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Tagungsdokumentation

zur Nutzertagung am 3. und 4. November 2015 in Bonn

Programmflyer

Im Rahmen von 18 Call-for-Papers Beiträgen und drei Gastvorträgen wurden empirische Ergebnisse zu arbeits- und lebensweltlichen Aspekten des Erwerbs und der Verwertung von Bildung und Beruf auf Basis von Forschungsdaten der ausrichtenden Institutionen vorgestellt. Schwerpunkte in insgesamt sieben Sessions waren die Themen: Einkommensungleichheit; Einkommensunterschiede in einer Lebensverlaufsperspektive; Einflüsse auf Bildungsverläufe; Bildungsstrukturen; Arbeitsleben und Familie/Gesundheit; methodische Grundlagen und berufliche Bildung. Zahlreiche Beiträge erschlossen ein spezifisches Analysepotential der Forschungsdaten durch die Verknüpfung mit anderen Datenquellen, beispielsweise durch die Verbindung des Mikrozensus mit der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012. Die insgesamt mehr als 60 Konferenzteilnehmer – darunter Datennutzer und Datenproduzenten bzw. Vertreter der datenproduzierenden Institutionen - nutzten die Tagung, um sich intensiv über inhaltlichen und methodischen Aspekte der Forschungsdaten auszutauschen.

Im ersten Gastvortrag diskutierte Prof. Dr. Reinhold Sackmann (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) u.a. mit Daten des Mikrozensus wie die Institutionen der Transformationsgesellschaften Ostdeutschland und Polen den unvorhergesehenen Geburtenrückgang im Bildungssystem bewältigen und wie Bildungspolitik und -verwaltung Schulschließungen bei Bevölkerungsrückgang einsetzen. Zentrale Ergebnisse seiner empirischen Auswertungen verweisen auf bedeutsame Handlungsspielräume der Infrastrukturpolitik. Im zweiten Gastvortrag stellte Prof. Dr. Christian Imdorf (Universität Bern) Ergebnisse einer gemeinsamen Arbeit mit Kristinn Hegna (Universität Oslo), Verena Eberhard (BIBB Bonn) und Pierre Dora (Universität Québec, Montréal) zum Zusammenhang von Bildungssystemen und Geschlechtersegregation auf Basis eines 3-Ländervergleichs (Deutschland, Norwegen, Canada) vor. Die Analysen u.a. der BIBB-Übergangsstudie 2006 verdeutlichen, dass institutionelle Strukturierungen der Bildungssysteme das Ausmaß und die Struktur der Geschlechtersegregation im Bildungssystem mitbeeinflussen. Dr. Anja Hall präsentierte in einem weiteren Gastvortrag auf Basis der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 Ergebnisse zu Geschlechterunterschieden in beruflichen Höherqualifizierungen durch Aufstiegsfortbildungen. Ihre Analysen zeigen, dass trotz eines erhöhten Angebots von Aufstiegsfortbildungen in den sogenannten Frauenberufen in den letzten Jahren, der Anteil der Männer mit einem Fortbildungsabschluss nach wie vor höher ist als der von Frauen..

Die einzelnen Beiträge der Referenten und Gastredner als Präsentation, PDF oder in Form eines Abstracts finden Sie hier zum Download.