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20/ 2003
Bonn, 05.06.2003

 

Moderne Berufe rund um's Rad - Start am 1. August 2003!

Berufe rund um's Rad stehen bei Jugendlichen hoch im Kurs: Der/die "Kraftfahrzeugmechaniker/in" gehört seit Jahren zu einem der am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe, und auch die Berufe "Kraftfahrzeugelektriker/in" und "Automobilmechaniker/in" können ansehnliche Ausbildungsquoten vorweisen. Insgesamt werden z.Zt. rund 100 000 junge Menschen in diesen drei Berufen qualifiziert. Am 1. August 2003 werden diese Berufe allerdings verschwunden sein - um sofort neu aufzuerstehen in einem einzigen Beruf, der sie alle integriert - dem/der "Kraftfahrzeugmechatroniker/in"! In ihm vereinen sich Inhalte aus den Bereichen der KfZ-Mechanik und -Elektronik (= Mechatronik) mit um-fangreichen Systemkenntnissen, Service- und Diagnosetätigkeiten und nicht zuletzt Inhalten aus dem Dienstleistungsbereich.

Auf einer Pressekonferenz am 5. Juni 2003 in Bonn stellte der Generalsekretär des Bundesinsti-tuts für Berufsbildung (BIBB), Prof. Dr. Helmut Pütz, gemeinsam mit der Leiterin des BIBB-Vorhabens "Neuordnung Fahrzeugtechnische Berufe", Frau Bärbel Bertram, und Vertretern der Ar-beitgeber ( Horst Vogtmann, Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V., Fred Balsam, Handwerkskammer zu Köln), und der Gewerkschaften (Claus Drewes, IG Metall) die fünf modernen "Berufe rund um's Rad" vor: Neben dem/der "Kraftfahrzeugmechatroniker/in" sind dies die Berufe Zweiradmechaniker/in, Mechaniker/in für Karosserieinstandhaltungstechnik, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in (bisher Karosserie- und Fahrzeugbauer/-in) und Landmaschinenme-chaniker/in (Berufsbezeichnung für den Bereich des Handwerks) bzw. Land- und Baumaschinen-mechaniker/in (Berufsbezeichnung für den Bereich der Industrie).

Notwendig waren die Neuordnungen geworden, weil sich u.a. die Anforderungen an Facharbei-ter/innen im KfZ-Bereich in den letzten Jahren grundlegend verändert haben. Steigende Kundenwün-sche und die damit einhergehende Zunahme von Servicetätigkeiten auf der einen Seite und technologi-sche Entwicklungen der Fahrzeuge auf der anderen Seite mussten Eingang finden in die Ausbildung und erforderten eine Modernisierung der Ausbildungsinhalte.

Wie sehen die Ausbildungsschwerpunkte in den fünf modernen Berufen rund um's Rad aus?

  • Kraftfahrzeugmechatroniker/innen können nach einer gemeinsamen Grundbildung (1. Ausbil-dungsjahr) und Fachbildung (2. Ausbildungsjahr) im 3. Ausbildungsjahrs zwischen vier Schwer-punkten wählen: Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik oder Fahr-zeugkommunikationstechnik. Während der Ausbildung werden sie neben kundenbezogenen Inhal-ten vertraut gemacht mit mechatronischen (d.h. elektronischen und mechanischen) Systemen, die heute zur Ausstattung jedes Fahrzeugs gehören (z.B. Motormanagement, Bremssysteme, Lenksys-teme, Automatikgetriebe, Fahrwerksysteme). In ihrer späteren Berufspraxis sind sie, je nach ge-wähltem Schwerpunkt, zuständig für die Planung, Wartung, Prüfung, Diagnose, Instandsetzung und Ausrüstung von Fahrzeugen und Fahrzeugsystemen.
  • Zweiradmechaniker/innen erwerben in den ersten beiden Ausbildungsjahren gemeinsame Fer-tigkeiten und Kenntnisse und können sich im dritten und vierten Ausbildungsjahr spezialisieren auf die Fachrichtungen "Fahrradtechnik" oder "Motorradtechnik". In beiden Fachrichtungen wird sowohl der Verkauf und die Beratung von Produkten sowie das Herstellen und Instandsetzen von Fahrrädern und Motorrädern nebeneinander vermittelt. In der späteren Praxis halten Zweiradme-chaniker/innen Zwei-, Mehrrad- oder Spezialfahrzeuge instand, bauen sie um oder stellen sie her. Sie ändern u.a. Rahmen und rüsten Fahrzeuge mit Zubehör- oder Zusatzeinrichtungen aus und be-raten Kunden bei Neukauf, Umbau und Reparatur.
  • Mechaniker/innen für Karosserieinstandhaltungstechnik werden nach einjähriger Grundbil-dung mit den fachlichen Inhalten ihres späteren Berufs vertraut gemacht. Dazu gehören u.a. die Beurteilung von Fahrzeugschäden, die Instandsetzung von Karosserien, die Umrüstung von Fahr-zeugen, das Warten, Prüfen und die Einstellung von Fahrzeugen, Systemen und Betriebseinrich-tungen sowie ein umfassender Kundenservice. Schwerpunkt der späteren Tätigkeit in KfZ-Reparaturbetrieben und Spezialwerkstätten sind die Reparatur von Fahrzeugkarosserien und Ka-rosserieteilen.
  • Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/innen (bisher Karosserie- und Fahrzeugbauer/-innen) können sich vor den ersten beiden Ausbildungsjahren mit gemeinsamer Grund- und Fachbildung entscheiden, in welcher der drei Fachrichtungen sie sich im dritten und vierten Ausbildungsjahr spezialisieren wollen: Fachrichtung "Karosserieinstandhaltungstechnik" (Schwerpunkt u.a.: In-standsetzung von Karosserien und Aufbauten, Ausrüsten von Fahrzeugen mit Zubehör), "Karos-seriebautechnik" (Schwerpunkt u.a.: Konstruieren, Herstellen, Instandsetzen und Umrüsten von Karosserien, Gestaltung von Karosserie-Innenbereichen, Restaurieren von "Oldtimern") oder "Fahrzeugbautechnik" . (Schwerpunkt u.a.: Herstellen von Anhängern und Aufbauten für Sonder-fahrzeuge wie z.B. Ladeeinrichtungen, Seilwinden, Ladekräne, Ausrüsten von Fahrzeugen für wechselnde Einsatzgebiete). Ausgeübt wird der Beruf bei Nutzfahrzeugherstellern, Reparaturbe-trieben und Spezialwerkstätten des Karosseriebaus.
  • Landmaschinenmechaniker/innen bzw. Land- und Baumaschinenmechaniker/innen durch-laufen eine Grundbildung (1. Ausbildungsjahr) und anschließend eine 2,5 jährige Fach-bildung. Qualifiziert werden sie dabei u.a. für das Warten, Prüfen, Installieren, Instandset-zen und Umrüsten von Fahrzeugen, Maschinen und Anlagen, die Fehlerdiagnose in me-chanischen, hydraulischen, elektrischen und elektronischen Systemen, die Inbetriebnahme und Bedienung von Fahrzeugen und die Kundenkommunikation. Ihr Arbeitsfeld sind Werkstätten und externe Einsatzstellen von land- und baumaschinentechnischen Fahrzeugen.

Während der Ausbildung, die in allen fünf Berufen 3,5 Jahre beträgt, absolvieren die Jugendlichen eine moderne Prüfungsform - die "gestreckte Abschlussprüfung". Dabei werden die Leistungen der Zwischenprüfung (nach den ersten 18 Ausbildungsmonaten) als Teil 1 der Abschluss- bzw. Gesellen-prüfung bewertet und später, zusammen mit den Leistungen des Teils 2 der Abschluss- bzw. Gesellen-prüfung, in das Gesamtergebnis der Prüfung eingebracht. Diese neue Prüfungsform gilt zunächst bis zum Jahr 2007 zur Erprobung und wird während dieser Zeit durch das BIBB evaluiert.

Die Neuordnung der Ausbildungsberufe erfolgte auf Weisung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung. Unter Feder-führung des BIBB wurde in Zusammenarbeit mit den von den Sozialparteien benannten Sachverstän-digen der Entwurf des Verordnungstextes, des Ausbildungsrahmenplans und der Prüfungsanforderun-gen in anderthalb Jahren erarbeitet.

Last modified on: July 30, 2007

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