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Allerdings ist der Prozess der Annäherung
bis hin zur Integration beider Ausbildungsgänge eine Herausforderung
für die berufspädagogische und die didaktische Gestaltung
des beruflichen Bildungsprozesses:
In den neuen Ausbildungsgrundlagen für
Altenpflege und Krankenpflege sind zwar Themen und Inhalte
des schulischen Abschnitts der Ausbildung beschrieben – die
praktische Ausbildung aber ist inhaltlich nicht gefüllt,
obwohl sie den größten Teil der Ausbildung in Anspruch
nimmt. Hier fehlen alle nachvollziehbaren Grundlagen, um über
die Praktikabilität einer Integration von Ausbildungsabschnitten
zu entscheiden.
Die schulischen Teile der Altenpflege- und
Krankenpflegeausbildung sind in den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen
nicht „strukturkompatibel“ beschrieben, so daß eine
Entscheidung, welche Ausbildungsabschnitte mit welcher Zielstellung
für das berufliche Lernen gemeinsam vermittelt werden
könnten, auf Vermutungen angewiesen ist.
Vor diesem Hintergrund soll in einem vom BIBB
konzipierten Modellversuch in Brandenburg jetzt die integrierte
Ausbildung von Altenpflege- und Krankenpflegekräften auf
eine berufspädagogisch verlässliche Grundlage gestellt
werden. Altenpflege und Krankenpflege erhalten ein allen modernen
Ausbildungsstandards entsprechendes Curriculum für Schule
und Praxis, das über die fachlichen Unterschiede beider
Berufe keinen Zweifel aufkommen läßt: Altenpflege
erhält ein gerontologisches Profil, während die Krankenpflege
ihren fachlichen Schwerpunkt in der Gesundheitsförderung
findet. Und: Integration findet – im Gegensatz zu allen
traditionellen Konzepten – nicht am Beginn, sondern am
Ende der Ausbildung, in der Anbahnung funktionsfähiger
beruflicher Kooperationen statt.
Die integrierte Ausbildung von Altenpflege-
und Krankenpflegekräften in Brandenburg hat am 4. August
2003 begonnen und wird auf diesem Portal in allen Details dokumentiert
und zur fachlichen Diskussion freigegeben.
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