BP:

Schlagworte A-Z. Bitte wählen Sie einen Anfangsbuchstaben:

 

BIBB REPORT Ausgabe 2/2014

Erfolgreich im Beruf? Duale und schulische Ausbildungen im Vergleich

Anja Hall, Elisabeth M. Krekel

Sowohl die duale als auch die schulische Berufsausbildung qualifizieren in Deutschland für eine Tätigkeit auf mittlerer Qualifikationsebene. Doch wie erfolgreich sind die auf unterschiedlichen Ausbildungswegen ausgebildeten Fachkräfte hinterher in ihrem Beruf? Ausgehend von der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 werden subjektive und objektive Faktoren des Berufserfolgs von dual Ausgebildeten mit vollzeitschulisch Ausgebildeten an Berufsfachschulen sowie im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die vermeintlich erkennbaren Unterschiede zwischen dual und schulisch ausgebildeten Frauen nicht auf die unterschiedlichen Ausbildungssysteme zurückzuführen sind.

Ausbildung und beruflicher Erfolg

Für nichtstudienberechtige Absolventinnen und Absolventen galt die duale Ausbildung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO) lange Zeit als Königsweg in eine adäquate Beschäftigung. Daneben hat es immer auch schulische Ausbildungsgänge des sogenannten Schulberufssystems1 gegeben, die zu einem vollqualifizierenden Berufsabschluss führen. Lange Zeit galten sie jedoch "als wichtiges Auffangbecken für Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz im Rahmen des dualen Systems gefunden haben" (BAETHGE/BUSS/LANFER 2003, S. 39), weshalb sie eher eine "Schattenrolle" einnahmen (EULER/SEVERING 2006, S. 83). Erst seit Mitte der 1990er-Jahre haben sie sich - nicht zuletzt aufgrund ihrer gestiegenen quantitativen Bedeutung - "als interessante Alternative zum dualen System entwickelt" (BAETHGE/BUSS/LANFER 2003, S. 39).

Ob die schulische Ausbildung tatsächlich eine "interessante Alternative" zum dualen System darstellt, hängt maßgeblich von der Frage ab, ob der Berufserfolg der schulisch Ausgebildeten mit dem von dual Ausgebildeten vergleichbar ist. Um dieser Frage nachzugehen, wird im Folgenden geklärt, welche Faktoren zum Berufserfolg beitragen und welche Kriterien den Begriff "Berufserfolg" definieren.

Empirische Studien weisen schulischen Ausbildungsgängen gute Berufsperspektiven nach: So verdienen Berufsfachschulabsolventinnen und -absolventen in abhängiger Beschäftigung im Alter von 30 Jahren einen mit dual Ausgebildeten vergleichbaren Nettostundenlohn (vgl. POLLMANN-SCHULT 2006a). Auf der Ebene der Berufe zeigt sich, dass in erster Linie die typischen dualen Frauenberufe, wie Friseurin, Verkäuferin sowie die Hotel-, Gaststätten- und Hauswirtschaftsberufe mit geringeren Einkommenschancen verbunden sind (vgl. HALL 2012); Absolventinnen dieser Berufsausbildungen beziehen daher überdurchschnittlich häufiger Niedriglohn (vgl. HALL 2013) und sind besonders stark von prekärer Beschäftigung betroffen (vgl. DORAU/MAIER/SCHANDOCK 2010). Mit schulischen Ausbildungsgängen gehen des Weiteren höhere Quoten ausbildungsadäquater Beschäftigung einher (vgl. HALL 2010a; KONIETZKA 1999; POLLMANN-SCHULT 2006b). Zudem stellte der OECD-Bericht "Education at a Glance" aus dem Jahr 2004 fest (vgl. BMBF 2004): Erwerbspersonen mit dualer Berufsausbildung weisen in allen Altersgruppen höhere Erwerbslosenraten auf als Erwerbspersonen mit einem Berufsfachschulabschluss.2

Die bisherigen Ergebnisse basieren nicht nur auf unterschiedlichen Daten, Operationalisierungen oder Untersuchungsgruppen, sondern sie beleuchten auch verschiedene Teilaspekte von Berufserfolg. Als Berufserfolg können verschiedene Indikatoren herangezogen werden: Eher objektive Indikatoren wie Einkommen, Niveauadäquanz oder berufliche Position oder eher subjektive Indikatoren wie berufliche Zufriedenheit. Neben dem Bezugskriterium der aktuellen Tätigkeit ist zudem der gesamte Berufsverlauf von Interesse, denn Berufserfolg schließt auch Laufbahnerfolg ein. Berufserfolg kann sich dabei auch an anderen Werten als dem beruflichen Vorankommen ausrichten, z.B. an Arbeitsplatzsicherheit oder guten Arbeitsbedingungen.3

Mit der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 ist es möglich, die verschiedenen Facetten des Berufserfolgs anhand einer einzigen Datengrundlage zu analysieren. Die Analysen beschränken sich auf Erwerbstätige, die über eine duale oder schulische Berufsausbildung als höchsten Abschluss verfügen. Der Berufserfolg wird dabei anhand objektiver und subjektiver Indikatoren operationalisiert.

Bevor die Datengrundlage und das Konstrukt "Berufserfolg" näher beschrieben sowie die Ergebnisse vorgestellt werden, ist es für die Ergebnisinterpretation und -darstellung von zentraler Bedeutung, die Bildungsgänge, die sich im Einzelnen hinter dem Schulberufssystem verbergen bzw. zu vollqualifizierenden Bildungsabschlüssen führen, näher zu beleuchten. Hierzu werden die Daten der integrierten Ausbildungsberichterstattung (iABE) herangezogen.

BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012
Die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 ist eine telefonische, computerunterstützte Repräsentativbefragung von 20.000 Erwerbstätigen in Deutschland, die gemeinsam vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführt wurde. Die Daten wurden von Oktober 2011 bis März 2012 von TNS Infratest Sozialforschung München erhoben. Grundgesamtheit sind Erwerbstätige ab 15 Jahren (ohne Auszubildende). Als Erwerbstätigkeit gilt eine Tätigkeit von regelmäßig mindestens zehn Stunden pro Woche gegen Bezahlung ("Kernerwerbstätige"). Die Daten wurden durch Gewichtung nach zentralen Merkmalen auf Basis des Mikrozensus 2011 an die Strukturen der Grundgesamtheit angepasst. Weitere Informationen zu Konzept, Methodik und Ergebnissen unter www.bibb.de/arbeit-im-wandel.

Zur Bedeutung unterschiedlicher vollqualifizierender Bildungswege

inhalt_Contentseite-MetaBildZoom 14327

Während die duale Ausbildung bzw. die Ausbildung im dualen System bundeseinheitlich auf der Grundlage von BBiG und HwO geregelt und nur in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen möglich ist, ist eine schulische Ausbildung nicht nach der "für die duale Berufsausbildung einheitlichen Berufsbildungsgesetzgebung geregelt, d.h., vor allem die Abschlusszertifikate wurden in ihrem Marktwert nicht tarifrechtlich genormt und arbeitsorganisatorisch nicht als Berufsfelder gefasst, nicht als Baustein also für berufliche Karrierewege" (KRÜGER 1996, S. 259 f.). Anders als eine Berufsausbildung im dualen System setzen diese jedoch vielfach einen mittleren Schulabschluss als Eingangsqualifikation voraus.

Schulische Ausbildungsberufe entstanden insbesondere innerhalb personenbezogener Dienstleistungsberufe. Weiterhin entwickelte sich eine Reihe von Assistenzberufen für Spezialqualifikationen, für die die Betriebe keine Ausbildungstradition besaßen oder die für die Realisierung einer dualen Berufsausbildung zu selten waren (BAETHGE 2003, S. 564). Ähnliches gilt für die Tradition der Gesundheitsberufe (FELLER 2006, S. 290). Die Etablierung schulischer Ausbildungsgänge für hauswirtschaftliche, soziale, versorgende und pflegende Berufe markiert nach FRIESE (2004, S. 14) "den Ausgangspunkt eines spezifisch weiblichen Verberuflichungsprozesses, der sich bis in die Gegenwart durch einen geringen Grad an Professionalisierung, Tarifierung und gesellschaftlicher Statuszuweisung auszeichnet".

inhalt_Contentseite-MetaBildZoom 14360

Die quantitative Bedeutung der unterschiedlichen vollqualifizierenden Bildungsgänge kann systematisch mit der iABE, ausgehend vom Jahr 2005, betrachtet werden.4 Abbildung 1 fasst die verschiedenen Bildungsgänge zusammen, die zu vollqualifizierenden Berufsabschlüssen führen. Insgesamt können vier Segmente unterschieden werden:

  • das duale System nach BBiG/HwO, das rund 330 Ausbildungsberufe - gewerblich-technische und Dienstleistungsberufe - umfasst. Zu den stark besetzten Ausbildungsberufen im Jahr 2013 gehörten: Kaufmann/-frau im Einzelhandel; Verkäufer/-in; Kraftfahrzeugmechatroniker/-in; Bürokaufmann/-frau; Industriekaufmann/kauffrau5
  • die Ausbildung im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen, die unterschiedliche bundes- und landesrechtlich geregelte Bildungsgänge an den verschiedenen Lernorten (z.B. Fachschulen, Schulen des Gesundheitswesens) zusammenfasst6 Zu den stark besetzten Berufen gehören Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Altenpfleger/-in, Erzieher/-in, Physiotherapeut/-in (Krankengymnast/-in), Sozialassistent/-in (vgl. KROLL/SCHIER 2013). Die Ausbildungen erfolgen zwar häufig auch dual, d.h. an Schulen sowie in Betrieben (z.B. Krankenhäusern oder Altenpflegeeinrichtungen), stehen jedoch in Verantwortung des Schulträgers und werden allgemein als Schulberufe bezeichnet (vgl. Konsortium Bildungsberichterstattung 2006).
  • die vollzeitschulischen Ausbildungen an Berufsfachschulen7, bestehend aus vollqualifizierenden Berufsabschlüssen an Berufsfachschulen nach BBiG/HwO und außerhalb BBiG/HwO. Ausbildungen nach Landesrecht (außerhalb BBiG/HwO) erfolgen z.B. in den Berufen Kaufmännische/-r Assistent/-in, Wirtschaftsassistent/-in, oder Technische/-r Assistent/-in für Informatik (vgl. KROLL/SCHIER 2013). Berufe für diese Tätigkeitsfelder können teilweise auch im dualen System erlernt werden (z.B. Bürokaufmann/-frau), weshalb diesem Segment auch eine kompensatorische Funktion zukommt.
  • die Beamtenausbildung im mittleren Dienst, die von Bund, Ländern und Kommunen angeboten wird

Dabei setzt sich das Schulberufssystem aus zwei Segmenten zusammen: der vollzeitschulischen Ausbildung an Berufsfachschulen und der Ausbildung im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen. Diese werden im weiteren Verlauf getrennt betrachtet. Da die Beamtenausbildung einen Spezialfall darstellt, wird dieser nicht weiter berücksichtigt.

Betrachtet man die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger im Jahr 2013, so liegt das Verhältnis der Berufsausbildung im dualen System nach BBiG/HwO mit 497.427 Anfängerinnen und Anfängern zu den Schulberufen bei 2,3:1. Während der Frauenanteil im dualen System bei rund 41 Prozent und im Segment der vollzeitschulischen Ausbildungen an Berufsfachschulen bei knapp über 50 Prozent liegt, handelt es sich bei der Ausbildung im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen primär um Frauenberufe. Hier liegt ihr Anteil bei 78 Prozent (vgl. DIONISIUS/SCHIER/ILLIGER 2014).

Insgesamt haben in den 1990er-Jahren immer mehr Jugendliche eine vollqualifizierende Berufsausbildung außerhalb des dualen Systems begonnen (vgl. KROLL 2009). Im dualen System schwankt die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger dagegen erheblich. Insbesondere die starke Abhängigkeit des dualen Systems von der wirtschaftlichen Entwicklung hat in einigen Jahren zu deutlichen Rückgängen des Ausbildungsplatzangebotes geführt (siehe u.a. TROLTSCH/WALDEN/KRUPP 2010).8 Abbildung 2 gibt die Entwicklung ab dem Jahr 2005 wieder.

Im Vergleich zum Jahr 2005 ist ein deutlicher Einbruch der vollzeitschulischen Ausbildung an Berufsfachschulen zu verzeichnen
(-38,5 Prozent). Im Segment der Ausbildung im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen hat sich der Anteil der Anfängerinnen und Anfänger in den letzten Jahren allerdings kontinuierlich erhöht, sodass eine gestiegene gesellschaftliche Bedeutung dieser Ausbildungsgänge zu konstatieren ist. Aufgrund dieser Entwicklung wird die duale Ausbildung nach BBiG/HwO nicht der schulischen Ausbildung insgesamt gegenüber gestellt. Vielmehr werden die Ausbildung im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen (die teilweise auch "dual" erfolgt, jedoch in anderen Berufen als denen im dualen System) und die Ausbildung an Berufsfachschulen, in der die Ausbildung i.d.R. rein schulisch erfolgt, separat betrachtet. Rund die Hälfte der Ausbildungen im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen sind bundeseinheitlich geregelt; sie qualifizieren zudem für ein wachsendes Beschäftigungsfeld. Im Vergleich dazu sind die landesrechtlich geregelten Bildungsgänge an Berufsfachschulen von einer großen Typenvielfalt geprägt. Die Heterogenität der Bildungsangebote führt zu einer Intransparenz, die eine überbetriebliche, universelle "Codierung von Qualifikationen" seitens der Arbeitgeber, wie sie bei der dualen Ausbildung auf Basis der Ausbildungsordnungen erfolgen kann, erschwert (GEORG/SATTEL 2006, S. 130 f.).

Insgesamt stellt sich somit nicht nur die Frage, ob schulisch und dual Ausgebildete unterschiedlich erfolgreich im Beruf sind, sondern auch, ob es Unterschiede zwischen vollzeitschulischen Ausbildungen an Berufsfachschulen und im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen gibt und ob Letztere aufgrund der oben beschriebenen Merkmale mit einer dualen Ausbildung vergleichbar sind. Um dies zu prüfen, muss nicht nur berücksichtigt werden, dass schulische Ausbildungen mehrheitlich von Frauen und von Personen mit höherer schulischer Vorbildung absolviert werden. Auch das Berufsfeld der Ausbildung hat einen entscheidenden Einfluss für den späteren beruflichen Erfolg am Arbeitsmarkt. Nach Abschluss einer Berufsausbildung und unter Kontrolle von Drittvariablen können erhebliche Lohndifferentiale nach Berufen festgestellt werden, die zum großen Teil eine im Zeitverlauf hohe Stabilität aufweisen (vgl. BLIEN/PHAN/VAN 2010). Es geht hier in erster Linie um den langfristigen Berufserfolg, da sich Differenzen zwischen verschiedenen Berufen und deren Marktverwertbarkeit erst zeigen, wenn über die Erstplatzierung am Arbeitsmarkt, die stark durch das Übernahmeverhalten der Ausbildungsbetriebe bestimmt wird, hinausgeblickt wird (vgl. KRÜGER 2001; WITZEL/HELLING/MÖNNICH 1996).

Dimensionen von Berufserfolg

Berufserfolg ist ein hypothetisches Konstrukt, weshalb es in der wissenschaftlichen Literatur keine allgemein akzeptierte Operationalisierung gibt (vgl. ABELE/SPURK/VOLMER 2011). In der Literatur werden i.d.R. folgende Dimensionen von Berufserfolg unterschieden: Erstens die verschiedenen Komponenten des Berufserfolgs, meist unterschieden in objektive und subjektive Aspekte des Berufserfolgs (vgl. NG/SORENSEN/FELDMAN 2005). Zweitens das Bezugskriterium Arbeit vs. Laufbahn, zur Unterscheidung von kurzfristigem (aktuelle Arbeit) und langfristigem Berufserfolg (Berufslaufbahn). Zum Laufbahnerfolg gehört z.B. auch ein beruflicher Aufstieg (vgl. DETTE/ABELE/RENNER 2004).

Objektive Berufserfolgskriterien umfassen messbare Aspekte, z.B. Einkommen, Berufsposition und Status. Subjektiver Berufserfolg umfasst hingegen die persönliche Beurteilung des beruflichen Erfolgs und wird z.B. als Selbsteinschätzung, Zufriedenheit mit der derzeitigen Arbeit oder der bisherigen Karriere (Laufbahnzufriedenheit) operationalisiert. Generell kann keines der objektiven Erfolgskriterien Berufserfolg in seiner Gesamtheit abbilden. So stellt z.B. das Einkommen ein Erfolgskriterium in der freien Wirtschaft und weniger für den öffentlichen Dienst dar (vgl. ABELE 2002).

Hinzu kommen subjektive Indikatoren des Berufserfolgs, die von Arbeitsmarktbedingungen, vom Berufsfeld, von der Organisation sowie vom Bildungsniveau insgesamt weniger beeinflusst werden (vgl. ABELE/SPURK/VOLMER 2011) und eine eigenständige Bedeutung haben. Bisherige Untersuchungen bestätigen dabei, dass subjektive und objektive Berufserfolgskriterien lediglich moderat positiv miteinander korrelieren und als relativ unabhängig voneinander betrachtet werden können (vgl. DETTE u.a. 2004; NG/SORENSEN/FELDMAN 2005).

In der Literatur werden daher multiple Indikatoren (objektive und subjektive) für die Operationalisierung von beruflichem Erfolg empfohlen, um der Vielfältigkeit des Konstrukts gerecht zu werden (vgl. DETTE/ABELE/RENNER 2004). Dieser Empfehlung folgt die vorliegende Analyse. Die verwendeten Indikatoren werden entlang der Achsen objektiv vs. subjektiv und aktueller Beruf vs. Berufslaufbahn eingeordnet.

Daten und Operationalisierungen

inhalt_Contentseite-MetaBildZoom 14295

Zur Analyse des beruflichen Erfolgs dual und schulisch ausgebildeter Fachkräfte wird die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 verwendet. Ausgehend von den bisherigen Überlegungen wird unterschieden zwischen betrieblicher Ausbildungen nach BBiG/HwO, schulischer Ausbildungen in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen (z.B. Krankenpfleger/-innen, Masseure/-innen und Medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten, Erzieher/-innen und Altenpfleger/-innen) - kurz Gesundheits- und Sozialberufe - sowie sonstigen schulischen Ausbildungen an Berufsfachschulen. Diese unterschiedlichen Ausbildungssegmente sind das zentrale Merkmal dieser Analyse, die getrennt für Frauen und Männer durchgeführt wird. 9

Die Schulbildung wird durch den höchsten Schulabschluss repräsentiert. Hierbei werden drei Niveaustufen unterschieden: Maximal Hauptschulabschluss (inkl. qualifizierender Hauptschulabschluss), mittlerer Abschluss (Realschulabschluss, Mittlere Reife, Fachoberschulreife) sowie Hochschulreife (inkl. Fachabitur).

Um Unterschiede zwischen den Ausbildungssegmenten zu prüfen, werden inmultivariaten Analysen weitere für den beruflichen Erfolg relevante Merkmale kontrolliert. Berücksichtigt wird, ob die Ausbildung in Ostdeutschland abgeschlossen wurde und ob der Abschluss nach dem Jahr 1990 erworben wurde. Um beruflichen Erfolg insbesondere bei Frauen zu untersuchen, ist es weiterhin notwendig, die bisherige Erwerbsgeschichte und den familiären Hintergrund zu kontrollieren, da diese einen Einfluss auf die Berufschancen haben können. Berücksichtigt werden hier Berufserfahrung10, Erwerbsunterbrechungen11 und das Vorhandensein von Kindern. Die erlernten Berufe werden in drei Berufsoberfelder unterschieden: Produktionsberufe sowie primäre und sekundäre Dienstleistungsberufe (Tab. A1 im Anhang).12 Die schulische Vorbildung von Personen, die einem sekundären Dienstleistungsberufe erlernt haben, ist erwartungsgemäß höher als in primären Dienstleistungsberufen bzw. Produktionsberufen, und zwar unabhängig von der Ausbildungsinstitution. Schulisch und dual ausgebildete Erwerbstätige haben zu rund 30 Prozent das (Fach-)Abitur (Tab. A2 im Anhang).

Die Operationalisierungen der Merkmale des beruflichen Erfolgs sind in Abbildung 3 gruppiert entlang der Dimensionen aktueller Beruf vs. Berufslaufbahn und objektiv vs. subjektiv.

Anhang

inhalt_Contentseite-MetaBildZoom 14293
inhalt_Contentseite-MetaBildZoom 14292

Untersuchungsgruppe und Verteilungen

In die Analysen werden nur Erwerbstätige mit einer dualen oder schulischen Berufsausbildung als höchstem Abschluss einbezogen. Personen, die an die Berufsausbildung eine Fortbildung oder ein Studium angeschlossen haben, werden hier nicht berücksichtigt, da Akademikerinnen und Akademikern andere Karrierewege offen stehen als Personen auf mittlerer Qualifikationsebene. Die ungewichtete Stichprobe umfasst dann noch 10.631 Personen, darunter 6.015 Frauen und 4.616 Männer. Unter den Frauen liegt der Anteil mit einem Schulberuf im Bereich Gesundheit/Soziales mit 20,4 Prozent deutlich höher als bei Männern (3,3 Prozent), entsprechend höher als bei Frauen sind die Anteile der Männer mit einer dualen Ausbildung nach BBiG/HwO (90,9 Prozent vs. 71,6 Prozent). Aufgrund der hohen Korrelation zwischen Geschlecht und dem Segment der Berufsausbildung werden die folgenden Analysen getrennt für Männer und Frauen dargestellt. Über die Verteilung aller in die Analysen einbezogenen unabhängigen Variablen nach Geschlecht und Ausbildungsart informiert Tabelle 1.

Hier zeigt sich, dass schulisch ausgebildete Frauen und Männer im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen (Krankenpfleger/-innen, Erzieher/-innen) häufiger das Abitur aufweisen können (25,1 Prozent bzw. 35,4 Prozent) als dual ausgebildete Frauen und Männer (15,5 Prozent bzw. 10,3 Prozent). Frauen und Männer mit dualer Berufsausbildung können zu einem hohen Anteil maximal einen Hauptschulabschluss aufweisen (33,8 Prozent bzw. 47,8 Prozent), was die integrative Funktion des dualen Ausbildungssystems verdeutlicht. Berufe im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen finden sich auch ausnahmslos im Berufsfeld "sekundäre Dienstleistung". Unter dual ausgebildeten Frauen und Männern liegt der Anteil bei lediglich 16,5 Prozent bzw. 6,4 Prozent.15 Die Mehrzahl der dual ausgebildeten Frauen hat einen Beruf im Bereich der primären Dienstleistung erlernt (z.B. Bürokauffrau, Groß- und Einzelhandelskauffrau, Verkäuferin, Verwaltungsfachangestellte, Friseurin etc.). Männer haben mehrheitlich einen Produktionsberuf erlernt. In welchen Berufsfeldern die Ausbildungen jeweils erlernt wurden, ist Tabelle A1 im Anhang zu entnehmen. Im Hinblick auf die Kontrollvariablen unterscheiden sich die Gruppen kaum. Auffallend ist, dass schulisch Ausgebildete seltener ihre Ausbildung in Ostdeutschland und häufiger nach dem Jahr 1990 absolviert haben.

Objektiver und subjektiver Berufserfolg im aktuellen Beruf

inhalt_Contentseite-MetaBildZoom 14238

Was die Erwerbstätigen hinsichtlich ihres individuellen Bruttoeinkommens, ihres Arbeitsverhältnisses und ihrer Berufsposition erreicht haben, ob sie dabei in ihrem Wunschberuf tätig sind und wie zufrieden sie insgesamt mit ihrer Arbeitssituation sind, sind zentrale Indikatoren des Berufserfolgs, die im nachfolgenden für die aktuelle Tätigkeit betrachtet werden.

Folgende objektive Indikatoren wurden herangezogen:

Individuelles Bruttoeinkommen: Der Bruttostundenlohn wurde auf Basis des Bruttomonatsverdiensts, geteilt durch die tatsächliche Wochenarbeitszeit, berechnet.16 Der mittlere Bruttostundenlohn (Median) für Erwerbstätige mit Berufsausbildung beträgt im Schnitt 13,7 Euro in der Stunde.17 Schulisch ausgebildete Frauen und Männer im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen erzielen einen deutlich höheren Stundenlohn (13,8 Euro bzw. 15,4 Euro) als dual ausgebildete Frauen und Männer (12,1 Euro bzw. 14,4 Euro) und Frauen und Männer in sonstigen Schulberufen (12,2 Euro bzw. 14,4 Euro) (Tab. 2).18

inhalt_Contentseite-MetaBildZoom 14236

Unbefristetes Arbeitsverhältnis: Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis gibt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Planungssicherheit und Schutz, da für den Arbeitsgeber besondere Kündigungsfristen und -gründe gelten. Die faktische Aufhebung des Kündigungsschutzes in befristeten Arbeitsverhältnissen setzt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hingegen verstärkt der Marktkonkurrenz aus (vgl. GROß 1999). Ein Vergleich der Ausbildungsformen zeigt, dass die Chance auf eine unbefristete Stelle bei Personen mit sonstiger schulischer Ausbildung deutlich geringer liegt als bei dual Ausgebildeten (Tab. 2).19

Hohe Berufsposition: Frauen und Männer mit dualer Ausbildung erzielen auf hohen Berufspositionen ein deutlich höheres Einkommen als auf anderen Positionen (16,0 Euro bzw. 18,4 Euro vs. 12,4 Euro bzw. 14,1 Euro). Eine hohe Position wird von schulisch ausgebildeten Frauen im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen häufiger erreicht (12,7 Prozent) - insbesondere von Krankenpflegerinnen (16,3 Prozent) - als von dual Ausgebildeten (6,4 Prozent).

Folgende Subjektive Indikatoren wurden herangezogen:

Tätigkeit im Wunschberuf: Im Wunschberuf sind deutlich mehr Frauen und Männer, die einen schulischen Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberuf erlernt haben (87,3 Prozent bzw. 85,8 Prozent) tätig als Erwerbstätige mit dualer Ausbildung (74,4 Prozent bzw. 76,7 Prozent) (Tab. 2). Dies erklärt u. a. auch die höhere Zufriedenheit mit der Art und dem Inhalt der Tätigkeit bei schulisch Ausgebildeten (Tab. 2). Auf die Frage nach der Beschaffenheit des Wunschberufes hin stellten sieben von 15 Testpersonen den Spaß an der Arbeit an vorderste Stelle. Neben "es muss Spaß machen", wurden auch Beschreibungen wie "es muss Freude machen", "eine Tätigkeit, die man gerne ausführt" oder "sein Hobby zum Beruf machen" oder Begriffe wie "spannend", "abwechslungsreich", "interessant", "ausfüllend" und "befriedigend" verwendet.20

inhalt_Contentseite-MetaBildZoom 14234

Hohe Arbeitszufriedenheit: Die Ergebnisse zur Arbeitszufriedenheit sind uneinheitlich (Tab. 2). Unter den Frauen weisen jene mit sonstiger schulischer Ausbildung die höchste Zufriedenheit auf, unter den Männern sind es jene im Gesundheit-, Erziehungs- und Sozialwesen. Die einzelnen Aspekte von Arbeitszufriedenheit wurden in einer Hauptkomponentenanalyse (mit anschließender Varimax-Rotation) zu drei Faktoren verdichtet (Tab. 3). Mit dem ersten Faktor werden Aufstiegsmöglichkeiten, Art/Inhalt der Tätigkeit, Einsatz der Fähigkeiten und Möglichkeiten der Weiterbildung zusammengefasst. Dieser Faktor wird als "Tätigkeit/Weiterbildung" bezeichnet. Mit dem zweiten Faktor "Beschäftigungsbedingungen" werden die Zufriedenheitsangaben zum Einkommen, zur Arbeitszeit, zu den Arbeitsmitteln und zu den körperlichen Arbeitsbedingungen gebündelt. Der dritte Faktor "Betrieb" fasst die Items Betriebsklima und direkter Vorgesetzter zusammen.

Schulisch Ausgebildete Frauen und Männer in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen sind mit ihrer Tätigkeit und den Weiterbildungsmöglichkeiten deutlich häufiger sehr zufrieden als Frauen und Männer mit dualer Ausbildung. Mit den Beschäftigungsbedingungen sind sie hingegen seltener zufrieden als dual Ausgebildete, insbesondere mit den körperlichen Arbeitsbedingungen. Auffallend ist, dass auch seltener als bei dual Ausgebildeten eine hohe Zufriedenheit mit dem Einkommen vorliegt. Der höhere Bruttostundenlohn scheint die ungünstigen Arbeitsbedingungen nicht kompensieren zu können. Insgesamt zufriedener mit den Beschäftigungsbedingungen sind allerdings Frauen, die in sonstigen schulischen Berufen ausgebildet wurden.

Objektiver und subjektiver Berufserfolg im Berufsverlauf

inhalt_Contentseite-MetaBildZoom 14225

Neben der Bewertung der aktuellen Tätigkeit stellt sich die Frage, ob die Erwerbstätigen im Rahmen ihres Berufsverlaufes eine fachadäquate Tätigkeit ausüben, die auch ihrem Qualifikationsniveau entspricht, ob sie beruflich aufsteigen konnten und wie zufrieden sie insgesamt mit ihrem bisherigen Berufsverlauf sind.

Folgende objektive Indikatoren wurden herangezogen:

Fachadäquanz: Unter "Fachadäquanz" wird die inhaltliche Übereinstimmung zwischen erlerntem und ausgeübtem Beruf verstanden. Eine Berufsausbildung wird in der Regel mit dem Ziel begonnen, später eine entsprechend fachadäquate Tätigkeit auszuüben. Treten dennoch berufliche Wechsel auf, müssen diese nicht notwendigerweise mit einer Entwertung der in der Ausbildung erworbenen Qualifikationen und einem beruflichen Abstieg einhergehen. Zur Messung wurde hier ein subjektives Maß verwendet, das eine solche Unterscheidung in graduelle und vollständige Berufswechsel erlaubt (vgl. HALL 2010b). Eine fachadäquate Tätigkeit wird von schulisch ausgebildeten Frauen und Männer in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen deutlich häufiger ausgeübt (86,7 Prozent bzw. 83,2 Prozent) als von Frauen und Männer mit dualer Ausbildung (59,3 Prozent bzw. 63,8 Prozent) (Tab. 4).

Niveauadäquanz: Neben der Fachadäquanz als horizontale Dimension von Ausbildungsadäquanz wird hier "Niveauadäquanz" als vertikale Dimension betrachtet. Diese rekurriert auf die Entsprechung zwischen dem Anforderungsniveau der Tätigkeit und dem Qualifikationsniveau der Ausbildung. Zur Messung des Anforderungsniveaus der Arbeitsplätze wird ein subjektiver Ansatz verwendet, der in der Qualifikationsforschung als besonders valide und zuverlässig gilt (BÜCHEL 1998, S. 68 f). Mit unterwertiger Beschäftigung geht ein Verlust an Einkommen, Beschäftigungssicherheit und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten einher. Eine niveauadäquate Tätigkeit wird von schulisch ausgebildeten Frauen und Männern in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen deutlich häufiger erreicht (92,9 Prozent bzw. 96,4 Prozent) als von Frauen und Männern mit dualer Ausbildung (77,1 Prozent bzw. 87,9 Prozent), was u.a. mit der höheren fachadäquaten Beschäftigung in den Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen zusammenhängt.

Folgende subjektive Indikatoren wurden herangezogen:

Beruflicher Aufstieg: Bei der subjektiven Erfassung eines beruflichen Aufstiegs schätzen die Befragten selbst ein, ob sie ihr bisheriges Berufsleben als beruflichen Aufstieg betrachten. Als Fakten, an denen man einen Aufstieg festmachen kann, werden in einem kognitiven Pretest mehr Gehalt, mehr Verantwortung bzw. Eigenverantwortung, bessere Rahmenbedingungen und ein höheres berufliches Ansehen genannt (vgl. PORST/RAUH/LUTHRINGSHAUSER 2011). Dass die subjektive Einschätzung des bisherigen Berufslebens generell sehr positiv ist, verwundert nicht, denn ".people are no doubt concerned about their career success, they want to be successful and they want to feel successful" (ABELE/SPURK/VOLMER 2011, S. 196). Im Vergleich zeigt sich dennoch, dass Frauen und Männer mit schulischer Ausbildung im Bereich Gesundheit und Soziales ihr bisheriges Berufsleben häufiger als beruflichen Aufstieg beschreiben (48,8 Prozent bzw. 59,3 Prozent) als dual Ausgebebildete (44,5 Prozent bzw. 51,4 Prozent).

Zufriedenheit Berufsverlauf: Neben der aktuellen Arbeitszufriedenheit wurde auch die Zufriedenheit mit dem gesamten Berufsverlauf erfragt. Die Ergebnisse sind analog zur Einschätzung der beruflichen Entwicklung. Frauen und Männer mit schulischer Ausbildung im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen sind mit ihrem bisherigen Berufsleben zufriedener (34,1 Prozent bzw. 31,9 Prozent) als dual Ausgebebildete (28,6 Prozent bzw. 25,4 Prozent).

Die deskriptiven Analysen zeigen, dass erwerbstätige Männer und Frauen mit einer Ausbildung in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen häufiger im Wunschberuf tätig und insgesamt zufriedener mit der Art und dem Inhalt der Tätigkeit sowie ihren Weiterbildungsmöglichkeiten sind als betrieblich ausgebildete Männer und Frauen. Ebenso sind sie häufiger fach- und niveauadäquat beschäftigt. Obwohl sie einen höheren Bruttostundenlohn haben, sind sie mit ihrem Einkommen weniger zufrieden als betrieblich Ausgebildete, die wiederum zufriedener mit ihren Beschäftigungsbedingungen (u.a. Arbeitszeit, Arbeitsmittel, körperliche Arbeitsbedingungen) und dem Betriebsklima sind. Das heißt, Erfolgskriterien, die eher mit der beruflichen Tätigkeit in Verbindung stehen, werden von Ausgebildeten in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen höher eingestuft als von betrieblich Ausgebildeten; bei den Beschäftigungsbedingungen ist dies umgekehrt. Inwieweit die deskriptiven Befunde unter Kontrolle der unterschiedlichen Einflussfaktoren bestehen bleiben, soll im Rahmen multivariater Analysen geprüft werden.

Determinanten beruflichen Erfolgs: Multivariate Erklärungsmodelle

Vorschaubild Tabelle 5

Multivariate Analyseverfahren erlauben es, unterschiedliche Einflussfaktoren konstant zu halten und auf diese Weise Nettoeffekte einzelner Variablen - hier der Einfluss der Ausbildungssegmente - zu identifizieren. Zwar haben die deskriptiven Analysen ähnliche Befunde für Männer und Frauen ergeben, jedoch schließen insgesamt nur wenige Männer Ausbildungen in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen ab. Aus Fallzahlgründen werden deshalb die multivariaten Analysen nur für Frauen durchgeführt.

Zur Schätzung des Einkommens wird ein lineares Regressionsmodell mit dem logarithmierten Bruttostundenlohn als abhängiger Variable geschätzt. Die logarithmierten Löhne folgen so näherungsweise einer Normalverteilung. Ein Vorteil dieser Transformation ist, dass die Regressionskoeffizienten als prozentuale Veränderung bei Veränderung der unabhängigen Variablen um eine Einheit interpretiert werden können (Marginaleffekte). Für alle weiteren Indikatoren beruflichen Erfolgs werden die Marginaleffekte auf Basis logistischer Regressionsmodelle geschätzt, da es sich um binäre abhängige Variablen handelt.

Tabelle 5 zeigt am Beispiel des Einkommens den Modellaufbau der Analysen. In Modell 1 wird zunächst der bivariate Einfluss der Berufsausbildung auf das Einkommen geschätzt. Die Modellschätzung bestätigt zunächst den aus der bivariaten Analyse bekannten Befund: Frauen mit einer schulischen Ausbildung in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen haben ein um 10 Prozent (0.095) höheres Einkommen als betrieblich ausgebildete Frauen. Modell 2 berücksichtigt dann neben der schulischen Vorbildung weitere für das Einkommen relevante Merkmale. Dabei zeigt sich, dass sich der Einkommenseffekt einer schulischen Ausbildung in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen auf 7 Prozent (0.067) reduziert, was in erster Linie mit der höheren schulischen Vorbildung in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen zusammenhängt. Der Vergleich der beiden Ausbildungssegmente ist allerdings dadurch eingeschränkt, dass es sich bei schulischen Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen ausschließlich um sekundäre Dienstleistungsberufe handelt (Tab. A1 im Anhang). Um abschließend zu prüfen, ob duale Ausbildungsberufe im Bereich sekundäre Dienstleistung ähnlich erfolgreich sind wie schulische Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufe, wird daher eine Kombination aus Ausbildungssegment und Berufsoberfeld gebildet (Modell 3). Als Referenzkategorie werden dabei Frauen in dualen sekundären Dienstleistungsberufen gewählt. Davon werden duale primäre Dienstleistungsberufe und duale Produktionsberufe differenziert. Hier zeigt sich, dass sich Frauen mit einer schulischen Ausbildung in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen nicht mehr signifikant von Frauen mit dualer Berufsausbildung in einem sekundären Dienstleistungsberuf unterscheiden.21 Einkommensunterschiede zwischen den Ausbildungssegmenten hängen somit in erster Linie mit den Beschäftigungschancen im Berufsfeld des erlernten Berufs zusammen.22

Ob sich die Unterschiede zwischen dual und schulisch ausgebildeten Frauen im Hinblick auf die anderen Berufserfolgsindikatoren ähnlich erklären lassen, wird in Tabelle 6 geprüft. Diese folgen in Modell 3 dem Modellaufbau Tabelle 5, ausgewiesen werden jedoch lediglich die Marginaleffekte für die Variable "Ausbildungssegment". Hierzu werden die Mittelwerte der marginalen Effekte über alle Beobachtungen, also die durchschnittlichen Marginaleffekte (AME), berechnet. Die durchschnittlichen Marginaleffekte (AME) haben mehrere Vorteile, u.a. die eingängige Interpretation.23 Der AME gibt konkret an, um wie viele Prozentpunkte sich die Wahrscheinlichkeit eines interessierenden Ereignisses im Mittel aller Beobachtungen verändert, wenn sich die betreffende erklärende Variable um eine Einheit erhöht.24 Die bisher üblicherweise dargestellten Odds-Ratios (Chancenverhältnisse) können diese Interpretation nicht leisten.

inhalt_Contentseite-MetaBildZoom 14219

In Tabelle 6 bestätigen sich die bereits in der Tabellenanalyse aufgezeigten Unterschiede. Schulisch ausgebildete Frauen in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen beurteilen ihren bisherigen Berufsverlauf positiver als dual ausgebildete Frauen; sie arbeiten häufiger im Wunschberuf bzw. auf einer hohen Berufsposition (siehe Modell 1). Bezieht man den Vergleich allerdings auf dual ausgebildete Frauen im Bereich sekundäre Dienstleistung, so reduzieren sich die Effekte oder verschwinden gänzlich. So unterscheiden sich die beiden Gruppen nicht mehr im Hinblick auf die Einschätzung des beruflichen Aufstiegs und einer hohen Berufsverlaufszufriedenheit. Was bleibt, ist eine für Frauen in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen erhöhte wenn auch reduzierte Wahrscheinlichkeit, im Wunschberuf zu arbeiten (plus 11 Prozent) und eine fachadäquate Tätigkeit auszuüben (plus 25 Prozent). Demzufolge ist auch die Wahrscheinlichkeit für eine niveauadäquate Tätigkeit mit plus 7 Prozent noch leicht erhöht (0.069). Ebenso leicht erhöht ist die Wahrscheinlichkeit, eine hohe Berufsposition auszuüben (plus 4 Prozent), wobei diese -insbesondere von Krankenpflegerinnen erreicht werden. Von dual ausgebildeten Frauen negativ unterscheiden sich lediglich Frauen aus sonstigen schulischen Berufen im Hinblick auf eine unbefristete Beschäftigung.

Innerhalb der dualen Berufe schätzen Frauen, die einen dualen Produktionsberuf erlernt haben, ihren Berufserfolg deutlich negativer ein als Frauen aus dualen sekundären Dienstleistungsberufen. So ist die Wahrscheinlichkeit, eine Tätigkeit im Wunschberuf auszuüben um 10 Prozentpunkte und die Wahrscheinlichkeit im erlernten Beruf zu arbeiten, um 12 Prozentpunkte verringert. Demzufolge wird auch seltener eine niveauadäquate Position erreicht. Der bisherige Berufsverlauf wird seltener als Aufstieg empfunden, was zu einer geringeren Berufsverlaufszufriedenheit führt. Frauen aus primären dualen Diensleistungsberufen unterscheiden sich nur in einigen Bereichen von Frauen aus sekundären Diensleistungsberufen. So ist die Wahrscheinlichkeit auf eine niveauadäquate Tätigkeit und eine hohe Berufsverlaufszufriedenheit verringert.

Fazit

Ziel der Analyse war es zu prüfen, ob schulisch und dual ausgebildete Fachkräfte unterschiedlich erfolgreich im Beruf sind. Dabei wurde bei der schulischen Ausbildung zwischen vollzeitschulischen Ausbildungen an Berufsfachschulen und Ausbildungen in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen unterschieden. Erstere weisen aufgrund der länderspezifischen Abschlüsse eine geringere Standardisierung und höhere Heterogenität als die bundeseinheitlich geregelten dualen Abschlüsse auf. Schulberufe in Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufen sind hingegen ähnlich wie duale Ausbildungen "dual" organisiert und oftmals bundeseinheitlich geregelt. Sie stehen im Hinblick auf die ausgeübte Tätigkeit allerdings kaum in Konkurrenz zu dualen Ausbildungen.

Um Unterschiede zwischen den Ausbildungssegmenten zu prüfen, wurden in multivariaten Analysen weitere für den beruflichen Erfolg relevante Merkmale kontrolliert, u.a. die schulische Vorbildung und das Berufsfeld der Ausbildung (sekundäre vs. primäre Dienstleistungsberufe). Denn Schulberufe im Bereich Gesundheit, Erziehung und Sozialwesen weisen höhere schulische Zugangsvoraussetzungen auf und qualifizieren für das wachsende Beschäftigungsfeld der sekundären Dienstleistungsberufe. Da die Ausbildungen in den Berufsfeldern geschlechtsspezifisch variieren, wurde ebenfalls zwischen Männern und Frauen differenziert. Aufgrund der geringen Fallzahl von Männern mit einer schulischen Ausbildung wurden die multivariaten Modelle nur für Frauen gerechnet.

Zur Messung des Konstrukts "Berufserfolg" wurden objektive und subjektive Aspekte des Berufserfolgs sowie die Bezugskriterien aktueller Beruf vs. Berufslaufbahn betrachtet. Die Analysen zeigen, dass Frauen mit einer schulischen Ausbildung im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen in vielen Erfolgsindikatoren besser abschneiden als dual ausgebildete Frauen. Die Unterschiede erklären sich aber größtenteils durch die höhere schulische Vorbildung und die mit dem Beschäftigungsfeld der Ausbildung verbundenen Berufschancen. Denn Frauen mit einer dualen Ausbildung im Berufsfeld der sekundären Dienstleistungen sind ebenfalls "erfolgreicher" als Frauen aus anderen Berufsfeldern. Schulische Ausbildungen außerhalb der Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufe unterscheiden sich hingegen - mit Ausnahme einer etwas verringerten Wahrscheinlichkeit auf eine unbefristete Beschäftigung - nicht von dualen Ausbildungen.

Insgesamt wird damit deutlich, dass nicht das Ausbildungssystem (dual vs. schulisch) an sich, sondern vielmehr die schulische Vorbildung und die mit der Ausbildung bzw. dem Ausbildungsberuf verbundenen Beschäftigungschancen, eine zentrale Bedeutung für den Berufserfolg haben. Es zeigt sich somit nicht nur eine "horizontale", sondern auch eine "vertikale" Segmentierung der Berufe. Der erlernte Beruf prägt die Berufs- und Lebenschancen entscheidend mit und sollte in der Forschung stärker berücksichtigt werden.

  • 1 Unter dem Begriff Schulberufssystem wird eine "Ausbildung für einen gesetzlich anerkannten Beruf mit alleiniger Verantwortung der Ausbildung in Hand des Ausbildungsträgers" (Krüger 2004, S. 145) verstanden. Die Ausbildung findet an Berufsfachschulen, Schulen des Gesundheitswesens (z.B. zur/zum Krankenpfleger/-in) und speziellen Fachschulen für sozialpflegerische und pädagogische Berufe (z.B. zur/zum Erzieher/-in) statt.
  • 2 Eine frühere Analyse des BIBB zum Erwerbslosigkeitsrisiko von Absolventinnen und Absolventen des dualen Systems und vollqualifizierender Berufsfachschulen auf Basis des Mikrozensus 2005 gab keine Hinweise auf systematische Unterschiede unter Kontrolle der schulischen Vorbildung und des erlernten Berufs (Hall/Schade 2005, S. 24).
  • 3 Eine Analyse selbstinitiierter Arbeitgeberwechsel auf Basis des SOEP zeigt, dass knapp jeder fünfte Wechsel auf einen niedriger dotierten Arbeitsplatz erfolgt. Da diese "Absteiger" im Vergleich zu beruflichen "Aufsteigern" eine deutliche Verbesserung ihrer Erwerbssituation bezüglich der Arbeitsbelastung und der Arbeitszeitregelung angeben, deutet dies auf einen "Trade-off" zwischen Einkommenseinbußen und günstigeren Arbeitsbedingungen hin (vgl. Pollmann-Schult 2006c).
  • 4 "Die integrierte Ausbildungsberichterstattung (iABE) ist ein bundeseinheitliches Berichtssystem, mit dessen Hilfe Strukturen und Entwicklungen des beruflichen (Aus-)bildungsgeschehens abgebildet werden können" (Dionisus/Illiger/Schier 2013, S. 244). Hierzu wird das Ausbildungsgeschehen nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule in vier Sektoren erfasst: Berufsausbildung, Integration in Ausbildung/Übergangsbereich, Erwerb der Hochschulreife und Studium. Zur integrierten Ausbildungsberichterstattung siehe: http://indikatorik.bibb.de/de/iABE-Startseite.htm
  • 5 Die stark besetzten Berufe unterscheiden sich erheblich zwischen Männern und Frauen. Bei den Frauen gehören u.a. die medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte sowie die Friseurin zu den stark besetzten Berufen. Bei den Männern sind dies u.a. der Industriemechaniker, der Elektroniker sowie der Anlagenmechaniker für Sani-tär-, Heizungs- und Klimatechnik. Siehe hierzu: http://www2.bibb.de/tools/db_aws/dtazub_list.php?method=display_list
  • 6 Im Schuljahr 2011/2012 befanden sich ca. 47 Prozent der Schüler/-innen im 1. Schuljahr in bundesrechtlichgeregelten Bildungsgängen. Vgl. Statistisches Bundesamt, Fachserie 11, Reihe 2, Berechnungen des BIBB
  • 7 Ohne Ausbildungen in Gesundheits-, Sozial- und Erziehungsberufen, die zu einem eigenen Bereich zusammengefasst werden.
  • 8 Darüber hinaus konnten, auch bei guter wirtschaftlicher Entwicklung, aufgrund der hohen Zahl der Abgängerinnen und Abgänger aus allgemeinbildenden Schulen nicht alle Interessierten in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis einmünden. In der Konsequenz wurden nicht nur mehr Jugendliche in Übergangsmaßnahmen verdrängt (siehe u.a. Eberhard/Ulrich 2011), sondern ist auch die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger in vollzeitschulische Bildungsgängen gestiegen. Die zunehmenden Versorgungsprobleme auf dem Ausbildungsstellenmarkt veranlassten den Gesetzgeber dazu, im Zuge der Novellierung des Berufsbildungsreformgesetzes im Jahr 2005 (befristet bis 2011) auch die Möglichkeit des Erwerbs eines Ausbildungsabschlusses nach BBiG/HwO auf schulischem Wege einzuräumen (vgl. Kremer 2009).
  • 9 Die Erfassung schulischer Abschlüsse in sozialwissenschaftlichen Untersuchungen ist nicht trivial. So ordnen sich z.B. sehr viele Krankenpfleger/-innen und Erzieher/-innen aufgrund der Betriebsnähe dieser Ausbildungen der "dualen Ausbildung" zu, obwohl es sich dabei um Ausbildungen an Berufsfachschulen, Schulen des Gesundheitswesens oder Fachschulen für sozialpädagogische Berufe handelt. Diese Fehlzuordnung, die eine Unterscheidung zwischen dualer Ausbildung nach BBiG/HwO und anderen vollqualifizierenden Ausbildungen erschwert, ist auch in anderen Befragungen wie dem Mikrozensus oder dem SOEP zu beobachten. Um dies zu verhindern, wurden in der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung die Berufsbezeichnung, die Berufskennziffer, die Dauer der Ausbildung, der Ausbildungsort und weitere Zusatzinformationen herangezogen.
  • 10 Berufserfahrung, als Maß für das während der beruflichen Tätigkeit akkumulierte Humankapital, wird gemessen als Zeit in Jahren seit dem Eintritt in den Arbeitsmarkt, abzüglich der Unterbrechungszeiten. Aufgrund der sehr hohen Korrelation mit dem Alter wird im multivariaten Modell lediglich die Berufserfahrung kontrolliert.
  • 11 Von einer Erwerbsunterbrechung wird hier gesprochen, wenn die Erwerbstätigkeit mindestens sechs Monate unterbrochen wurde. Gefragt wurde: "Haben Sie seit irgendwann einmal Ihre Berufstätigkeit unterbrochen?" Als Unterbrechungen zählten Zeiten der Arbeitslosigkeit, Erziehungsurlaub oder Elternzeit, Wehr- oder Zivildienst, freiwilliges soziales, ökologisches Jahr und Zeiten der Ausbildung. Nicht als Unterbrechung zählten hingegen Zeiten der Fort- und Weiterbildung, gesetzlicher Mutterschutz und Zeiten der Krankheit. Im Falle einer Erwerbsunterbrechung wurde weiter gefragt: "Wie viele Jahre haben Sie Ihre Berufstätigkeit insgesamt unterbrochen, ca. in ganzen Jahren gerechnet?".
  • 12 Da sekundäre Dienstleistungstätigkeiten in der Regel physisch nicht greifbar sind und somit immaterielle Güter darstellen, werden diese auch als "Kopf-" oder "Wissensarbeit" bezeichnet. Sekundäre Dienstleistungsberufe sind auch Träger des sektoralen Wandels und können hohe Zuwachsraten in der Beschäftigung verzeichnen. Die primären Dienstleistungsberufe konnten in den letzten Jahren hingegen nur ein moderates Wachstum verzeichnen. In den Produktionsberufen hat bekanntermaßen ein massiver Beschäftigungsabbau stattgefunden (vgl. Hall 2007).
  • 13 (Siehe vergrößerte Abbildung 3) Die exakte Frageformulierung wurde dabei an die berufliche Stellung des Befragten angepasst. Fehlende Einkommensangaben und Ausreißer wurden auf Basis eines MNAR-Ausfallmechanismus imputiert bzw. ersetzt, wodurch sich der Mittelwert und die Varianz des Einkommens nicht verändern (vgl. Rohrbach-Schmidt/Hall 2013).
  • 14 (Siehe vergrößerte Abbildung 3) Um eine genaue Kategorisierung mit möglichst wenigen Inkonsistenzen vornehmen zu können, wurden drei weitere in der Erwerbstätigenbefragung erfasste Merkmale zur Generierung des Anforderungsniveaus herangezogen: Die Einarbeitungszeit (kurz vs. länger), der Besuch von besonderen Lehrgängen oder Kursen (Ja/Nein) sowie die Stellung im Betrieb. Tätigkeiten für die nach Aussage der Befragten zwar kein beruflicher Ausbildungsabschluss, aber eine lange Einarbeitungszeit und besondere Lehrgänge/Kurse notwendig sind wurden nach einer Einzelfallprüfung ebenfalls dem Anforderungsniveau "Berufsausbildung" zugeschlagen.
  • 15 Zu den stark besetzten sekundären Dienstleistungsberufen im Bereich der dualen Ausbildung zählen (Zahn-)Medizinische Fachangestellte, Bank- und Versicherungskaufleute, Chemielaborantinnen, technische Zeichnerinnen und IT-Berufe.
  • 16 Dabei mussten die Wochenstunden auf Monatsstunden mit dem Faktor 4,35 (die durchschnittliche Wochenzahl pro Monat) umgerechnet werden. Im Falle einer Abgeltung der Überstunden durch Freizeitausgleich wurde die tatsächliche Arbeitszeit durch die vereinbarte Arbeitszeit ersetzt.
  • 17 Der Median des monatlichen Bruttoarbeitsentgeltes aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten (ab 35 Stunden/Woche) liegt in der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 bei 2.700 Euro (und bei 2.800 Euro ab 40 Stunden/Woche). Zum Vergleich: Der Median des monatlichen Bruttoarbeitsentgeltes aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten (ohne Auszubildende) lag auf Basis der Entgeltstatistik am 31.12.2011 bei 2.800 Euro (Bundesagentur für Arbeit 2012, S. 7).
  • 18 Amtliche Daten bestätigen dies: Das durchschnittliche monatliches Bruttoarbeitsentgelt (Median) für vollzeitbeschäftigte Krankenpflegerinnen (Berufsordnung 853) und Erzieherinnen (BO 864) liegt 2010 mit 2.819 Euro bzw. 2.631 Euro im Monat deutlich höher als z.B. bei Verkäuferinnen (BO 682) mit 1.570 Euro, Friseurinnen (BO 901) mit 1.154 Euro, Sprechstundenhelferinnen (BO 856) mit 1.660 Euro. Einzelne Berufe wie z.B. Bürokauf-frau (BO 781) und Groß- und Einzelhandelskauffrau (BO 681) können jedoch mit 2.636 Euro bzw. 2.498 Euro durchaus ein vergleichbares Einkommen erreichen (Beschäftigtenstatistik 2012, Berufe im Spiegel der Statistik, siehe http://bisds.infosys.iab.de).
  • 19 Die Wahrscheinlichkeit, eine unbefristete Stelle zu erhalten, ist für Personen mit Berufsausbildung (89 Prozent) insgesamt deutlich höher als für Personen ohne Berufsausbildung (80 Prozent) oder mit einem Hochschulabschluss (82 Prozent).
  • 20 Die Frageformulierung wurde im Rahmen eines kognitiven Pretests auf Verständlichkeit hin geprüft (vgl. Porst/Rauh/Luthringshauser 2011).
  • 21 Um die "Unvergleichbarkeit der Bruttolöhne" im Öffentlichen Dienst und der freien Wirtschaft zu berücksichtigen, wurde zusätzlich zu den Merkmalen in Modell 3 die Dummy-Variable "Öffentlichen Dienst" kontrolliert. Die Effekte der Variable Ausbildungssegment ändern sich dadurch allerdings nicht.
  • 22 Inhaltlich vergleichbare Berufe, die betrieblich oder schulisch erlernt werden können, gibt es nur wenige. In ausreichender Zahl gilt dies hier für Bürokaufleute (Berufsordnung 780). Beschränkt man die Analyse auf Frauen, die im Rahmen einer dualen oder schulischen Ausbildung den Beruf zur Bürokauffrau erlernt haben, so zeigen sich weder bivariat noch gemäß Modell 3 signifikante Unterschiede zwischen den Ausbildungsformen.
  • 23 Es lässt sich zeigen (Wooldridge 2002, S. 470 ff.), dass der durchschnittliche marginale Effekt (AME) nicht von unkorrelierter unbeobachteter Heterogenität verzerrt wird. Insofern ist der AME geeignet, um Koeffizienten schrittweise aufgebauter Modelle miteinander zu vergleichen. Der marginale Effekt am Mittelwert aller Variablen (MEM) besitzt diese Eigenschaft z.B. nicht (vgl. Best/Wolf 2010).
  • 24 Das "Problem" der in der Literatur meist dargestellten Effektkoeffizienten (Odds-Ratios) ist, dass diese oftmals fälschlicherweise als Wahrscheinlichkeitsverhältnisse interpretiert werden. Da die Odds nichtlinear mit Wahrscheinlichkeiten verknüpft sind, steht ein Odds-Ratio bei unterschiedlichen Basiswahrscheinlichkeiten für völlig unterschiedliche Wahrscheinlichkeitsverhältnisse. Wahrscheinlichkeiten können daher nur für gegebene Kombinationen der unabhängigen Variablenberechnet werden. Der AME umgeht diese Eigenschaft logistischer Modelle, indem er einen Durchschnittseffekt angibt (vgl. Best/Wolf 2010).

Weiterführende Literatur

  • ABELE, A. E.; SPURK, D.; VOLMER, J.:
    The construct of career success: Measurement issues and an empirical example.
    In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 43 (2011) 3, S. 195-206
  • ABELE, A. E.:
    Ein Modell und empirische Befunde zur beruflichen Laufbahnentwicklung unter besonderer Berücksichtigung des Geschlechtsvergleichs.
    In: Psychologische Rundschau 53 (2002) 3, S. 109-118
  • BAETHGE, M.:
    Das berufliche Bildungswesen in Deutschland am Beginn des 21. Jahrhunderts.
    In: CORTINA, K. u.a. (Hrsg.): Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland. Strukturen und Entwicklungen im Überblick. Reinbek bei Hamburg 2003, S. 525-580
  • BAETHGE, M; BUSS, K.-P.; LANFER, C.:
    Konzeptionelle Grundlagen für einen Nationalen Bildungsbericht - Berufliche Bildung und Weiterbildung/Lebenslanges Lernen.
    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Bonn 2003
  • BEST, H.; WOLF, C.:
    Logistische Regression.
    In: WOLF, C.; BEST, H. (Hrsg.): Handbuch der sozialwissenschaftlichen Datenanalyse. Wiesbaden 2010, S. 827-854
  • BLIEN, U.; PHAN THI HONG, V.:
    Berufliche Lohnunterschiede.
    In: EULER, D.; WALWEI, U.; WEISS, R. (Hrsg.): Berufsforschung für eine moderne Berufsbildung. Stand und Perspektiven. Stuttgart 2010, S. 263-280
  • BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hrsg.):
    Berufsbildungsbericht 2008.
    Bonn/Berlin 2008
  • BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung:
    OECD-Veröffentlichung "Bildung auf einen Blick" - Wesentliche Aussagen in der Ausgabe 2004.
    URL: https://www.bmbf.de/files/Hintergrund%20Papier%20zu%20EAG%202016.pdf (Stand: 10. Juni 2014)
  • BÜCHEL, F.:
    Zuviel gelernt? Ausbildungsinadäquate Erwerbstätigkeit in Deutschland.
    Bielefeld 1998
  • BA - BUNDESAGENTUR FÜR ARBEIT:
    Beschäftigtenstatistik. Sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelte - Entgeltstatistik.
    Nürnberg 2012
  • DETTE, D. E.; ABELE, A. E.; RENNER, O.:
    Zur Definition und Messung von Berufserfolg * theoretische Überlegungen und metaanalytische Befunde zum Zusammenhang von externen und internen Laufbahnerfolgsmaßen.
    In: Zeitschrift für Personalpsychologie 3 (2004) 4, S. 170-183
  • DIONISIUS, R.; ILLIGER, A.; SCHIER, F.:
    Die integrierte Ausbildungsberichterstattung im Überblick. In: Bundesinstitut für Berufsbildung (Hrsg.): Daten-report zum Berufsbildungsbericht 2013.
    Bonn 2013, S. 244-253
  • DIONISIUS, R.; ILLIGER, A.; SCHIER, F.:
    Schulische Ausbildungssysteme - eine Bestandsaufnahme mit Hilfe der amtlichen Statistik.
    (in Vorbereitung)
  • DORAU, R.; MAIER, T.; SCHANDOCK, M. (2010):
    Verbleib und beruflicher Erfolg von Absolventen dualer Ausbildungen bis zu 10 Jahre nach dem Abschluss.
    In: Bundesinstitut für Berufsbildung (Hrsg.): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2010.
    Bonn 2010, S. 357-290
  • EBERHARD, V.; ULRICH, J. G.:
    "Ausbildungsreif" und dennoch ein Fall für das Übergangssystem? Institutionelle Determinanten des Verbleibs von Ausbildungsstellenbewerbern in teilqualifizierenden Bildungsgängen.
    In: KREKEL, E. M.; LEX, T. (Hrsg.): Neue Jugend, neue Ausbildung? Beiträge aus Jugend- und Bildungsforschung.
    Bielefeld 2011
  • EULER, D.; SEVERING, E.:
    Flexible Ausbildungswege in der Berufsbildung.
    Nürnberg, St. Gallen 2006
  • FELLER, G.:
    Ausbildung sichern - die Mühen der Länder.
    In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik (2006) 2, S. 283-291
  • FRIESE, M.:
    Arbeit und Geschlecht in der Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung personenbezogener Dienstleistungsberufe. GendA-Netzwerk feministische Arbeitsforschung (Hrsg.).
    Marburg 2004
  • GERICKE, N.:
    Berufsstrukturelle Entwicklungen in der dualen Berufsausbildung.
    In: Bundesinstitut für Berufsbildung (Hrsg.): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2013.
    Bonn 2013, S. 142-153
  • GEORG, W.; SATTEL, U.:
    Berufliche Bildung, Arbeitsmarkt und Beschäftigung.
    In: ARNOLD, R.; LIPSMEIER, A. (Hrsg.): Handbuch der Berufsbildung.
    Wiesbaden 2006, S. 125-152
  • GROß, M.:
    Die Folgen prekärer Arbeitsverhältnisse für das Ausmaß sozialer Ungleichheit. Einkommensbenachteiligung befristeter Arbeitsverträge.
    In: LÜTTINGER, P. (Hrsg.): Sozialstrukturanalyse mit dem Mikrozensus.
    Mannheim 1999, S. 323-353
  • HALL, A.:
    Tätigkeiten, berufliche Anforderungen und Qualifikationsniveau in Dienstleistungsberufen - Empirische Befunde auf Basis der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2006 und des Mikrozensus.
    In: WALDEN, Günter (Hrsg.): Qualifikationsentwicklung im Dienstleistungsbereich. Herausforderungen für das duale System der Berufsausbildung.
    Bielefeld 2007, S. 153-208
  • HALL, A.:
    Arbeiten Frauen und Männer unter ihrem Wert? Zum Einfluss dualer und schulischer Ausbildungsberufe auf ausbildungsinadäquate Erwerbstätigkeit in Deutschland.
    In: Schweizerische Zeitschrift für Soziologie, 36 (2010a) 1, S. 131-159
  • HALL, A.:
    Wechsel des erlernten Berufs. Theoretische Relevanz, Messprobleme und Einkommenseffekte.
    In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik. (2010b) Beiheft 24, S. 157-173
  • HALL, A.:
    Lohnt sich schulische und duale Ausbildung gleichermaßen? Bildungserträge von Frauen und Männern im Vergleich.
    In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Sonderheft 52 (2012) "Soziologische Bildungsforschung", S. 281-301
  • HALL, A.:
    Erlernter Beruf und Niedriglohn bei Männern und Frauen.
    In: Bundesinstitut für Berufsbildung (Hrsg.): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2013.
    Bonn 2013, S. 286-290
  • HALL, A; SCHADE, H.-J.:
    Welche Ausbildung schützt besser vor Erwerbslosigkeit? Der erste Blick kann täuschen! Duale Berufsausbildung und Berufsfachschulen im Vergleich.
    In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis (2005) 2, S. 23-27
  • KONIETZKA, D.:
    Ausbildung und Beruf. Die Geburtsjahrgänge 1919-1961 auf dem Weg von der Schule in das Erwerbsleben.
    Studien zur Sozialwissenschaft, 204.
    Opladen 1999
  • KONIETZKA, D.:
    Die soziale Differenzierung der Übergangsmuster in den Beruf. Die "zweite Schwelle" im Vergleich der Berufseinstiegskohorten 1976-1995.
    In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. 54 (2002) 4, S. 645-673
  • KONSORTIUM BILDUNGSBERICHTERSTATTUNG:
    Bildung in Deutschland. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildung und Migration.
    Bielefeld 2006
  • KREMER, M.:
    Implikationen der BBiG-Novelle auf die Kooperation von Schule und Betrieb in der Berufsausbildung.
    In: ZÖLLER, A. (Hrsg.): Vollzeitschulische Berufsausbildung - eine gleichwertige Partnerin des dualen Systems? unveränd. Nachdruck.
    Bielefeld 2009, S. 7-35
  • KROLL, S.:
    Quantitative Synopse zur relativen Bedeutung unterschiedlicher Bildungsgänge.
    In: Bundesinstitut für Berufsbildung (Hrsg.): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2009.
    Bonn 2009, S. 93-100
  • KROLL, S.; SCHIER, F.:
    Berufsausbildung im berufsbildenden Schulsystem.
    In: Bundesinstitut für Berufsbildung (Hrsg.): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2013.
    Bonn 2013, S. 236-240
  • KRÜGER, H.:
    Die andere Bildungssegmentation: Berufssysteme und soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern.
    In: BOLDER, A. u.a. (Hrsg.): Jahrbuch Bildung und Arbeit 1996: Die Wiederentdeckung der Ungleichheit. Aktuelle Tendenzen in Bildung für Arbeit.
    Opladen 1996, S. 252-274
  • KRÜGER, H.:
    Ungleichheit und Lebenslauf: Wege aus den Sackgassen empirischer Traditionen.
    In: HEINTZ, B. (Hrsg.): Geschlechtersoziologie. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie: Sonderheft 41 (2001), S. 512-537
  • KRÜGER, H.:
    Zur Datenlage vollzeitschulischer Berufsausbildung.
    In: BAETGHE, M.; BUSS, K.-P.; LANFER, C. (Hrsg.): Expertisen zu den konzeptionelle Grundlagen für einen Nationalen Bildungsbericht - Berufliche Bildung und Weiterbildung/Lebenslanges Lernen. Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
    Bildungsreform Band 8. Bonn, Berlin 2004, S. 141-164
  • MAYERHOFER, W.; MEYER, M.; STEYRER, J. (2005):
    Macht? Erfolg? Reich? Glücklich? Einflussfaktoren auf Karrieren.
    Wien 2005
  • NG, T.H.W.:
    Predictors of objective and subjective career success. A meta-analysis.
    In: Personnel Psychology 58 (2005) 2, S. 367-408
  • POLLMANN-SCHULT, M.:
    Veränderung der Einkommensverteilung infolge von Höherqualifikationen.
    In: HADJAR, A.; BECKER, R. (Hrsg.): Die Bildungsexpansion. Erwartete und unerwartete Folgen.
    Wiesbaden 2006a, S. 157-176
  • POLLMANN-SCHULT, M.:
    Unterwertige Beschäftigung im Berufsverlauf. Eine Längsschnittuntersuchung für Nicht-Akademiker in Westdeutschland.
    In: Europäische Hochschulschriften, Reihe 22, Bd. 410. 2006b
  • POLLMANN-SCHULT, M.:
    Ausmaß und Struktur von -arbeitnehmerinduzierter Abstiegsmobilität.
    In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. 58 (2006c) 4, S. 573-591
  • ROHRBACH-SCHMIDT, D.; HALL, A.:
    BIBB/BAuA-Erwerbs-tätigenbefragung 2013. BIBB-FDZ Daten- und Methodenberichte Nr. 1/2013.
    Bonn 2013
  • PORST, R.; RAUH, S.; LUTHRINGSHAUSER, M.:
    Erwerbstätigenbefragung 2011/2012 Kognitiver Pretest.
    GESIS-Projektbericht 2011.
  • SEIBERT, H.:
    Berufswechsel in Deutschland. Wenn der Schuster nicht bei seinem Leisten bleibt.
    In: IAB-Kurzbericht. (2007) 1, S. 1-6
  • TIEMANN, M. u.a.:
    Berufsfeld-Definitionen des BIBB auf Basis der KIdB 1992.
    In: Bundesinstitut für Berufsbildung (Hrsg.): Wissenschaftliches Diskussionspapiere Heft 105. 2008
  • TROLTSCH, K.; WALDEN, G.; KRUPP, T.:
    Angebots- und nachfragebezogene Einflussfaktoren des regionalen Ausbildungsplatzangebotes.
    In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis. (2010) 6, S. 15-19
  • WITZEL, A., HELLING, V.; MÖNNICH, I.:
    Die Statuspassage in den Beruf als Prozeß der Reproduktion sozialer Ungleichheit.
    In: BOLDER, A.; HEID,
  • H.; HEINZ, W.R. (Hrsg.):
    Die Wiederentdeckung der Ungleichheit.
    Aktuelle Tendenzen in Bildung für Arbeit. Opladen 1996, S. 170-187
  • WOOLDRIDGE, J. M.:
    Econometric Analysis of Cross Section and Panel Data.
    Cambridge 2002

Impressum BIBB REPORT

BIBB REPORT
8. Jahrgang, Heft 2, Juli 2014
ISSN Internet: 1866-7279
ISSN Print: 1865-0821

Herausgeber
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Der Präsident
Robert-Schuman-Platz 3, 53175 Bonn

Verlag, Anzeigen, Vertrieb
W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG
Postfach 10 06 33, 33506 Bielefeld
Telefon: 0521 91101-11
Telefax: 0521 9110119
http://www.wbv.de/
service@wbv.de

Print-Ausgabe
Kann beim Verlag angefordert werden.

Weitere Informationen
www.bibb.de/impressum

Redaktion
Dr. Regina Dionisius
Tobias Maier
Dr. Thomas Vollmer (V. i. S. d. P.)

Redaktionsassistenz

Rechte
Nachdruck - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung
des BIBB gestattet.

Rückfragen zum Inhalt an
Dr. Elisabeth M. Krekel - krekel@bibb.de
Dr. Anja Hall - hall@bibb.de