Seite drucken Seite empfehlen BWP 5/2012

Das neue Anerkennungsgesetz
Rund 2,9 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben in Deutschland, die ihren höchsten beruflichen Abschluss im Ausland erworben haben. Häufig finden sie jedoch keine ihrer Qualifikation entsprechende Beschäftigung. Das neue Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen will hier zu einer verbesserten und einheitlichen Regelung beitragen. Die Beiträge in diesem Heft stellen Hintergründe dar, beschreiben erste Erfahrungen in der Anwendung des neuen Gesetzes und zeigen Perspektiven für weitere Entwicklungen auf.
Mit Blick auf die ersten Erfahrungen in der Praxis weist BIBB Forschungsdirektor Prof. Dr. Reinhold Weiß auf den hohen Beratungsbedarf im Vorfeld und auch während der Anerkennungsverfahren hin, hier ist umfassende fachliche Expertise gefragt. Unter dem Motto „Gleiches Recht für alle“ fordert er, dass das Recht auf Feststellung und Anerkennung von Kompetenzen, wie es mit dem neuen Anerkennungsgesetz eingeführt wurde, nicht nur Personen vorbehalten sein sollte, die einen Abschluss im Ausland erworben haben, sondern für alle Menschen Gültigkeit hat, die berufliche Kompetenzen informell oder non-formal erworben haben.
Weitere Beiträge im Heft befassen sich mit Verbindungslinien zwischen dem DQR und dem Anerkennungsgesetz, einer Positionierung zu Ausbildungsbausteinen aus Gewerkschaftssicht sowie dem Erfolg beruflich qualifizierter Studierender an Fachhochschulen.





