Ausbildungsberufsbezeichnung
Chemielaborant/Chemielaborantin
Ausbildungsbereich
Industrie und Handel
Ausbildungsdauer
3 1/2 Jahre
Struktur des Ausbildungsberufs
Die Ausbildung besteht aus
Die Arbeit in den Laboren hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Der Wandel ist gekennzeichnet durch die schnelle Erweiterung des beruflichen Wissens und Könnens sowie die Entwicklung neuer Technologien ( Biotechnologie, Gentechnik, Informatik, Automatisierung) und durch innovative Arbeitsorganisationsformen. So werden eng umrissene berufliche Fachgebiete zunehmend überwunden und bisher getrennte Tätigkeitsbereiche gekoppelt, die Dienstleitungsorientierung in der Laborarbeit hat einen höheren Stellenwert erhalten, der berufliche Alltag erfordert die Kompetenz zu eigenständiger, vorausschauender und teamorientierter Arbeit sowie zum "lebenslangen Lernen".
Ausgehend von diesen Trends erfolgte die Neuordnung der Berufsausbildung zum Chemielaboranten/zur Chemielaborantin im Rahmen eines neuen, gemeinsamen Berufskonzepts für die Laborberufe im Bereich Biologie, Chemie, Lack. Seine Strukturmerkmale sind eine gemeinsame Basisqualifikation, die sich z.T. über die gesamte Ausbildungszeit erstreckt, eine differenzierte Fachqualifikation für diese drei Berufe sowie eine Differenzierung und Flexibilisierung in der Fachqualifikation durch fachspezifische und fächerübergreifende Wahlqualifikationseinheiten. Auf diese Weise wird die Möglichkeit einer differenzierten, betriebsnahen Berufsausbildung geschaffen, die eine breit angelegte berufliche Kompetenz aufrecht erhält, die Beruflichkeit wahrt und gleichzeitig eine schnelle Anpassung an neue Arbeitsplatzanforderungen gewährleistet.
Bisherige Fachrichtungen (Chemie, Metall, Kohle und Silikat) in der Ausbildung zum Chemielaboranten/zur Chemielaborantin entfallen, da diese Bereiche mit Wahlqualifikationen abgedeckt werden können.
Die in der Ausbildungsordnung enthaltenen Listen der Wahlqualifikationseinheiten dienen
auch als Orientierungsrahmen für die berufliche Fort- und Weiterbildung der
Laborant(inn)en.
Inkrafttreten:
1. August 2000
Ausbildungsprofil
| 1. Berufsbezeichnung
Chemielaborant/Chemielaborantin 2. Ausbildungsdauer 3 1/2 Jahre 3. Arbeitsgebiet Chemielaboranten/innen führen Analysen und Qualitätskontrollen, Synthesen und messtechnische Aufgaben selbständig durch, dabei planen sie die in Laboratorien vorkommenden praktischen Arbeitsabläufe, protokollieren die Arbeiten und werten die Arbeitsergebnisse aus. Bei ihren Arbeiten müssen sie mit hoher Verantwortung insbesondere die Vorschriften und Regelungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz, zum Umweltschutz sowie zur Qualitätssicherung berücksichtigen. Sie besitzen eine breit angelegte naturwissenschaftliche Ausbildung, die es ihnen ermöglicht, in vielen unterschiedlichen Bereichen team- und projektbezogen zu arbeiten. 4. Berufliche Qualifikationen
|
Inhalte der Berufsausbildung
Ausbildungsberufsbild
Die Auswahlliste I umfaßt folgende Wahlqualifikationseinheiten:
Die Auswahlliste II umfaßt folgende Wahlqualifikationseinheiten:
Die Wahlqualifikationseinheit Nr. 9 der Auswahlliste I kann nur in Verbindung mit der Wahlqualifikationseinheit Nr. 3 der Auswahlliste I gewählt werden.
Ihr Ansprechpartner/ Ihre Ansprechpartnerin im BIBB
Liste
der Ansprechpartner für die anerkannten Ausbildungsberufe
Kontakt per Telefon: Wählen Sie bitte 0228 107- und dann die
Durchwahlnummer.
Kontakt per E-Mail: Bitte an [Nachname (Umlaute als ae,oe,ue)]
@bibb.de.
Organisationen, die an der Neuordnung beteiligt waren:
Arbeitgeber
Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung
Adenauerallee 8a
53113 Bonn
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
Postfach 1280
65002 Wiesbaden
Arbeitnehmer
Deutscher Gewerkschaftsbund, Bundesvorstand
Abt. Berufl. Bildung
Burgstr. 29-30
10178 Berlin
IG Bergbau, Chemie und Energie
Hauptverwaltung
Abteilung Berufliche Bildung
Königsworther Platz 5
30167 Hannover
Deutsche Angestelltengewerkschaft
Ressort Bildungspolitik
Johannes-Brahms-Platz 1
20355 Hamburg
Bund
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Ref. II B 6
53107 Bonn
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat 222
Heinemannstraße 2
53175 Bonn
Länder
Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister
der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK)
Lennéstraße 6
53113 Bonn
Hinweise (u.a. Verbindung zu anderen Berufen)
Berufsfeldzuordnung
Berufsfeld VII Chemie, Physik und Biologie
Schwerpunkt A: Laboratoriumstechnik
Berufsklassifikation
Bundesanstalt für Arbeit (BA): 6330,
Statistisches Bundesamt (StBA): 6330
Gemeinsame Basisqualifikationen mit den Ausbildungsberufen Lacklaborant/Lacklaborantin,
Biologielaborant/Biologielaborantin
Infos/Grafiken/Veröffentlichungen
Anerkennungsdatum/Quelle
Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie, Lack vom 22. März 2000, Bundesgesetzblatt Jahrg. 2000, Teil I, Nr. 12, S. 257. Bekanntmachung der Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack Bundesanzeiger Nr. 149a vom 10. August 2000.
Den Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf zum
Chemielaborant/zur Chemielaborantin finden Sie als download-Text auf den Internet-Seiten der Kultusministerkonferenz.| BIBB -
Bundesinstitut für Berufsbildung Friedrich-Ebert-Allee 38, 53113 Bonn Tel 0228/107-0, Fax 0228/107-2977 |
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