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BIBB REPORT Ausgabe 22/2013

Jugendliche mit Hauptschulabschluss in der betrieblichen Berufsausbildung: Wer bildet sie (noch) aus, welche Erfahrungen gibt es und wie können ihre Chancen verbessert werden?

Christian Gerhards, Klaus Troltsch, Günter Walden

Steigendes internationales Interesse an der betrieblichen Ausbildung in Deutschland lenkt derzeit etwas ab von den Problemen auf dem deutschen Ausbildungsmarkt. Bestimmte Gruppen von Jugendlichen haben weiterhin Schwierigkeiten beim unmittelbaren Einstieg in eine vollqualifizierende Berufsausbildung. Dieser BIBB Report behandelt die Frage, welche Betriebe Jugendliche mit Hauptschulabschluss ausbilden und unter welchen Voraussetzungen dies geschieht. Deutlich wird, dass mehr als jeder dritte ausbildende Betrieb Jugendlichen mit Hauptschulabschluss eine Chance auf Ausbildung bietet, sie unterstützt und damit Vakanzen bei den angebotenen Ausbildungsstellen reduzieren kann.

Einführung

Trotz rückläufiger Zahlen an Schulabsolventinnen- und -absolventen und gleichzeitig steigendem Fachkräftebedarf der Wirtschaft gibt es immer noch eine große Zahl von Jugendlichen, die nach der Schule nicht unmittelbar in eine vollqualifizierende Berufsausbildung münden (vgl. BEICHT/EBERHARD 2013; AUTORENGRUPPE BILDUNGSBERICHTERSTATTUNG 2012; BAETHGE et al. 2007).(01) Dies betrifft vor allem Jugendliche mit Hauptschulabschluss(02) und Jugendliche ohne abgeschlossene Schulausbildung. Beide Gruppen besitzen seit Langem schlechtere Chancen auf dem Ausbildungsstellenmarkt (vgl. TROLTSCH/WALDEN 2012). Gleichzeitig steigt die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen; die Gründe hierfür sind sehr unterschiedlich (vgl. GERHARDS et al. 2012a; TROLTSCH et al. 2012; TROLTSCH et al. 2013).

Für die Zukunft des dualen Systems ist von zentraler Bedeutung, dass künftig verstärkt auch Jugendliche mit Hauptschulabschluss ins duale System einmünden können, damit das duale System weiterhin der wichtigste Bildungsweg zum Erreichen einer qualifizierten Berufsausbildung bleibt (vgl. GERICKE 2013) und zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses für die Wirtschaft beiträgt.

Rückgänge bei neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen

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Trotz Problemen beim unmittelbaren Übergang in eine Berufsausbildung gehören Jugendliche mit Hauptschulabschluss weiterhin zur zweitgrößten Gruppe unter den Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag. Die Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder belegen: der Anteil dieser Jugendlichen mit Neuverträgen ist zwischen 1993 und 2011 um 5,5 Prozentpunkte zurückgegangen (vgl. Abbildung 1). Dennoch befindet sich ihre Ausbildungsbeteiligung aktuell immer noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Als einzige Gruppe deutlich zugenommen hat in diesem Zeitraum nur der entsprechende Anteil an Schulabsolventinnen und -absolventen mit allgemeiner oder fachgebundener Hochschulreife. Auch für die Realschulabsolventinnen und -absolventen war zeitweise ein positiver Trend zu erkennen, der sich seit 2004 allerdings wieder abschwächte und aktuell wieder das Ausgangsniveau von 1993 erreicht. Schulabgängerinnen und
-abgänger ohne schulischen Abschluss bilden unter den Auszubildenden mit Neuabschluss eine konstant kleine Gruppe.

Was die rückläufige Entwicklung des Anteils von Jugendlichen mit Hauptschulabschluss anbelangt, so kann anhand der Zahlen in Abbildung 1 nicht beurteilt werden, ob sich ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz tatsächlich verschlechtert haben. Hierbei sind auch die veränderten Anteile der entsprechenden Schulabschlüsse im allgemeinbildenden Schulsystem zu berücksichtigen. Bildet man die Quotienten aus den Anteilen der Schulabgängerinnen und -abgänger und den Anteilen der Auszubildenden mit dem jeweils gleichen Schulabschluss, so erhält man ein relatives Maß für die ausbildungsbezogenen Partizipationsmöglichkeiten der unterschiedlichen Absolventinnen- und Absolventengruppen. Die Chancen von Jugendlichen mit Hauptschulabschluss, eine duale Ausbildung zu beginnen, haben sich sogar relativ gesehen leicht verbessert, abgesehen von einer Phase von Mitte der 1980er- bis Mitte der 1990er-Jahre (vgl. TROLTSCH/WALDEN 2012, S. 293).

Verminderte Chancen auf unmittelbaren Übergang in Ausbildung

Dies ändert allerdings nichts an den weiterhin längeren Suchphasen beim Übergang von der allgemeinbildenden Schule in eine vollqualifizierende Berufsausbildung (GAUPP et al. 2008). Zwar haben sich seit der Jahrtausendwende die Übergangsprobleme der Jugendlichen von der Schule in die Ausbildung für alle Gruppen verschlechtert (AUTORENGRUPPE BILDUNGSBERICHTERSTATTUNG 2008; BEICHT et al. 2008), da eine wachsende Zahl von ausbildungsinteressierten Schulabgängerinnen und -abgängern einem fallenden Ausbildungsplatzangebot der Betriebe gegenüberstand. Aber besonders häufig ge­lang Jugendlichen mit einem Schulabschluss wie dem Hauptschulabschluss der Einstieg und Abschluss einer anerkannten Berufsausbildung gar nicht mehr. Dies zeigte sich z.B. an der hohen Zahl von Ungelernten, die in ihrem Anteil an der entsprechenden Wohnbevölkerung konstant bei etwa 14% verbleibt (BRAUN et al. 2013). Auch regelmäßig durchgeführte Befragungen von Jugendlichen zum Übergang von der Schule in die Ausbildung zeigen, dass Personen umso weniger erfolgreich sind, je niedriger ihr Schulabschluss ist und je schlechter ihre Noten ausfallen (vgl. FRIEDRICH 2012, BEICHT et al. 2013).

Eingeschränktes Spektrum an Ausbildungsberufen

Nicht nur die Zugangsmöglichkeiten zum dualen Ausbildungssystem generell, sondern auch der Zugang zu vielen Ausbildungsberufen sind seit geraumer Zeit für Jugendliche mit Hauptschulabschluss erschwert. Durch steigende kognitive Anforderungen verengt sich das berufliche Spektrum für Jugendliche mit einem niedrigeren Schulbildungsniveau (TROLTSCH/WALDEN 2012). Ausbildungsberufe mit höheren Anforderungen stehen nur noch schulisch besser qualifizierten Jugendlichen offen. Damit kommt es zu einer starken beruflichen Segmentierung des Berufsausbildungssystems und zu einer starken Verknüpfung zwischen unterschiedlichen Schulabschlüssen und den eingeschlagenen Ausbildungswegen (TROLTSCH/WALDEN 2012; UHLY 2010). Gründe hierfür sind ­insbesondere in den faktisch unterschiedlichen kognitiven Anforderungen in einzelnen Berufen und der betrieblichen Selektionspolitik zu suchen, in der Mindestanforderungen hinsichtlich bestimmter Schulabschlüsse formuliert werden. Ausbildungsbewerberinnen und -bewerber mit Hauptschulabschluss sind daher im Wettbewerb mit den anderen Schulabgängerinnen und -abgängern zwangsläufig im Nachteil.
Demographisch veränderte Rahmenbedingungen auf den Ausbildungsstellenmärkten können für Jugendliche mit schwächeren Schulabschlüssen neue Chancen eröffnen; sie können schneller als bisher in eine betriebliche Ausbildung einmünden.
Die folgenden Auswertungen werden die Frage klären, welche Betriebe Jugendliche mit Hauptschulabschluss derzeit ausbilden und welche Erfahrungen sie mit der Ausbildung dieser Jugendlichen haben. Aus den Ergebnissen werden bildungspolitische Ansatzpunkte abgeleitet, wie sich die Einmündungs- und Ausbildungschancen Jugendlicher mit Hauptschulabschluss verbessern ließen und welche Maßnahmen Betriebe dabei ergreifen könnten. Als Basis werden die Daten des BIBB-Qualifizierungspanels verwendet, zu dem mittlerweile zwei Erhebungswellen aus den Jahren 2011 und 2012 vorliegen.

BIBB-Betriebspanel zu Qualifizierung und Kompetenzentwicklung (BIBB-Qualifizierungspanel)

Das BIBB-Qualifizierungspanel ist eine jährliche Wiederholungsbefragung von 2.000 Betrieben, mit der repräsentative Längs- und Querschnittdaten zum Qualifizierungsgeschehen von Betrieben in Deutschland erhoben werden. Das BIBB-Betriebspanel wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Zusammenarbeit mit TNS Infratest Sozialforschung durchgeführt. Weiterführende Informationen zu Publikationen finden sich unter http://www.bibb.de/qp. Informationen zum Untersuchungsdesign (vgl. GERHARDS et al. 2012b).

Betriebe mit Jugendlichen mit Hauptschulabschluss

Strukturmerkmale
Auf Einzelbetriebsebene liegen bislang keine Informationen vor, welche Schulabsolventeninnen und -absolventen von welchen Betrieben als Auszubildende neu eingestellt werden. Daher wurden die Betriebe in den Erhebungswellen 2011 und 2012 des BIBB-Qualifizierungspanels gefragt, über welche schulische Vorbildung die Jugendlichen mit neu abgeschlossenen Ausbildungs­verträgen verfügen. Hierbei ist von besonderem Interesse, in welchen Betrieben Jugendliche mit Hauptschulabschluss besonders häufig ausgebildet werden.4
Eine Differenzierung nach zentralen Betriebsmerkmalen ergibt folgendes Bild (vgl. Abbildung 2 und Hinweis auf Berechnungsverfahren): Unterschieden nach Ost- und Westdeutschland zeigt sich, dass der durchschnittliche Anteil Jugendlicher mit Hauptschulabschluss unter den neu eingestellten Auszubildenden pro Betrieb im Westen (30%) höher ausfällt als im Osten (18%). Dies ist Ausdruck dafür, dass in den neuen Bundesländern dieser Schulabschluss nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Verfahren zur Berechnung der Anteile der Schulabschlüsse nach Betriebsmerkmalen
Zur Berechnung der Anteile der Schulabschlüsse bei neu eingestellten Auszubildenden stehen für jeden Betrieb die Angaben zu den Schulabgängerinnen und -abgängern nach Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialabschluss sowie zu Jugendlichen ohne Schulabschluss zur Verfügung. Diese Zahlen werden auf die Gesamtzahl der neu eingestellten Auszubildenden für diesen Betrieb prozentuiert (Summe = 100%). Für die unterschiedlichen Betriebsmerkmale werden dann die Durchschnittswerte in der betreffenden Gruppe für diese vier Anteilswerte angegeben.

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Differenziert nach Betriebsgröße zeigt sich, dass es besonders kleinere Betriebe sind, die Jugendliche mit Hauptschulabschluss einstellen. In Kleinstbetrieben mit bis zu 19 Beschäftigten haben durchschnittlich über ein Drittel der neu eingestellten Auszubildenden einen Hauptschulabschluss (35%), während es in mittelgroßen Betrieben mit Beschäftigtenzahlen zwischen 20 und 199 Beschäftigten durchschnittlich rund jede/-r fünfte Auszubildende ist (22% bzw. 18%). In Großbetrieben ab 200 Beschäftigten haben im Durchschnitt nur noch 16% der neuen Auszubildenden einen Hauptschulabschluss.

Starke Unterschiede in der Ausbildungspraxis von Betrieben in Bezug auf Jugendliche mit Hauptschulabschluss ergeben sich auch differenziert nach der Branchenzugehörigkeit der Betriebe (vgl. Abbildung 2). Den größten Anteil Jugendlicher mit Hauptschulabschluss unter den neu eingestellten Auszubildenden pro Betrieb gibt es mit 42% bei Betrieben aus dem Bereich der sonstigen Dienstleistungen, also Beherbergungs-, Gaststättengewerbe, Informations-, Kommunikationsgewerbe, Verkehrs- und Lagereigewerbe sowie personenbezogene Dienstleistungen wie Friseur, Wäscherei etc. Deutlich geringer mit 34% bzw. 26% fällt der durchschnittliche Anteil im produzieren­den und verarbeitenden Gewerbe sowie im Handel und im Reparaturgewerbe aus. Die Aufnahmebereitschaft für Jugendliche mit Hauptschulabschluss liegt bei Betrieben mit unternehmensnahen Dienstleistungen bei lediglich 11%. Bei den öffentlichen Dienstleistungen (öffentliche Verwaltung, Sozialversicherung, Gesundheits-, Erziehungs- und Unterrichtsbereich) wird nur noch ein Anteil von 7% erreicht.

Unterschieden nach Kammerzugehörigkeit zeigt sich, dass Handwerksbetriebe überdurchschnittlich oft Jugendliche mit Hauptschulabschluss unter den neu eingestellten Auszubildenden haben. Während hier die Quote 38% beträgt, sind es bei Betrieben der Industrie und des Handels nur 24%.

Fasst man die ausbildenden Betriebe nach ihrem jeweiligen Anteil von Jugendlichen mit Hauptschulabschluss an den neu eingestellten Auszubildenden zu drei unterschiedlichen Gruppen zusammen (vgl. Hinweis zur Klassifikation auf S. 6), ergibt sich hinsichtlich der genannten Strukturmerkmale folgendes Bild (vgl. Abbildung 3):

In Ostdeutschland ist der Anteil von Betrieben ohne Jugendliche mit Hauptschulabschluss unter den neu eingestellten Auszubildenden besonders groß (79% gegenüber 62% im Westen); in Westdeutschland bilden deutlich mehr Betriebe (24%) ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss aus als in Ostdeutschland (16%). Betriebe, die überhaupt keine Jugendlichen mit Hauptschulabschluss ausbilden, sind in allen Betriebsgrößenklassen etwa gleich stark vertreten (62% bis 70%). Allerdings nimmt mit zunehmender Betriebsgröße der Anteil der Betriebe deutlich ab, die ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss ausbilden. Während der Wert bei Kleinstbetrieben unter 20 Beschäftigten bei 32 % liegt, sind es bei Betrieben zwischen 20 und 99 Beschäftigen 16% und bei Betrieben ab 100 bzw. ab 200 Beschäftigten nur noch jeweils 4%.

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Verfahren zur Klassifikation des Anteils Jugendlicher mit Hauptschulabschluss bei Betrieben mit neu eingestellten Auszubildenden für das Ausbildungsjahr 2010/2011 Zur Klassifikation des Anteils Jugendlicher mit Hauptschulabschluss bei Betrieben mit neu eingestellten Auszubildenden für das Ausbildungsjahr 2010/2011 wurde unterschieden zwischen Betrieben, die gar keine Jugendlichen mit Hauptschulabschluss (0%), einige, d.h. einen oder mehrere Jugendliche mit Hauptschulabschluss (mehr als 0%, weniger als 100%) oder ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss (100%) unter den Neueinstellungen hatten.

Unterschiede ergeben sich hier auch hinsichtlich der Branchen der Betriebe. Die größten Anteile von Betrieben mit einigen oder ausschließlich neu eingestellten Jugendlichen mit Hauptschulabschluss finden sich mit 50% bei Betrieben aus dem Bereich der sonstigen Dienstleistungen sowie mit 44 % bei Betrieben des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes sowie im Handel und im Reparaturgewerbe (34%). Im Bereich unternehmensnaher Dienstleistungen und im Öffentlichen Dienst werden dagegen deutlich seltener ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss ausgebildet (13% bzw. 12%). Nach Kammerzugehörigkeit ergibt sich, dass im Handwerk 47% der Betriebe mit Neueinstellungen von Auszubildenden mindestens einen Jugendlichen mit Hauptschulabschluss haben, während es bei IHK-Betrieben nur 32% sind.

Neue Ausbildungsverträge nach Schulabschlüssen und Berufssektoren

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Inwieweit werden Jugendliche mit Hauptschulabschluss gemeinsam mit Jugendlichen mit Realschulabschluss5 und Studienberechtigten in denselben Berufssektoren ausgebildet? Dazu wurden in Abbildung 4  die Ausbildungsberufe nach gewerblich-technischen und kaufmännisch-verwaltenden Berufssektoren unterschieden (vgl. ­Hinweis zum Berechnungsverfahren auf Seite 4). Im Durchschnitt werden in gewerblich-technischen Ausbildungsberufen deutlich mehr Jugendliche mit Hauptschulabschluss eingestellt (38%) als in den kaufmännisch-verwaltenden Berufen (14%). Bei der weiteren Unterscheidung nach Kammerzugehörigkeit der Betriebe ergibt sich ein ähnliches Bild. Hier schließen Handwerksbetriebe mit 40% wesentlich häufiger Ausbildungsverträge mit Jugendlichen mit Hauptschulabschluss im gewerblich-technischen Bereich ab als dies bei den Handwerksbetrieben mit Ausbildungsstellenangeboten im kaufmännisch-verwaltenden Bereich der Fall ist (20%).7

Unterschiede ergeben sich ebenfalls für den Bereich Industrie und Handel. Hier geben 36% der Betriebe an, Jugendliche mit Hauptschulabschluss als neue Auszubildende für einen gewerblich-technischen Beruf eingestellt zu haben; aber nur 12% der Betriebe waren es, wenn es sich um einen kaufmännisch-verwaltenden Beruf handelte. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist auch, dass sowohl ­Handwerks- wie auch IHK-Betriebe auf vergleichbare Anteile von Jugendlichen mit Hauptschulabschluss bei den Neuabschlüssen in den gewerblich-technischen Ausbildungsberufen kommen.

Zwischenfazit

Die wichtigsten Ausbildungsbetriebe für Jugendliche mit Hauptschulabschluss sind Betriebe, die ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe, im Handel und im Reparaturgewerbe und bei personenbezogenen Dienstleistungen haben sowie Betriebe mit niedrigeren Beschäftigtenzahlen. Das gilt sowohl für Betriebe, die ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss einstellen, als auch für Betriebe, die nicht ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss ausbilden. Die Chancen auf eine Ausbildungsstelle sind für Jugendliche mit Hauptschulabschluss auch dann gut, wenn diese Betriebe in gewerblich-technischen Berufen Nachwuchs ausbilden wollen.8

Erfahrungen von Betrieben mit Jugendlichen mit ­Hauptschulabschluss

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Bewertung der Kompetenzen
Im BIBB-Qualifizierungspanel wurden die Betriebe in der Erhebungswelle 2011 gefragt, inwiefern die neu eingestellten Auszubildenden ihre anfänglichen Erwartungen in Bezug auf verschiedene Kompetenzen im Durchschnitt erfüllt haben und wie die Betriebe diese Kompetenzen nach den ersten Erfahrungen beurteilen. Dabei sollten die Betriebe auf einer Skala von 1 (gar nicht erfüllt) bis 5 (deutlich übertroffen) folgende Kompetenzaspekte ihrer neuen Auszubildenden beurteilen:

  • die geistigen Fähigkeiten, z.B. Intelligenz, schnelle Auffassungsgabe
  • die schulische Vorbildung, z.B. gute schulische Leistungen und Abschlussnoten
  • das berufsbezogene Vorwissen der neu eingestellten Auszubildenden, z.B. theoretisches Vorwissen im Ausbildungsberuf oder auch praktische Erfahrungen im Ausbildungsberuf
  • die Persönlichkeit, z.B. sympathischer Eindruck, sicheres Auftreten
  • die kommunikativen Fähigkeiten, z.B. die Sprachkompetenz und die Ausdrucks­fähigkeit.

Die Beurteilung durch die befragten Betriebe erfolgte für alle neu eingestellten Auszubildenden und nicht differenziert nach Schulabschlüssen. Die Ergebnisse zu dieser Frage können aber wiederum verknüpft werden mit dem betrieblichen Anteil an Jugendlichen mit Hauptschulabschluss an allen neu eingestellten Auszubildenden und somit auch als Indikator für die Beurteilung dieser Gruppe an neuen Auszubildenden dienen (vgl. Hinweis zum Berechnungsverfahren). Dieser Anteil wird wie in vorangegangenen Abschnitten kategorisiert danach, ob es keine, mehrere oder ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss unter den neu eingestellten Auszubildenden gab. Angegeben werden Mittelwerte der durchschnittlichen Kompetenzbeurteilungen für die jeweiligen Gruppen.

Berechnungsverfahren zur Kompetenzbewertung von Hauptschülerinnen und -schülern
Da die Betriebe nicht nach der Kompetenz ihrer Ausbildungsanfänger/-innen mit einer Differenzierung nach Schulabschlüssen gefragt wurden, wurden in einem ersten Schritt Mittelwerte für die verschiedenen Kompetenzen pro Betrieb berechnet. Danach wurden Betriebe wieder danach differenziert, ob unter den neuen Auszubildenden keine, mehrere oder ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss waren. Außerdem wurden für diese drei Betriebsgruppen wieder Mittelwerte der durchschnittlichen Kompetenzbewertungen berechnet. Damit sind Aussagen über die Beurteilungen und die Erwartungserfüllung von neu eingestellten Jugendlichen mit Hauptschulabschluss aus Betriebssicht möglich.
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Differenziert nach neu eingestellten Auszubildenden in gewerblich-technischen und kaufmännisch-verwaltenden Berufen stellen sich die Ergebnisse wie folgt dar (vgl. Abbildung 5 und 6):

Insgesamt fallen die Einschätzungen der Betriebe durchaus zufriedenstellend aus, da z.B. in den Betrieben, die ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss unter den Neuverträgen hatten, die Erwartungen über alle Kompetenzen hinweg im Durchschnitt in etwa erfüllt wurden. Zudem unterscheiden sich die Beurteilungen nicht wesentlich von den Einschätzungen der Betriebe, die keine Jugendlichen mit Hauptschulabschluss eingestellt haben. Damit scheinen sich die anfangs von den Betrieben gehegten Erwartungen auch bei Jugendlichen mit Hauptschulabschluss zu erfüllen.

Allerdings werden in den gewerblich-technischen Berufen die meisten Erwartungen der Betriebe als etwas schlechter erfüllt angesehen, wenn es einige oder ausschließ­lich Jugendliche mit Hauptschulabschluss unter den neu eingestellten Auszubildenden gibt. Besonders den Erwartungen an die geistigen Fähigkeiten wird aus Sicht der Betriebe bei steigendem Anteil Jugendlicher mit Hauptschulabschluss etwas weniger entsprochen. Beim berufsbezogenen Vorwissen ist der Unterschied allerdings umgekehrt; hier werden die Erwartungen - relativ gesehen - in Betrieben, die ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss unter den neuen Auszubildenden hatten, besser erfüllt.

In kaufmännisch-verwaltenden Berufen ist dieser Vorsprung in der Erwartungserfüllung in Betrieben ohne Jugendliche mit Hauptschulabschluss gegenüber Betrieben mit mehreren oder ausschließlich Jugendlichen mit Hauptschulabschluss unter den neu eingestellten Auszubildenden deutlicher und betrifft durchgängig alle erfassten Kompetenzbereiche.
Besonders bei den Einschätzungen zur ­schulischen Vorbildung, zu den kommunikativen und den kognitiven Fähigkeiten geht die Zufriedenheit der Betriebe im Gruppenvergleich zurück. Dies gilt auch für das berufsbezogene Vorwissen. Besonderes Augenmerk verdient das Ergebnis zur Zufriedenheit der Betriebe mit der Persönlichkeit der neuen Auszubildenden, die relativ gesehen überdurchschnittlich hoch den Erwartungen der Betriebe entspricht.

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Zwischenfazit

Die ursprüngliche Vermutung war, dass gerade in Betrieben mit höheren Anteilen an neu eingestellten Jugendlichen mit Hauptschulabschluss die Erwartungen der Betriebe an die Kompetenzen der neuen Auszubildenden insgesamt deutlich weniger erfüllt würden und dies einer der Gründe sein könnte, warum es für Jugendliche mit Hauptschulabschluss schwieriger ist, eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Entgegen dieser Erwartung zeigen die Ergebnisse aber erste Ansatzpunkte für Fördermaßnahmen (z.B. in Form ausbildungsbegleitender Hilfen). Welche Unterstützungsmaßnahmen in den Betrieben bereits angewandt werden, wird in den folgenden Abschnitten behandelt.

Betriebliche Maßnahmen zur Unterstützung der Ausbildung

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Im BIBB-Qualifizierungspanel wurden in der Erhebungswelle 2012 verschiedene Maßnahmen abgefragt, die Betriebe während der Ausbildung durchführen können, um ihre Auszubildenden zu unterstützen. Die entsprechende Frage lautete: "Wenn Sie an Ihre Ausbildung nach BBiG oder HwO denken: Haben folgende Aktivitäten in den letzten drei Jahren zugenommen, abgenommen, sind sie gleich geblieben oder haben sie gar nicht stattgefunden?" Als Vorgaben wurden folgende Möglichkeiten genannt:

  • Besprechung der Arbeitsergebnisse mit Auszubildenden,
  • Innerbetrieblicher Unterricht für alle Auszubildenden,
  • Prüfungsvorbereitung,
  • Erwerb von zertifizierten Zusatzqualifikationen,
  • Förderung von Grundfertigkeiten, z.B. Schreiben, Lesen, Rechnen,
  • Förderung deutscher Sprachkenntnisse,
  • Förderung von Teamarbeit.

Aus diesen Angaben kann ermittelt werden, welche Aktivitäten im jeweiligen Betrieb stattgefunden haben und welche nicht (vgl. Abbildung 7). Differenziert wird im Folgenden erneut nach dem oben beschriebenen kategorisierten Anteil Jugendlicher mit Hauptschulabschluss an den neu eingestellten Auszubildenden.

Am häufigsten werden Besprechungen der Arbeitsergebnisse mit den Auszubildenden, die Vorbereitung von Prüfungen sowie Maßnahmen zur Förderung von Teamarbeit unter den Auszubildenden durchgeführt. Dies erfolgt in den meisten der befragten Betriebe zur Unterstützung der Ausbildung. Generell gilt zudem, dass sämtliche Maßnahmen dann verstärkt durchgeführt werden, wenn es ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss unter den Ausbildungsanfängerinnen und -anfängern gibt. Besonders deutliche Unterschiede gegenüber Betrieben ohne Jugendliche mit Hauptschulabschluss ergeben sich hier mit einer Differenz von 17 Prozentpunkten bei der Förderung von Grundfertigkeiten (75% gegenüber 58%), mit 9 Prozentpunkten bei der Förderung von Teamarbeit und mit je 7 Prozentpunkten beim innerbetrieblichen Unterricht und bei der Förderung deutscher Sprachkenntnisse.

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Strukturmerkmale
Die im vorangegangenen Abschnitt dargestellte Durchführung von Maßnahmen kann in einem weiteren Untersuchungsschritt nach grundlegenden Strukturmerkmalen der Betriebe differenziert betrachtet werden (vgl. Abbildung 8). Herangezogen werden hier erneut die zentralen Strukturmerkmale West/Ost, Branche und Betriebsgröße. Zur Vereinfachung werden in der Abbildung nur noch Betriebe ohne Jugendliche mit Hauptschulabschluss unter den neu eingestellten Auszubildenden mit Betrieben verglichen, die ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss neu eingestellt haben.

Berichtet wird im Folgenden die Nutzung von Maßnahmen durch Betriebe, die ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss ausbilden, im Vergleich zu Betrieben ohne  Jugendliche mit Hauptschulabschluss. Angegeben ist die Differenz zwischen beiden Gruppen in Prozentpunkten: (09)

  • Besprechung von Arbeitsergebnissen erfolgt überdurchschnittlich häufig in ostdeutschen Betrieben (+19 Prozentpunkte), im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe und bei den unternehmensnahen Dienstleistungen (jeweils +9 Prozentpunkte). Mit 9 Prozentpunkten wird in Großbetrieben eher darauf verzichtet.
  • Innerbetrieblicher Unterricht wird nach Angaben der Betriebe bei Jugendlichen mit Hauptschulabschluss verstärkt in allen Branchen - abgesehen von den sonstigen Dienstleistungen - und in allen Betriebsgrößenklassen - ohne Großbetriebe - praktiziert (+9 bis +20 Prozentpunkte).
  • Die Vorbereitung auf Prüfungen als Unterstützungsmaßnahme für Auszubilden­de nutzen besonders häufig Betriebe aus dem Bereich der sonstigen Dienstleistungen (+14 Prozentpunkte), seltener dagegen Betriebe aus dem Handel und dem Reparaturgewerbe oder Großbetriebe (-6 bzw. -7 Prozentpunkte).
  • Der Erwerb von Zusatzqualifikationen wird vor allem gefördert in Betrieben des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes und im öffentlichen Dienst (+12 bzw. +20 Prozentpunkte), bei unternehmensnahen Dienstleistungen (-46 Prozentpunkte) und in Großbetrieben (-20 Prozentpunkte) dagegen we­sentlich seltener.
  • Die Förderung von Grundfertigkeiten erfolgt - abgesehen von den unternehmensnahen Dienstleistungen - in allen Branchen (+10 bis +37 Prozentpunkte) sowie bei kleineren und größeren mittelständischen Betrieben (+20 bis +26 Prozentpunkte) überdurchschnittlich häufig.
  • Deutsche Sprachkenntnisse werden vor allem im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe und bei den sonstigen Dienstleistungen (+14 bzw. +13 Prozent­punkte) sowie bei größeren Betrieben (+5 bis +15 Prozentpunkte) gefördert. Auch hier werden derartige Maß­nahmen von Betrieben aus dem Bereich unternehmensnaher Dienstleistungen wiederum seltener eingesetzt (-51 Prozentpunkte).
  • Die Verbesserung der Teamfähigkeit wird wesentlich häufiger in Ostdeutschland (+29 Prozentpunkte), bei unternehmensnahen Dienstleistungsbetrieben (+21 Prozentpunkte) und in Kleinstbetrieben (+11 Prozentpunkte) als Maßnahme genutzt.

Grundsätzlich werden häufiger Maßnahmen durchgeführt, wenn unter den neuen Auszubildenden ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss sind (vgl. Abbildung 8, letzte Spalte). Dies gilt bis auf die unternehmensnahen Dienstleistungen und die Großbetriebe für alle Branchen und Betriebsgrößenklassen.

Veränderungen in den letzten Jahren

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Ein weiterer wichtiger Untersuchungsaspekt sind Veränderungen in der Nutzung der eben vorgestellten Maßnahmen in den letzten drei Jahren. Im Folgenden wird daher betrachtet, welche Veränderungen bei diesen Maßnahmen innerhalb eines Betriebs stattgefunden haben (vgl. Abbildung 9).

Als Erstes lässt sich festhalten, dass alle Maßnahmen in allen drei Gruppen von Ausbildungsbetrieben mehr zu- als abgenommen haben. Besonders starke durchschnittliche Zunahmen mit 27 und mehr Prozent gibt es bei der Besprechung von Arbeitsergebnissen, der Förderung von Teamarbeit, bei der Prüfungsvorbereitung und beim innerbetrieblichen Unterricht.

Unterschieden wird im Folgenden wiede­rum nach Betrieben mit unterschiedlichen Anteilen an Jugendlichen mit Hauptschulabschluss (vgl. Hinweis zum Klassifikationsverfahren auf Seite 6). Besonders starke Zuwächse bei Betrieben mit ausschließlich Jugendlichen mit Hauptschulabschluss gibt es bei der Prüfungsvorbereitung (35% mit Zunahme), der Förderung von Grundfertigkeiten (34% mit Zunahme) und der Teamarbeit (31% mit Zunahme). Vergleicht man die Zunahmen innerhalb einzelner Maßnahmen, und zwar die Betriebe, die ausschließlich Jugendliche mit Hauptschulabschluss bei den Ausbildungsanfängerinnen und -anfängern haben, mit der Zunahme von Betrieben, die dort gar keine Jugendlichen mit Hauptschulabschluss haben, und bildet die Differenz, so zeigt sich: Deutlich häufiger werden in Betrieben mit Jugendlichen mit Hauptschulabschluss Förderungen von Grundfertigkeiten und deutschen Sprachkenntnissen ausgeweitet (je +11 Prozentpunkte) sowie Prüfungsvorbereitungen ausgebaut (+7 Prozentpunkte). Deutlich seltener nehmen dagegen die Besprechung von Arbeitsergebnissen und die Maßnahmen zum Er­werb von Zusatzqualifikationen zu (-5 bzw. -8 Prozentpunkte).

 

Ausbildungsbereitschaft und -intensität von Betrieben

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Fragestellungen und Untersuchungsmodelle
Im Folgenden soll im Rahmen eines multivariaten statistischen Modells abschließend untersucht werden, von welchen betrieblichen Rahmenbedingungen und betriebsinternen Einflüssen die Ausbildung Jugendlicher mit Hauptschulabschluss auf Einzelbetriebsebene abhängt. Dies kann unter verschiedenen Aspekten bearbeitet werden. Die zentralen Fragen lauten:

  • Welche betrieblichen Faktoren beeinflussen die Bereitschaft von Betrieben, Jugendliche mit Hauptschulabschluss in ihrem Betrieb auszubilden (Modell 1)?
  • Welche betrieblichen Faktoren beeinflussen das Ausmaß, gemessen am Anteil an neu eingestellten Jugendlichen mit Hauptschulabschluss, am stärksten (Modell 2)?

Zunächst wurde analysiert, von welchen Einflussfaktoren die Bereitschaft, Ausbildungsverträge mit Jugendlichen mit Hauptschulabschluss abzuschließen, grundsätzlich abhängt und welche Faktoren hier positiv wirken (Modell 1). Dieses erste Modell wird mit Hilfe einer logistischen Regression geschätzt. Abhängige Variable in diesem Modell ist die Bereitschaft, Jugendliche mit Hauptschulabschluss auszubilden, gemessen daran, ob Neueinstellungen von Auszubildenden mit Hauptschulabschluss erfolgt sind oder nicht. In einem weiteren Schritt wird untersucht, wie stark ausgeprägt diese betriebliche Bereitschaft ist, gemessen am Anteil an Neuabschlüssen mit Jugendlichen mit Hauptschulabschluss (Modell 2). Dieses zweite Modell untersucht mittels einer Fractional-Logit-Regression Einflussfaktoren auf den Anteil an neu eingestellten Jugendlichen mit Hauptschulabschluss (abhängige Variable).
Hintergrund ist jeweils die Frage, in welchen Betrieben und aufgrund welcher Faktoren Potenziale für Zusatzkapazitäten zur Ausbildung Jugendlicher mit Hauptschulabschluss existieren. Aus den Ergebnissen zu beiden Fragestellungen und Untersuchungsmodellen lassen sich für die Berufsbildungspraxis relevante Schlussfolgerungen ableiten.

Ausgewählte Einflussfaktoren

Zentrale Einflussfaktoren auf das Einstellungsverhalten der befragten Betriebe werden sich vermutlich direkt auf die Ausbildung der Betriebe und auf ihre Erfahrungen mit der Besetzung von Ausbildungsstellen beziehen. Zu diesem Zweck werden als Einflussfaktoren aufgenommen,

  • ob Betriebe unbesetzte Ausbildungsstellen haben und/oder von vorzeitig gelösten Ausbildungsverträgen betroffen sind.

Eventuell verbessern sich die Ausgangschancen für Jugendliche mit Hauptschulabschluss, wenn Betriebe die Erfahrung machen, die gewünschten Schulabsolventinnen und -absolventen mit der geforderten schulischen Vorbildung nicht zu bekommen und ihre angebotenen Ausbildungsstellen nicht besetzen zu können. Hier könnte sich allerdings auch der umgekehrte Zusammenhang ergeben, d.h., dass die Ausbildung eingeschränkt oder eingestellt würde. Das Gleiche gilt für Erfahrungen mit der vorzeitigen Lösung von Ausbildungsverträgen. Hier könnten sich positive wie negative Zusammenhänge zur generellen Bereitschaft, Jugendliche mit Hauptschulabschluss auszubilden, ergeben. Zusätzlich wird als ausbildungsbezogenes dichotomes Merkmal mit aufgenommen,

  • ob sich bei den Ausbildungsberufen, die im Betrieb ausgebildet werden, solche befinden, bei denen auf dem Ausbildungsstellenmarkt Angebotsüberhänge bestehen, da sich zu wenig Jugendliche für diese Ausbildungsmöglichkeiten interessieren.

Diese Ausbildungsberufe sind in der Regel Berufe, in denen noch relativ viele Jugendliche mit Hauptschulabschluss ausgebildet werden und ein positiver Zusammenhang zu erwarten ist. Betriebe bilden häufig nur bei einem entsprechenden Fachkräfte- und Qualifikationsbedarf aus (TROLTSCH/WALDEN 2010). Um diesen Effekt mit aufzunehmen, werden als zentrale Variablen

  • die Einstellung externer Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung bzw. einem vergleichbaren Berufsabschluss sowie die Angaben der befragten Betriebe zu ihrem Qualifikationsbedarf (keiner, geringer, großer) verwendet.
    Bei Letzterem wird ein Vergleich gezogen von Betrieben, die einen mittleren oder hohen Qualifikationsbedarf aufweisen, mit Betrieben, die angegeben haben, derzeit keinen Bedarf zu haben.

In den Abbildungen 7 bis 9 war schon zu erkennen, dass betriebliche Unterstützungsmaßnahmen auf die Neueinstellung Ju­gendlicher mit Hauptschulabschluss einen positiven Effekt haben oder dass die Neueinstellung Jugendlicher mit Hauptschulabschluss zu diesen Unterstützungsmaßnahmen führt. In die Modelle können sinnvollerweise nur betriebliche Fördermaßnahmen einbezogen werden, die einen unmittelbaren Bezug zu Ausbildungsanfängerinnen und -anfängern haben. Dadurch entfallen z.B. Maßnahmen im ­Rahmen der Prüfungsvorbereitung oder der Erwerb von zertifizierten Zusatzqualifikationen. Alle anderen Maßnahmen können in die Modelle aufgenommen werden. Geprüft werden somit Effekte bei Betrieben, die angegeben haben, dass sie die betreffenden Aktivitäten praktizieren, verglichen mit Betrieben, die dies nicht tun. Darüber hinaus werden in die folgenden Untersuchungsmodelle kontrollierende Strukturmerkmale der Betriebe mit aufgenommen, zumal sich schon bei den deskriptiven Auswertungen, wie die Abbildungen 2 und 3 zeigen, wichtige Unterschiede ergeben haben. Dabei handelt es sich um die Betriebsgröße, den Wirtschaftsbereich, die Region (West/Ost) und um die Kammerzugehörigkeit.

Ergebnisse

Was die ausbildungsbezogenen Einflussfaktoren anbelangt, so wird an den Ergebnissen erkennbar, dass sich die Chancen auf einen Ausbildungsplatz für Jugendliche mit Hauptschulabschluss dann verbessern, wenn Betriebe generell Probleme mit der Besetzung ihrer Ausbildungsstellen haben und entweder vollständig oder teilweise keine Interessentinnen und Interessenten für ihre Ausbildungsangebote finden konnten (Modell 1). Hier erhöhen sich im Vergleich zu Betrieben ohne Ausbildungsstellenvakanzen die Chancen für Jugendliche mit Hauptschulabschluss auf das 2,4-Fache. Jugendliche mit Hauptschulabschluss haben besonders hohe Chancen in Betrieben, in denen es zu vorzeitig gelösten Ausbildungsverträgen gekommen ist. Der entsprechende Wert beläuft sich hier auf das 2,1-Fache gegenüber denjenigen Betrieben, die keine Vertragslösungen und keine unbesetzten Ausbildungsstellen haben. Auch der Bedarf an Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung führt zu einer etwas höheren Bereitschaft der Betriebe, Ausbildungsverträge mit Jugendlichen mit Hauptschulabschluss abzuschließen.

Da im Rahmen der Auswertungsverfahren nicht eindeutig geklärt werden kann, ob die von den befragten Betrieben eingesetzten Unterstützungsmaßnahmen Vorbedingung oder Folge der Einstellung Jugendlicher mit Hauptschulabschluss sind, kann in diesem Zusammenhang nur gesagt werden, dass Betriebe mit Jugendlichen mit Hauptschulabschluss unter den neu eingestellten Auszubildenden in einem höheren Maße die Arbeitsergebnisse mit ihren Auszubildenden besprechen und die Grundfertigkeiten fördern als dies in Betrieben ohne Jugendliche mit Hauptschulabschluss der Fall ist.

Die Chancen für Jugendliche mit Hauptschulabschluss auf einen Ausbildungsplatz fallen bei westdeutschen Betrieben, bei Handwerksbetrieben und im Vergleich zum Öffentlichen Dienst, im produzierenden/ verarbeitenden Gewerbe sowie bei den sonstigen Dienstleistungen positiv aus.

Generell spiegeln sich die Ergebnisse zur grundsätzlichen Bereitschaft von Betrieben auch in den Bestimmungsfaktoren zum An­teil an Jugendlichen mit Hauptschulabschluss wider (Modell 2). Wie im vorangegangen Untersuchungsmodell steigt z.B. der Anteil Jugendlicher mit Hauptschulabschluss mit neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen, wenn der Betrieb Vakanzen bei den Ausbildungsstellen aufweist. Der wichtigste Unterschied zu den Ergebnissen des ersten Modells scheint hier im Bereich der Unterstützungsmaßnahmen zu liegen. Besonders förderlich für einen hohen Anteil Jugendlicher mit Hauptschulabschluss scheint zu sein, wenn Betriebe sich in der Förderung deutscher Sprachkenntnisse engagieren. Diese Maßnahme ist offensichtlich weniger für die grundlegende Bereitschaft als vielmehr für das Ausmaß an Ausbildung Jugendlicher mit Hauptschulabschluss förderlich.

Fazit

Die Analysen zeigen, dass etwas mehr als ein Drittel der Betriebe Jugendliche mit Hauptschulabschluss ausbilden. Hohe Anteile Jugendlicher mit Hauptschulabschluss finden sich vor allem in kleineren Betrieben, im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe und im Bereich von Handel und Reparatur. Jugendliche mit Hauptschulabschluss werden dabei schwerpunktmäßig in gewerblich-technischen Berufen ausgebildet.

Eine Durchmischung von Auszubildenden mit unterschiedlichen Schulabschlüssen ist dabei seltener als die Konzentration auf eine bestimmte Absolventengruppe. Bildet ein Betrieb auch Jugendliche mit Realschulabschluss oder Abiturientinnen bzw. Abiturienten aus, so sinken die Chancen Jugendlicher mit Hauptschulabschluss. Betriebe, die Jugendliche mit Hauptschulabschluss ausbilden, sind mit ihren Auszubildenden durchaus zufrieden, auch wenn tendenziell ihre Erwartungshaltung weniger gut erfüllt wird als in Betrieben, die schwerpunktmäßig Jugendliche mit Realschulabschluss oder Abitur ausbilden. Betriebe mit hohen Anteilen Jugendlicher mit Hauptschulabschluss müssen dabei im Schnitt mehr Fördermaßnahmen während der Ausbildung durchführen.

Angesichts der zunehmenden Schwierigkeiten von Betrieben, ihre freien Ausbildungsplätze zu besetzen, und angesichts der ­weiterhin vorhandenen Schwierigkeiten Jugendlicher mit Hauptschulabschluss beim Einstieg in eine betriebliche Ausbildung sollten Betriebe stärker als bisher auch Jugendliche mit Hauptschulabschluss als Zielgruppe ihrer Rekrutierungsstrategien entdecken.

Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen erneut, dass auch Jugendliche mit Hauptschulabschluss zu guten Fachkräften ausgebildet werden können. Betriebe mit Besetzungsproblemen sollten in ihre Ausbildungsgestaltung von vornherein besondere Unterstützungsmaßnahmen integrieren. Es geht hierbei insbesondere um eine individuelle Betreuung durch die Ausbilderinnen und Ausbilder, die Besprechung von Arbeitsergebnissen, zusätzlichen innerbetrieblichem Unterricht und eine intensive Prüfungsvorbereitung.

Über die Ergebnisse der Untersuchung hinausgehend benötigen Betriebe allerdings auch selbst Unterstützung durch öffentliche Förderung. Sinnvoll wären hierbei insbesondere ein Ausbau ausbildungsbegleitender Hilfen und die Schaffung von Beratungsangeboten bei auftretenden Problemen (z.B. drohender Ausbildungsabbruch). Ebenfalls denkbar ist die Unterstützung von Betrieben durch externes Ausbildungsmanagement sowie die Einrichtung von Zusatzunterricht in der Berufsschule und in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten zur Verbesserung der Ausbildungschancen von Jugendlichen mit Hauptschulabschluss.

  • 1 Zum Übergangsbereich zählen teilqualifizierende Bildungsgänge wie Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), berufsvorbereitende Maßnahmen (BvB), Berufsgrundbildungsjahr (BGJ), Berufsfachschule (BFS), Einstiegsqualifizierung (EQ).
  • 2 Zur Vereinfachung ist von Jugendlichen mit Hauptschulabschluss die Rede. Gemeint sind damit alle Schulabsolventinnen und -absolventen mit Hauptschulabschluss oder vergleichbarem Schulabschluss.
  • 3 Zwischen 1993 und 2006 wurden die allgemeinbildenden Schulabschlüsse von Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag, die vor ihrer Ausbildung BGJ, BVJ und andere berufsvorbereitende Maßnahmearten absolviert haben, nicht erfasst. Seit der Umstellung der Berufsbildungsstatistik auf eine Individualerfassung im Jahr 2007 können auch diesen Gruppen allgemeinbildende Schulabschlüsse zugeordnet werden. Für die Abbildung wurden nur die jeweils verfügbaren Angaben zu den allgemeinbildenden Schulabschlüssen verwendet und als Prozentwert ausgewiesen.
  • 4 Alle deskriptiven Auswertungen, die im Folgenden präsentiert werden, wurden mit gewichteten Daten auf Betriebsebene berechnet. Daher ergeben sich Abweichungen beispielsweise gegenüber den Ergebnissen der Vollerhebung der Berufsbildungsstatistik.
  • 5 Zur Vereinfachung ist im Text von Jugendlichen mit Realschulabschluss die Rede, wenn Schulabgängerinnen und -abgänger mit Realschulabschluss oder gleichwertigem Abschluss gemeint sind. 06 Für jede Gruppe (Zeile) wurden die durchschnittlichen Anteile (arithmetisches Mittel über die jeweiligen Angaben pro Betrieb) der jeweiligen Schulabsolventinnen- und -absolventengruppen berechnet.
  • 6 Gesondert sei hier auch nochmals auf den hohen Anteil an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen mit Absolventinnen und -absolventen ohne abgeschlossene Schulausbildung in Handwerksbetrieben hingewiesen, wenn es um den gewerblich-technischen Ausbildungsbereich geht.
  • 7 In diesem Zusammenhang sind auch Genderaspekte von großer Bedeutung (vgl. Beicht/Walden 2012; Ulrich et al. 2013 ). So ist bspw. davon auszugehen, dass in gewerblich-technischen Berufen vor allem männliche Auszubildende anzutreffen sind, in kaufmännisch-verwaltenden Berufen dagegen ein höherer Anteil weiblicher Auszubildender vorherrscht. Auf diese Aspekte kann aber aus Platzgründen nicht weiter eingegangen werden.
  • 8 In der letzten Spalte der Abbildung 8 ist die Anzahl der durchgeführten Maßnahmen als absolute Differenz angegeben.
  • 9 Zur Untersuchung dieser verschiedenen Modelle stehen grundsätzlich unterschiedliche statistische Verfahren zur Verfügung, auf die in diesem Beitrag nicht weiter eingegangen werden kann. Im ersten Untersuchungsmodell wird eine einfache logistische Regression durchgeführt, bei der die Erhöhung oder Verringerung der Chancen untersucht werden, ob ein Betrieb mit Hauptschülerinnen und -schülern einen Ausbildungsvertrag abschließt. Referenzgruppe hier sind Betriebe ohne Hauptschüler/-innen unter den Neuabschlüssen. Das zweite Untersuchungsmodell verwendet eine Fractional-Logit-Regression, die den Einfluss der ausgewählten Determinanten auf die Höhe des Hauptschüleranteils misst und dabei beachtet, dass in vielen Fällen "0" oder "100"-Prozent vorkommen.

Weiterführende Literatur

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