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Drei industrielle Elektroberufe - branchenübergreifend systemrelevant

Elektrotechnische Geräte und Automatisierungsanlagen sind wesentliche Voraussetzung, damit systemrelevante Sektoren arbeitsfähig bleiben. Für das Errichten, Betreiben oder die Instandhaltung all solcher Anlagen und Geräte sind Expertinnen und Experten gefragt, die eine Ausbildung in einem industiellen Elektroberuf absolviert haben.

Drei industrielle Elektroberufe - branchenübergreifend systemrelevant

Die drei am häufigsten ausgebildeten industriellen Elektroberufe sind Mechatroniker/-in (8.454), Elektroniker/-in für Betriebstechnik (6.845) und Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik (2.169). Im Jahr 2018 wurden in Deutschland für diese Berufen insgesamt 17.508 Ausbildungsverhältnisse1 neu abgeschlossenen. Nach einer in der Regel 3,5-jährigen Ausbildungszeit sind sie damit auch die potentiell künftigen Fachkräfte für Anlagen, Aggregate und Geräte, die in systemrelevanten Sektoren zum Einsatz kommen.

In allen Sektoren und Branchen, die zur kritischen Infrastruktur zählen, ob z.B. in der Verkehrstechnik, in Wasserwerken, Anlagen zur Energiegewinnung und -wandlung, Einrichtungen des Gesundheitswesens oder der Ernährungswirtschaft, sind elektrotechnische Geräte und Automatisierungsanlagen wesentliche Voraussetzung zum jederzeit zuverlässigen Funktionieren dieser Sektoren. Was diese Anlagen und Geräte ausmacht, ist das Zusammenwirken mechanischer Bauteile, elektrotechnischer und steuerungstechnischer Komponenten und immer häufiger auch IT-Hard- und Software. Ihre Dimensionen reichen von winzigen Geräten in der Medizintechnik bis hin zu gigantischen Förderanlagen, wie sie in Braunkohletagebauen eingesetzt werden.

Für das Errichten, Ändern, Betreiben, den Service und die Instandhaltung all solcher elektrotechnischer Geräte und Automatisierungsanlagen sind Expertinnen und Experten gefragt, die selbständig oder im Team arbeiten, diese Technik beherrschen, Prozess- und Systemverständnis mitbringen und Probleme lösen können.

Mit Abschluss ihrer Ausbildung in den genannten Berufen erfüllen die Fachkräfte wesentliche Voraussetzungen, um als Elektrofachkräfte eingesetzt werden zu können. Das heißt, sie können selbständig an diesen Anlagen und Geräten arbeiten und diese entsprechend geltender Regeln überprüfen und in Betrieb nehmen.

Profil und Tätigkeitsschwerpunkte:

Die Profile dieser Berufe weisen neben Überschneidungen auch Unterschiede auf. Mechatroniker/-innen sind dabei eher die Allrounder und Troubleshooter, die auch mechanische Bauteile zurichten und montieren. Elektroniker/-innen für Betriebstechnik sind, was ihre Arbeit betrifft, auf die energieversorgungstechnischen Komponenten ausgerichtet, während Elektroniker/-innen für Automatisierungstechnik, wie die Berufsbezeichnung schon zum Ausdruck bringt, steuerungs- und regelungstechnische Systeme betreuen. Letzten Endes sind es aber auch die jeweiligen Unternehmen und Arbeitsplätze, die der Berufsausübung ihre Spezifik geben.

Ausbildungs- und Arbeitsplätze bieten Unternehmen in nahezu allen Branchen und Wirtschaftszweigen, auch solche die als externe Dienstleister in systemrelevanten Sektoren agieren, oder die selbst zur „kritischen Infrastruktur“ gehören, wie z.B. Verkehrsunternehmen, Kommunalbetriebe, Stadtwerke.

Mehr Informationen zu den Berufen sowie zu abhängig vom Wohnort angebotenen Ausbildungs-und Arbeitsplätzen in diesen Berufen bietet die Bundesagentur für Arbeit im BERUFENET.

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    Quelle: „Datenbank Auszubildende“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder.