aweb_ss.gif (597 Byte) Ausbildungsberufe


Ausbildungsberufsbezeichnung

Elektroniker für Betriebstechnik/Elektronikerin für Betriebstechnik

Ausbildungsbereich

Industrie und Handel

Ausbildungsdauer

3 1/2 Jahre

Struktur des Ausbildungsberufs

Monoberuf mit Differenzierungsmöglichkeiten durch Wahl-Einsatzfelder

Zur Neuordnung von 2003

Dieser Ausbildungsberuf ist der Nachfolgeberuf des bisherigen Ausbildungsberufs Energieelektroniker/Energieelektronikerin. Neu ist die Verstärkung der Kommunikationstechnik. Neu ist ebenfalls die in den Ausbildungsvorschriften verankerte verstärkte IT-Kompetenz, eine betriebswirtschaftliche Kompetenz, das Arbeiten mit englischsprachigen Unterlagen und das Kommunizieren in Englisch.

Wie allen anderen neuen Elektroberufe hat auch dieser Ausbildungsberuf

Inkrafttreten:  01. August 2003

Ausbildungsprofil/Ausbildungsberufsbild 

1. Berufsbezeichnung:

Elektroniker für Betriebstechnik/
Elektronikerin für Betriebstechnik 

2. Ausbildungsdauer:

3 ½ Jahre

Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

3. Arbeitsgebiet:

Elektroniker für Betriebstechnik/Elektronikerinnen für Betriebstechnik montieren Systeme/Anlagen der Energieversorgungstechnik, der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, der Kommunikationstechnik, der Meldetechnik, der Antriebstechnik sowie der Beleuchtungstechnik, nehmen sie in Betrieb und halten sie in Stand. Weitere Aufgaben sind das Betreiben dieser Anlagen.

Typische Einsatzfelder sind Energieverteilungsanlagen und -netze, Gebäudeinstallationen und -netze, Betriebsanlagen, Produktions- und verfahrenstechnische Anlagen, Schalt- und Steueranlagen sowie elektrotechnische Ausrüstungen.

Elektroniker/Elektronikerinnen für Betriebstechnik üben ihre Tätigkeiten unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen selbständig aus und stimmen ihre Arbeit mit vor- und nachgelagerten Bereichen ab. Dabei arbeiten sie häufig im Team. Sie sind Elektrofachkräfte im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften .

4. Berufliche Qualifikationen:

Elektroniker/Elektronikerinnen für Betriebstechnik

  • übernehmen elektrische Anlagen,
  • entwerfen Anlagenänderungen und -erweiterungen,
  • richten Arbeitsplätze/Baustellen ein und räumen sie ab,
  • organisieren die Anlagenerrichtung,
  • überwachen die Arbeit von Dienstleistern und anderen Gewerken,
  • montieren und installieren Leitungsführungssysteme, Informationsleitungen und Energieleitungen einschließlich allgemeiner Versorgungsleitungen,
  • installieren und richten Maschinen und Antriebssysteme einschließlich pneumatischer/hydraulischer Komponenten ein,
  • bauen Schaltgeräte und Automatisierungssysteme zusammen und verdrahten sie,
  • programmieren und konfigurieren Systeme, prüfen die Funktion und die Sicherheitseinrichtungen der Systeme,
  • überwachen und warten Anlagen, führen regelmäßige Prüfungen durch, analysieren Störungen, ergreifen Sofortmaßnahmen und setzen Anlagen in Stand,
  • übergeben Anlagen, weisen Nutzer in die Bedienung ein und erbringen Serviceleistungen,
  • arbeiten auch mit englischsprachigen Unterlagen.

Inhalte der Berufsausbildung:

Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse:

1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,

2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,

3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,

4. Umweltschutz,

5. Betriebliche und technische Kommunikation,

6. Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse,

7. Montieren und Anschließen elektrischer Betriebsmittel,

8. Messen und Analysieren von elektrischen Funktionen und Systemen,

9. Beurteilen der Sicherheit von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln,

10. Installieren und Konfigurieren von IT-Systemen,

11. Beraten und Betreuen von Kunden, Erbringen von Serviceleistungen,

12. Technische Auftragsanalyse, Lösungsentwicklung,

13. Installieren und Inbetriebnehmen von elektrischen Anlagen,

14. Konfigurieren und Programmieren von Steuerungen,

15. Inbetriebnehmen von Anlagen oder Systemen,

16. Technischer Service und Betrieb,

17. Geschäftsprozesse und Qualitätsmanagement im Einsatzfeld.

Die Qualifikationen sind in einem der folgenden Einsatzfelder anzuwenden und zu vertiefen:

1. Energieverteilungsanlagen/-netze,

2. Gebäudeinstallationen/-netze,

3. Betriebsanlagen, Betriebsausrüstungen,

4. Produktions-/ verfahrenstechnische Anlagen,

5. Schalt- und Steueranlagen,

6. Elektrotechnische Ausrüstungen.

Das Einsatzfeld wird vom Ausbildungsbetrieb festgelegt. Es können auch andere Einsatzfelder zugrunde gelegt werden, wenn die zu vermittelnden Qualifikationen in Breite und Tiefe gleichwertig sind.

Ansprechpartner/Ansprechpartnerin im BIBB

Liste der Ansprechpartner für die anerkannten Ausbildungsberufe
Kontakt per Telefon: Wählen Sie bitte 0228 107- und dann die Durchwahlnummer.
Kontakt per E-Mail: Bitte an [Nachname (Umlaute als ae,oe,ue)] @bibb.de.

Arbeitgeber

Arbeitnehmer

Bund

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Scharnhorststr. 34-37
10115 Berlin

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Hannoversche Str. 28-30
10115 Berlin

Länder

Hinweise (u.a. Verbindungen zu anderen Berufen)

Berufsfeldzuordnung 

Infos / Grafiken / Veröffentlichungen 

Anerkennungsdatum / Quelle 

Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen, Bundesgesetzblatt Teil I, Nr. 31 vom 11. Juli 2003, S. 1144
Bundesanzeiger Jg. 56, Nummer 16 a vom 24. Januar 2004

Den Rahmenlehrplan für die Ausbildungsberufe in den industriellen Elektroberufen finden Sie als download-Text auf den Internet-Seiten der Kultusministerkonferenz.


BIBB - Bundesinstitut für Berufsbildung 
Robert-Schuman-Platz 3,
53175 Bonn
Tel 0228/107-0, Fax 0228/107-2977
StartseiteUp