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Ausbildungsbetriebsquote

Indikatoren zur betrieblichen Ausbildungsbeteiligung - Ausbildungsbetriebsquote

Name 
Ausbildungsbetriebsquote

Kernaussage
Im Jahr 2008 bilden von den insgesamt 2,06 Mio. Betrieben mit sozialversicherungspflichtig gemeldeten Beschäftigten 0,5 Mio. Betriebe Jugendliche aus. In diesem Berichtsjahr beläuft sich der Anteil der Ausbildungsbetriebe an allen Betrieben (Ausbildungsbetriebsquote):

  • in Kleinstbetrieben    16,6 %
      mit 1 Beschäftigten    4,9 %
      mit 2 Beschäftigten   12,7 %
      mit 3 Beschäftigten   19,9 %
      mit 4 Beschäftigten   26,2 %
      mit 5 - 9 Beschäftigten    35,4 %
  • in Kleinbetrieben    48,6 %
      mit 10 - 19 Beschäftigten  44,8 %
      mit 20 - 49 Beschäftigten  54,5 %
     in mittleren Unternehmen   69,8 %
      mit 50 - 99 Beschäftigten  66,3 %
      mit 100 - 249 Beschäftigten  75,5 %
  • in KMU insgesamt     23,6 %
  • in Großunternehmen    86,6 %
      mit 250 - 499 Beschäftigten  84,3 %
      mit 500 - 999 Beschäftigten  89,0 %
      mit 1000 und mehr Beschäftigten 93,0 %
  • Gesamt      24,0 %

Aktualität
Daten werden ab Oktober des Folgejahres zur Verfügung gestellt.

Bedeutung für die berufliche Bildung
Der Indikator zeigt an, wie groß der Anteil ausbildender Betriebe ist. Er bildet einen Maßstab, um die Beteiligung privater und öffentlicher Betriebe an der beruflichen Ausbildung Jugendlicher und deren Entwicklung zu beurteilen.

Bezugsgrößen
Zähler:
Anzahl der Betriebe, in denen Beschäftigte in Ausbildung nach den Personengruppenschlüsseln 102 und 141 der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit gemeldet sind

Nenner:
Anzahl aller Betriebe mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

Berechnungsformel 


(Bestand an Ausbildungsbetrieben)/(Bestand an Betrieben mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten)  * 100

Mögliche Differenzierungen

  • Betriebsgrößenklassen
  • aggregierte Wirtschaftszweige (WZ 2008)
  • Regionen (Ost-/Westdeutschland, Bundesländer, Arbeitsagenturen

Datenquellen
Betriebsdatei der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit

Stichtag/Betrachtungszeitraum
Der Indikator ist stichtagsbezogen (31.12.) und spiegelt die Situation am Ende des Berichtsjahres wider.

Hinweise zur Güte des Indikators
Die Betriebsdatei der Beschäftigtenstatistik stellt die Grundgesamtheit aller Betriebsstätten in Deutschland mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dar.
Bei der Interpretation ist zu beachten, dass

  • sich der Anteil der Ausbildungsbetriebe im Laufe eines Jahres verändert und der gewählte Stichtag Ende Dezember keine Aussagen über die durchschnittliche Ausbildungsbeteiligung der Wirtschaft innerhalb eines Jahres ermöglicht;
  • die Meldungen zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Ausbildung auch Arbeitgebermeldungen zu Auszubildenden im Gesundheitswesen (z. B. Gesundheits- und Krankenpfleger/-in etc.) enthalten, deren Ausbildungsgänge nicht unter die Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung fallen, was zu einer leichten Verzerrung der Bestandszahlen führt (vgl. die oben genannten Interpretationshinweise zur Ausbildungsquote);
  • bei der Berechnung der Ausbildungsbetriebsquote sämtliche am Stichtag nicht ausbildenden Betriebe berücksichtigt werden, ungeachtet der Tatsache, dass ein erheblicher Teil dieser Betriebe keine Ausbildungsberechtigung hat;
  • die Ausbildungsbetriebsquote keinen Rückschluss auf den quantitativen Umfang der Ausbildung in den ausbildenden Betrieben erlaubt und grundsätzlich im Kontext der Ausbildungsquote betrachtet werden sollte.

Sonstige Interpretationshinweise/(Häufig gestellte Fragen)

Wer wird gezählt?
Gezählt werden alle Betriebsstätten in Deutschland, die sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer/-innen beschäftigen.

Wer wird nicht gezählt?
Nicht gezählt werden Betriebsstätten, die ausschließlich Erwerbstätige beschäftigen, für die keine Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten sind.

Auszug aus: Dionisius, Regina; Lissek, Nicole; Schier, Friedel: Beteiligung an beruflicher Bildung - Indikatoren und Quoten im Überblick. - Bonn, 2012
(Wissenschaftliche Diskussionspapiere / Bundesinstitut für Berufsbildung ; 133)

 

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TROLTSCH, KLAUS: Betriebliche Berufsausbildung als Auslaufmodell? Bemerkungen zu Befunden über das duale Ausbildungssystem. In: ICKING, MARIA (Hrsg.): Die berufliche Bildung der Zukunft. Hausforderungen und Reformansätze. Berlin 2011 (Schriftenreihe zu Bildung und Kultur der Heinrich Böll Stiftung), S. 24-36

TROLTSCH, KLAUS: Regionale Entwicklung der Berufsausbildung. In: BUNDESINSTITUT FÜR BERUFSBILDUNG (Hrsg.): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2010. Bonn 2010a, S. 60-64

TROLTSCH, KLAUS: Ausbildung und Beschäftigung - Ergebnisse der Beschäftigtenstatistik 2008. In: BUNDESINSTITUT FÜR BERUFSBILDUNG (Hrsg.): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2010. Bonn 2010b, S. 191-195

TROLTSCH, KLAUS; WALDEN, GÜNTER; ZOPF, SUSANNE: Im Osten nichts Neues? 20 Jahre nach dem Mauerfall steht die Berufsausbildung vor großen Herausforderungen. Bielefeld 2009

UHLY, ALEXANDRA/TROLTSCH, KLAUS: Duale Berufsausbildung in der Dienstleistungs- und Wissensökonomie. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik 105 (2009) 1, S. 15-32

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Last modified on: 04.01.2012

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