prozess der Aktivierung eigener verborgener Ressourcen statt, bei dem der Fachbereich Berufsbildung als Koordinator, Impulsgeber und Berater eine Rolle spielte. Die Teilnahme von Ausbildern an den Schulungen, die im gewohnten Produktionsfeld stattfanden, garantierte einen Transfer wichtiger Qualifizierungsinhalte in die Erstausbildung.
Bei GP wurde die Teilnahme an Schulungen in den Personalunterlagen vermerkt, bei SMS wurde für jeden Pilotbereich ein Qualifizierungspass erstellt. Man verzichtete auf eine Zertifizierung, um den bürokratischen Aufwand gering zu halten.
Durchführungsträger: SMS Demag Aktiengesellschaft, Tel.: 02733/29-2223




