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LEONARDO DA VINCI: Vom "Innovationslabor" zum Reforminstrument

Der neue Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen für die beiden letzten Ausschreibungsrunden 2005/2006 des europäischen Berufsbildungsprogramms LEONARDO DA VINCI wurde Ende April mit einem neuen Schwerpunkt veröffentlicht: Europäische Modellversuche sollen die Ziele des "Kopenhagen-Prozesses" umsetzen. Damit einher geht der Bedeutungswandel des LEONARDO-DA-VINCI-Programms vom "Innovationslabor" zum Gestaltungsinstrument.

Veröffentlicht: 02.06.2004 URN: urn:nbn:de:0035-0040-2

Das europäische Berufsbildungsprogramm LEONARDO DA VINCI galt lange Zeit zu Recht als "Innovationslabor", in dem zu unterschiedlichen Themen praxisrelevante Produkte und Lösungsansätze entstanden. Auch die Tatsache, dass Bildungsmanager und -praktiker in der Dimension europäischer Bildungskooperation dachten und zu arbeiten begannen, gehörte als "weicher" Faktor zur Erfolgsgeschichte des Programms. 01

Das Ziel eines systemrelevanten Ergebnistransfers konnten die LEONARDO-DA-VINCI-Projekte jedoch nur vereinzelt erreichen, nicht zuletzt aufgrund der diesbezüglich ungenügenden Akzeptanz des Programms in seiner ersten Phase (1995-1999) sowie den hierfür nicht ausreichenden Projektbudgets. So versäumten es die Projektverantwortlichen, systematisch Entwicklungen in der Neuordnung in ihre Arbeit einzubeziehen. Erst gegen Ende der 90er Jahre setzte hier ein Wandel ein, nach dem Teile der ordnungspolitischen Akteure ihrerseits das Instrument der europäischen Projekte zu nutzen begannen. Als Beispiel einer erfolgreichen Einbindung der Sozialpartner ist das LEONARDO-DA-VINCI-Projekt "Kfz-Mechatroniker" des ITB Bremen und der Universität Flensburg zu bezeichnen 02, das ab Dezember 1994 auf der Grundlage einer Studie zum internationalen Kfz-Servicesektor ein Kerncurriculum mit länderspezifischer Ausgestaltung für einen "europäischen Beruf" entwickelte und durch Nachfolgeprojekte mit den Sozialpartnern Schritte in Richtung Integration in das Ordnungsverfahren unternahm. 03

Auch im Weiterbildungsbereich konnten nennenswerte Projektergebnisse erzielt werden, so etwa der "Solateur" der Handwerkskammer Münster und die von der Handwerkskammer zu Köln nach §§ 42 HwO verabschiedete Fortbildungsprüfungsordnung für die europäische Ausbilderqualifikation.

Diese Projekte dokumentierten das Potenzial des Programms, das sich in seiner zweiten Phase ab dem Jahr 2000 unter verbesserten Bedingungen (Dezentralisierung des Programms, höhere Projektbudgets, erweiterte Zuständigkeiten der Nationalen Agentur beim BIBB) entfalten kann.

Die Erwartungshaltung der Programmverantwortlichen und berufsbildungspolitischen Akteure, durch die LEONARDO-DA-VINCI-Pilotprojekte als europäische Modellversuche 04 nachhaltig zu einer veränderten Berufsbildungspraxis beizutragen, ist dabei in dem Maße gestiegen, wie sich die bildungspolitische Zusammenarbeit in Europa entwickelt hat.

Grundlinien des europäischen Bildungsprozesses

Einen Meilenstein der Entwicklung bildete zunächst der Beschluss des Europäischen Rats vom 23.-24. März 2000 in Lissabon, der das Ziel formulierte, "(...) die Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum in der Welt zu machen (...)"
Dazu müssten Bildungsinvestitionen erhöht und die Gemeinschaftsprogramme (SOKRATES, LEONARDO DA VINCI, JUGEND) verstärkt genutzt werden. 05
Bereits auf dem Lissabonner Gipfeltreffen schlugen die Staats- und Regierungschefs vor, die Transparenz und Anrechenbarkeit der in anderen Mitgliedstaaten erworbenen Qualifikationen zu verbessern.
Die Handlungsfähigkeit und die Zielerreichung sollten im Rahmen des "neuen offenen Koordinierungsverfahrens" durch Leitlinien mit einem Zeitplan für die kurz- und langfristigen Ziele gewährleistet werden. Darüber hinaus wurde über die Anwendung der ehemals strittigen Instrumente Indikatoren, Benchmarking und peer review Konsens erzielt.
Einen weiteren wesentlichen Entwicklungsschub erfuhr die europäische Bildungspolitik im Februar 2002 durch das gemeinsame Arbeitsprogramm der EU-Bildungsminister und der Europäischen Kommission bis 2010.
Damit kamen die Bildungsminister und die Europäische Kommission der Aufforderung des Europäischen Rates nach, ein detailliertes Arbeitsprogramm vorzulegen.

Seine Ziele lassen sich wie folgt festhalten:

  • Europa wird aufgrund der hervorragenden Qualität seiner Bildung weltweit zur Referenzregion.
  • Die Bildungssysteme werden kompatibel, so dass sich jeder Bürger frei über die Ländergrenzen hinweg bewegen und dabei die Vorteile der unterschiedlichen Systeme nutzen kann.
  • Die im Ausland erworbenen Qualifikationen werden anerkannt, so dass sie europaweit geltend gemacht werden können.
  • Europäischen Bürgern wird in allen Altersstufen der Zugang zum lebenslangen Lernen ermöglicht.
  • Europa kooperiert mit anderen Wirtschaftsregionen und wird zum bevorzugten Zielgebiet für Studenten, Wissenschaftler und Forscher aus außereuropäischen Regionen.

Das gemeinsame Arbeitsprogramm weist dabei einen bislang so nicht gekannten Verbindlichkeitsgrad auf: Neben den drei strategischen Zielen mit 13 Teilzielen und 42 Kernpunkten sowie der Nutzung von Indikatoren, benchmarks, peer review und dem periodischen Monitoring wurde auch ein Zeitplan vereinbart. 06
Schließlich ist die "Brügge-Initiative" der europäischen Generaldirektoren Berufliche Bildung und die von den EU-Bildungsministern und der EU-Kommission unter Einbeziehung der Sozialpartner verabschiedete Kopenhagen-Erklärung als Motor der Entwicklung zu nennen.
Die im Rahmen des Kopenhagen-Prozesses eingerichteten Arbeitsgruppen bearbeiten hierbei insbesondere folgende Themen:

  • einheitliches Transparenzinstrument für berufliche Qualifikationen
  • die Qualität der europäischen Bildungssysteme und -angebote
  • die Einführung eines ECTS-analogen Leistungspunktesystems in der Berufsbildung
  • non-formal und informell erworbene Kompetenzen
  • die Qualifizierung der Lehrer und Ausbilder

Aus den skizzierten Entwicklungen lassen sich drei Schlussfolgerungen ziehen:
1. Es herrscht Einvernehmen darüber, einen europäischen Bildungsraum zu schaffen.
Um die grenzübergreifende Mobilität zu verbessern, bedarf es jedoch einer Lösung des Problemkomplexes Transparenz - Anerkennung - Zertifizierung von Qualifikationen.
2. Der Bildungs- und Ausbildungsbereich wird als eine Säule der Lissabon-Strategie anerkannt.
3. Das Programm LEONARDO DA VINCI wird auf europäischer Ebene als zentrales Umsetzungsinstrument bewertet.

Beispiele erfolgreicher LEONARDO-DA-VINCI-Projekte

Die im Kopenhagen-Prozess unterstützten sektorspezifischen Ansätze können hierbei große Wirkungen erzielen, da in dem Maße wie die relevanten Akteure in die Projektarbeit integriert werden, auch die Projektergebnisse auf entsprechende Akzeptanz stoßen.
Wie das Kfz-Mechatroniker-Projekt belegt, präferierten deutsche LEONARDO-DA-VINCI-Projekte von Beginn einen sektorspezifischen Ansatz. Dennoch besteht im Hinblick auf den sektoralen Ansatz generell noch Klärungs- und Entwicklungsbedarf, da die Diskussion aufgrund der Verschiedenheit der europäischen Bildungssysteme in den jeweiligen Ländern unterschiedlich geführt wird. Deutlich ist jedoch, dass die Einbindung der Sozialpartner für europäische Sektorprojekte unabdingbar ist.
Als Beispiel lassen sich das Projekt "RecyOccupation" der Universität Flensburg, das ein europäisches Kernberufsbild für die Recycling-Branche entwickelte, sowie das Projekt der Deutschen Bahn "EU-Kaufmann/-frau für Verkehrsservice" benennen.

Ausgewählte Themen deutscher LEONARDO-Projekte (2000 - 2002)

  • EU-Kaufmann/-frau für Verkehrsservice
  • Entwicklung eines europäischen Berufsbildes und Curriculums für die Recyclingbranche
  • Modularisierung der Berufs- und Hochschulausbildung im Bereich der Pflegeberuf
  • JobArt - Berufsvorbereitung Benachteiligter in den Berufsfeldern Eventtechnik und Digitalmediengestaltung
  • Transnationale Entwicklung und Erprobung eines Berufsvorbereitungsmodells in der Kfz- und Metallbranche
  • European Certification of Management Skills in SMEsLehr-/Lernmaterialien für einen webbasierten Modellshop mit Schnittstelle zum Warenwirtschaftssystem für die Ausbildung im Einzelhandel
  • "E-Business Trainer" mit IHK-Zertifikat
  • europäisches Kompetenzprofil "E-Tutor"
  • "MediaCoach" (Zielgruppe Berater/Trainer in der Medienwirtschaft)
  • Europäisches Kompetenzfeld "Gebäudeautomation"
  • "Virtual Academy" für den europäischen Heimtextilienbereich virtuelles Labor für die Mechatroniker-Ausbildung
  • Lehr-/Lernarrangements für mobile Endgeräte (PDAs, Handy, MDE) in der Aus- und Weiterbildung des Einzelhandels

Zu den Projektdetails siehe:https://www.na-bibb.de/ueber-uns/leonardo-da-vinci-und-grundtvig-heissen-jetzt-erasmus/

Auch außerhalb des sektorbezogenen Projektansatzes finden sich Best-practice-Beispiele. Zu erwähnen sind z.B. die Projekte, die ab dem Jahr 2000 europäische Kerncurricula bzw. Weiterbildungsprofile im Bereich "E-Commerce/E-Business" und "Web-content-Management" erarbeiteten und damit frühzeitiger als die Modellversuche aktuelle Themenstellungen aufgriffen. Darüber hinaus weisen sie eine hohe Schnittmenge zu den im Rahmen des geregelten IT-Weiterbildungssystems definierten Spezialistenprofilen auf.
Der Anteil systemrelevanter LEONARDO-DA-VINCI-Projekte mit der Zielsetzung europäische Berufsbilder/neue Weiterbildungsprofile ist jedoch insgesamt noch nicht zufriedenstellend (s. Kasten rechts).

Leistungspunkte in der Berufsbildung: Chancen und Schwierigkeiten

Eine wesentliche Herausforderung, die für die Öffnung des europäischen Bildungsraums zu bewältigen ist, besteht in der Umsetzung eines Kreditpunktesystems in der beruflichen Bildung, das in der europäischen Hochschulzusammenarbeit als European Credit Transfer System (ECTS) seit langem etabliert ist. Im Rahmen des "Bologna-Prozesses" verpflichteten sich im Juni 1999 die Bildungsminister von mehr als 30 Staaten nicht nur, bis 2010 einen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Das Ziel, die Anwendung eines Kreditpunktesystems auf den Bereich lebenslanges Lernen auszuweiten, beeinflusste die Diskussion um die ECTS-Relevanz in der Berufsbildung.
Die Europäische Kommission sah bereits Anfang des Jahres 2002 in einem "'Modulsystem' für die Akkumulation von Qualifikationen" den Wegbereiter für eine verstärkte grenzüberschreitende Mobilität und für eine größere Durchlässigkeit der Bildungsgänge.
Auch in Deutschland sind entsprechende Ansätze zu erkennen. Einen wichtigen Markierungspunkt stellte die gemeinsame Erklärung der Sozialpartner, des Bundes und der Länder dar, ein Leistungspunktesystem in dem neuen IT-Weiterbildungssystem umsetzen zu wollen. 10
In einer Rede vor dem BIBB-Hauptausschuss hat die Bundesministerin Edelgard Bulmahn die Bedeutung der Abschlüsse der IT-Weiterbildung mit dem erleichterten Zugang zum Hochschulbereich und der Anrechnung im Rahmen eines Leistungspunktesystems unterstrichen und ein solches Modell in angepasster Form als Vorbild für weitere Branchen genannt. 11
Darüber hinaus formulierte eine vom BMBF, der Hochschulrektorenkonferenz und der Kultusministerkonferenz verabschiedete Erklärung das Ziel, zu einer verbesserten Anerkennung der außeruniversitär erworbenen Qualifikationen für die Hochschulbildung zu gelangen. Dazu sollte ECTS als Instrument genutzt werden. Hierzu sind aus ministerieller Sicht Regelungen zwischen Kammern bzw. Bildungsträgern und Hochschulen zur Vermeidung bürokratischer Einzelfallprüfungen zu vereinbaren. 12
Neben politisch zu beachtenden Punkten wie dem Festhalten am Berufskonzept wirft eine ECTS-Implementierung in der Berufsbildung jedoch auch eine Reihe technischer Fragen auf.
So kann man dem Bericht der Kopenhagen-Arbeitsgruppe und den in ihrem Umfeld geführten Diskussionen eines European Credit System for VET (ECVET) nicht nur den gegenwärtigen Problem- und Fortschrittsstand entnehmen. 13
Es werden auch die Umsetzungsschwierigkeiten deutlich, die angesichts komplexer nationaler Regelwerke, kontextgebundener Begrifflichkeiten, unterschiedlicher Traditionen, spezifischer Rechtstatbestände und normativer Übereinkünfte überwunden werden müssen.
In dieser Hinsicht gilt es, die Implementierung der im Oktober 2003 verkündeten Etablierung des bildungsbereichsübergreifenden National Framework of Qualifications in Irland zu beobachten. 14
Im Rahmen der gegenwärtigen irischen EU-Ratspräsidentschaft hat die Europäische Kommission dieses Modell eines Qualifikationsrahmenwerks soeben aufgegriffen und in einer Vision als "European Qualification Framework" 15 fortgeführt.
Dass jedoch auch jenseits dieser Herausforderungen und Hindernisse praktische Lösungsansätze möglich sind, soll das 2003 bewilligte LEONARDO-DA-VINCI-Pilotprojekt der FIZ CHEMIE Berlin zeigen, das zunächst eine auslandsaufenthaltsbezogene ECTS-Zertifizierung für Operatoren in der Chemie-, Erdöl- und Pharmaindustrie entwickelt.

Der neue LEONARDO-Aufruf 2005/2006 im Zeichen des Kopenhagen-Prozesses

Der aktuelle Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen für das Programm LEONARDO DA VINCI nimmt zentrale Themen des Kopenhagen-Prozesses auf. 16
Vier Prioritäten und zwei Thematische Aktionen fordern Berufsbildungsakteure dazu auf, in europäischen Projekten (vorzugsweise mit einem Sektoransatz) diese Ziele umzusetzen:

  • Priorität 1: Förderung der Transparenz von Qualifikationen
    Im Mittelpunkt steht hier die Entwicklung von neuen Maßnahmen und Instrumenten zur Darstellung und zum Vergleich von Qualifikationen und Kompetenzen. Es geht auch um Ansätze, die zur Transparenz und Transferierbarkeit gegenüber dem formalen Berufsbildungssystem beitragen (z.B. Module, Standards, Qualifikationsnachweise). Forschungsprojekte sollten untersuchen, inwieweit die Bildungs- und Berufsberatung einen Beitrag zur Transparenz leistet.
  • Priorität 2: Verbesserung der Qualität der Berufsbildungssysteme und -verfahren
    Projektvorschläge sollten sich auf das von der Kopenhagen-AG erarbeitete Gemeinsame Qualitätssicherungskonzept beziehen. Themenpunkte sind u.a. Modelle und Verfahren für die Qualitätssicherung; Qualitätsindikatoren; Standards und Normen; Selbstbewertung und peer review, Akkreditierung von Berufsbildungseinrichtungen (ISO, EFQM)
  • Priorität 3: Entwicklung relevanter und innovativer E-Learning-Inhalte
    Projektvorschläge sollten Blended-learning-Konzepte und/oder Lehr-/Lernmaterialien erarbeiten sowie E-Learning-Ausbildungsinstrumente für das Qualitätsmanagement in der beruflichen Bildung entwickeln.
  • Priorität 4: Weiterbildung der Lehrer und Ausbilder
    Diese Priorität widmet sich einer Zielgruppe, die in ihrem veränderten Rollenverhalten unterstützt werden soll. Themenbeispiele wären die Identifizierung neuer Qualifizierungsbedarfe und neuer Kompetenzen und die Entwicklung gemeinsamer Qualitätskriterien für die Qualifizierung.

Die Herausforderung, ein Kreditpunktesystem in der Berufsbildung zu implementieren, das kompatibel mit dem ECTS-System in der Hochschulbildung ist, bildet das ambitionierte Ziel der thematischen Aktion TH-1.
Die thematische Aktion TH-2 zielt mit der Bewertung nicht formalen und informellen Lernens gleichfalls auf einen Themenkomplex, der in Deutschland noch weitgehend unbearbeitet ist.
Darüber hinaus wird für Fremdsprachenprojekte durch die EU-Erweiterung ein großer Handlungsbedarf festgestellt. Auch bleiben die Vorbereitung der Mobilitätsprojekte und die Qualifizierung der Lehrer/Ausbilder sowie Transparenz und Sprachenaudit wichtige Themen.
Im Bereich der Mobilität verweist der vorgesehene "MobiliPass" auf den aktuellen bildungspolitischen Prozess.

Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim BIBB, im Auftrag des BMBF für die Durchführung des Programms LEONARDO DA VINCI in Deutschland verantwortlich, führt gemeinsam mit der Internationalen Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt) sowie dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) am 22. Juni in Berlin sowie am 22. Juli in München zwei Veranstaltungen zum neuen LEONARDO-Aufruf durch. Interessenten und potenziellen Antragstellern wird so die Gelegenheit gegeben, sich intensiv über die neuen Förderschwerpunkte und Prioritäten zu informieren. Weitere Einzelheiten und Anmeldeformulare unter http://www.na-bibb.de/, Menüpunkt "Termine und Veranstaltungen".

Resümee

Angesichts der Herausforderungen, die nationalen Berufsbildungsgänge europäisch zu öffnen und die Durchlässigkeit der Bildungsbereiche diesseits und jenseits der Grenzen herzustellen, rückt das Programm LEONARDO DA VINCI zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses der Bildungspolitiker und -praktiker.
Die LEONARDO-Projekte in Deutschland haben europäische Entwicklungen im Sinne von Brügge und Kopenhagen aufgegriffen:

  • Förderung der Transparenz sowie Anerkennung durch die Diskussion und Ausarbeitung europäischer Berufe/Weiterbildungsprofile
    sowie
  • sektorspezifische Ansätze, die die deutschen Projekte von Beginn umsetzten.

Es gilt nun in besonderem Maße, den neuen und zugleich letzten Aufruf für das Programm LEONARDO DA VINCI zu nutzen. Antragsteller und Antragstellerinnen aus Deutschland sind aufgefordert, die neuen Schwerpunkte und Prioritäten des Aufrufs durch innovative Ideen und Vorschläge in konkrete Projekte umzusetzen, um so den bisher erfolgreichen Weg des Programms fortzusetzen.

Autor: Erik Heß, stellvertr. Leiter der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim BIBB

Die Nationale Agentur "Bildung für Europa" im Internet: http://www.na-bibb.de/

Weiterführende Literatur zum Thema

  • Bundesinstitut für Berufsbildung
    bildung für europa
    Journal der Nationalen Agentur beim BIBB in Zusammenarbeit mit InWEnt und DAAD
    Erscheinungsjahr: 2004
  • Bundesinstitut für Berufsbildung
    Impuls - Heft 11 LEONARDO DA VINCI 2000 - 2003
    Europäische Mobilitätsprojekte: Erfahrungen und Erwartungen
    Erscheinungsjahr: 2004
  • Bundesinstitut für Berufsbildung
    Impuls - Heft 10 E-Learning in Europe - Results and Recommendations
    Thematic Monitoring under the Leonardo da Vinci Programme
    Erscheinungsjahr: 2003
  • Uwe Grünewald, Dick Moraal, Gudrun Schönfeld (Hrsg.)
    Betriebliche Weiterbildung in Deutschland und Europa
    Erscheinungsjahr: 2003
  • Gisela Dybowski, Michael Gajo
    Deutsche Berufsbildungskooperation weltweit - Potenziale erkennen, Synergien nutzen
    mit CD-ROM
    Erscheinungsjahr: 2003
  • Bundesinsitut für Berufsbildung
    Impuls - Heft 6 Den europäischen Bildungsraum gestalten - LEODARDO DA VINCI nutzen
    Erscheinungsjahr: 2003
  • 1

    s. hierzu den Versuch einer Bilanz der ersten Programmphase in: impuls Heft 01/2002 "Valorisation durch Evaluation", herausgegeben von der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim BIBB, Bonn 2002

  • 2

    s. Rauner, F./ Spöttl, G.: Der Kfz-Mechatroniker - Vom Neuling zum Experten. Reihe Berufsbildung, Arbeit und Innovation, Band 12. Bielefeld: Bertelsmann, 2002

  • 3

    vgl. den Entwurf der Erprobungsverordnung zum/zur Kraftfahrzeugmechatroniker/in vom 10.2.03

  • 4

    Fahle, K.: LEONARDO DA VINCI - ein europäisches Modellversuchsprogramm im Wandel, in: BIBB (Hrsg.): BWP - Ausgabe 2/2004, Bonn 2004

  • 5

    Europäischer Rat (Lissabon): Schlussfolgerungen des Vorsitzes, 23. und 24. März 2000, http://www.europarl.eu.int/summits/lis1_de.htm

  • 6

    Council of the European Union: Detailed work programme on the follow-up of the objectives of education and training systems in Europe, 6365/02, Brussels, 20 February 2002

  • 7

    Aufzeichnung der Generaldirektoren für Berufsbildung und -ausbildung, Überlegungen zu einem offenen europäischen Raum für lebenslanges Lernen. Ein neuer Ansatz für die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen und -kompetenzen, Brügge, Okt. 2001, unveröffentl. Papier

  • 8

    s. hierzu http://www.bologna-berlin2003.de/

  • 9

    Kommission der Europäischen Gemeinschaften (Hg.), MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DEN RAT: Aktionsplan der Kommission für Qualifikation und Mobilität, KOM(2002)72, Brüssel, 8.2.2002

  • 10

    Erklärung der Spitzenorganisation der Sozialpartner und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Umsetzung von hochschulischen Leistungspunktesystemen in der beruflichen Weiterbildung am Beispiel der IT-Fortbildungsverordnung vom 25. Februar 2002

  • 11

    Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, zum Thema "Berufsbildungspolitische Schwerpunkte in der 15. Legislaturperiode" anlässlich der Sitzung des BIBB-Hauptausschusses am 18. März 2003 in Berlin, unv. Manuskript

  • 12

    Berufsausbildung soll auf das Hochschulstudium angerechnet werden. BMBF, HRK und KMK unterzeichnen gemeinsame Erklärung, Pressemitteilung 202/03 v. 4.11.2003, http://www.bmbf.de/press/987.php

  • 13

    s. First Report of the Technical Working Group on Credit Transfer in VET, unv. Papier, October 2003 sowie http://www.cedefop.europa.eu/de

  • 14

    National Qualifications Authority of Ireland, http://www.nqai.ie/awardsbodies.htm

  • 15

    Keynote address by Nikolaus van der Pas, Director General, DG Education and Culture, European Commission, 'Education and Training 2010 and the Lisbon goals', Presidency Conference, 'Towards 2010 - Common Themes and Approaches across Higher Education and Vocational Education and Training in Europe', Dublin 8th March 2004, http://www.nqai.ie/vdpspeech.pdf

  • 16

    Europäische Kommission, Generaldirektion Bildung und Kultur (Hrsg.): Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen für die zweite Phase des Programms Leonardo da Vinci (EAC/11/04)

Erscheinungsdatum, Hinweis Deutsche Nationalbibliothek

Veröffentlichung im Internet: 02.06.2004

URN: urn:nbn:de:0035-0040-2

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Diese ist dauerhaft auf dem Archivserver Der Deutschen Bibliothek verfügbar.

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