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In
der Ottawa-Deklaration von 1986 betont die
Weltgesundheitsorganisation (WHO), wie wichtig
eine selbstständige, selbstverantwortliche
und persönlich sinnerfüllte aktive
Lebensgestaltung für ein gesundes Älterwerden
ist. Um dieses zu ermöglichen, sind
neben individuellen Kompetenzen und Ressourcen
Anregungen, Anforderungen und Hilfen der
sozialen, räumlichen und infrastrukturellen
Umwelt von entscheidendem Einfluss. Der
vorliegende Bericht geht von diesem erweiterten
Verständnis von Gesundheit aus.
Es
wird zunächst die demografische Situation
umrissen, die von einer steigenden Lebenserwartung
und einer Zunahme des Anteils der alten
und hochaltrigen Bevölkerung wesentlich
geprägt ist. Danach wird dargestellt,
dass Altern ein Prozess ist, der bei differenzierter
Betrachtung seiner Dimensionen (der biologischphysiologischen,
der psychischen und der sozialen) neben
Verlusten auch erhebliche Potentiale und
sogar mögliche Gewinne erkennen lässt.
Auf der Grundlage empirischer Ergebnisse
werden dann wichtige Indikatoren zum Gesundheitszustand
der Älteren, zum Wohlbefinden, zur
Verbreitung von Krankheiten und Funktionseinschränkungen
und zur Pflegebedürftigkeit berichtet.
Es wird betont, dass es bei der medizinischen
Betreuung wichtig ist, über vorliegende
Erkrankungen hinaus, die Auswirkungen von
Einschränkungen, die Möglichkeiten
zur Aufrechterhaltung bzw. Wiedergewinnung
von Selbstständigkeit sowie die Bewältigungsmöglichkeiten
und das Selbsthilfepotential zu berücksichtigen.
Der
Bericht will u.a. deutlich machen, dass
das Veränderungspotential im Alter
vielfach unterschätzt wird, und deshalb
vorhandene Präventionsmöglichkeiten
und Rehabilitationspotentiale noch stärker
genutzt werden sollten.
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