BP:

Schlagworte A-Z. Bitte wählen Sie einen Anfangsbuchstaben:

 

Informationselektroniker/-innen halten unsere IT-Systeme am Laufen

Das Funktionieren unserer modernen Gesellschaft hängt davon ab, dass eine Flut von Informationen innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde zwischen unzähligen Geräten und Systemen ausgetauscht und verarbeitet wird. Informationselektronikerinnen bzw. Informationselektroniker planen, installieren, konfigurieren, programmieren, reparieren und warten dabei diese IT-Systeme, die zunehmend sämtliche Lebensbereiche durchdringen und verändern.

Informationselektroniker/-innen halten unsere IT-Systeme am Laufen

Wie wichtig dabei der Ausbau und der Erhalt der IT-Infrastruktur ist, wurde spätestens beim Ausbruch der Corona-Pandemie deutlich, als von jetzt auf gleich ein großer Teil der arbeitenden Bevölkerung in das Home-Office umziehen musste. Die Informationselektroniker/-innen sind hierbei die richtigen Ansprechpartner bei einer Vielzahl von Vorhaben und Problemen für Privatleute, Behörden und Unternehmen und somit relevant für das Funktionieren unserer modernen Informationsgesellschaft. Dabei sind sie nicht nur Experten für Bürotechnik und den Internetanschluss. Ihre Expertise reicht von Entertainmentsystemen, Telefon-, SAT-, und Alarmanlagen für den privaten Bereich bis hin zu Glasfaseranschlüssen, Funkanlagen, Netzwerken, und Standardsoftware für Unternehmen. Mit ihrem breit aufgestellten Kompetenzprofil sind sie die gesuchten Fachkräfte, die die Grundlage für eine allumfassende Digitalisierung und Vernetzung schaffen und die IT-Infrastruktur am Laufen halten.

Die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Informationselektroniker/zur Informationselektronikerin findet in den Betrieben, den Berufsschulen und den überbetrieblichen Ausbildungsstätten statt. Eingesetzt und ausgebildet werden die Fachkräfte beispielsweise in Betrieben des Informationstechnikerhandwerks, im Einzelhandel, bei Herstellern von Büro- und Computersystemen, Kabelnetzbetreibern, Telefon- und Mobilfunkanbietern und in IT-System- und Medienhäusern. Dieser Beruf ist genau das richtige für Praktiker/-innen, denen Computer- und Medientechnik Freude bereitet, die gerne technische Probleme lösen, Freude am Erklären und Helfen haben und sich von Mathematik nicht abschrecken lassen. Die Vergütung im ersten Ausbildungsjahr lag im Jahr 2019 durchschnittlich bei 697 Euro, im zweiten bei 761 Euro, im dritten bei 824 Euro und im vierten bei 898 Euro (Quelle: Datenbank Ausbildungsvergütungen des Bundesinstituts für Berufsbildung). Nach der Ausbildung können die Gesellen eine Fortbildung machen (z.B. Informationstechnikermeister/-in, Techniker/in Fachrichtung Informationstechnik oder IT-Projektleiter/-in, IT-Berater/-in, IT-Entwickler/-in, IT-Ökonom/-in im IT-Weiterbildungssystem.

Die Hard- und Software, die von Informationselektroniker/-innen und anderen Elektroniker/-innen betreut werden, nutzen zunehmend dieselben Basistechnologien, was die Grenzen zwischen den verschiedenen technischen Systemen auflöst und die Grenzen zwischen den Berufen verschiebt. Dies wird deutlich beim Bezahlen mittels Smartphone, dem Sehen von Kinofilmen über Streaming-Dienste oder der IP-Telefonie. Als Reaktion auf diese technologischen Veränderungen befindet sich der Beruf der Informationselektroniker/-innen zusammen mit den anderen handwerklichen Elektroberufen in der Neuordnung und wird neu zugeschnitten. Die neuen Ausbildungsordnungen werden voraussichtlich am 01.08.2021 in Kraft gesetzt.