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21/ 2003
Bonn, 12.06.2003
"Regionales Gesprächsforum Aus- und Weiterbildung" diskutiert über arbeitsmarkt- und berufsbildungspolitische Fragen in Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler
Wie hat sich der Arbeitsmarkt in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler nach dem Regierungsumzug entwickelt und welchen Beitrag hat die berufliche Aus- und Weiterbildung dabei geleistet? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Vortrags des stellvertretenden Leiters des Arbeitsamtes Bonn, Herrn Manfred Kusserow, auf der diesjährigen Tagung des "Regionalen Gesprächsforums Aus- und Weiterbildung".
Das vom Präsidenten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Prof. Dr. Helmut Pütz, geleitete Gesprächsforum, an dem sich Vertreter aus den Bereichen Stadt und Landkreise, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft beteiligen, traf sich zu seiner diesjährigen Mai-Tagung in der Deutschen Angestellten-Akademie in Bonn. Das gemeinsame Fazit am Ende der Diskussion lautete: Die aktive Wirtschafts- und Strukturförderung im Raum Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler hat einen tiefgreifenden Strukturwandel in Gang gesetzt und neue Arbeitsplätze geschaffen. Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und die Intensivierung der beruflichen Aus- und Weiterbildung sind erforderlich, um gegenwärtig vorhandene Qualifikationslücken zu schließen und den erfolgreich begonnenen Strukturwandel auch zum einem arbeitsmarktpolitischen Vorteil der Region auszubauen.
In der Diskussion wurden die Schwerpunkte skizziert, die für die strukturelle Entwicklung der Region maßgeblich sind. Dazu gehören der Ausbau der Region
- zu einem Wissenschaftsstandort,
- zu einem Kulturstandort,
- zu einem Gebiet mit zukunftsorientierter Wirtschaftsstruktur und
- zu einem Standort für Entwicklungspolitik sowie für nationale und internationale Einrichtungen.
Den Qualifikationsanforderungen, die sich aus diesen strukturellen Entwicklungen ergeben, müsse insbesondere begegnet werden
- mit einer Verstärkung der beruflichen Weiterbildung. Dazu gehören eine größere Transparenz der Weiterbildungsangebote, eine Verstärkung abendlicher Weiterbildungsmöglichkeiten sowie die Öffnung der Hochschulen für die berufliche Weiterbildung;
- mit einem gemeinsamen kontinuierlichen Arbeitsmarktmonitoring zur Früherkennung von regionalem Weiterbildungsbedarf sowie, als langfristigem Ziel,
- mit einem gemeinsam abgestimmten Handlungsprogramm zur beruflichen Weiterbildung.
Geplant sei die Bündelung und Koordinierung der Bildungsangebote verschiedener Initiativen (LernNet), gemeinsame Bildungsgespräche und die Intensivierung des Informationsaustauschs zum Thema "Lebenslanges Lernen".
Kontakt zum "Regionalen Gesprächsforum Aus- und Weiterbildung": BIBB, Dr. Wilfried Brüggemann, Tel.: 0228/107-1132, E-Mail: brueggemann@bibb.de




