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Berufsbildungspraktiker im Interview mit BIBB-Fachzeitschrift BWP

Zwei Männer an Maschine
© industrieblick-Fotolia

Er war seiner Zeit schlichtweg voraus: Für die Schnittstelle zwischen Produktentwicklung und Fertigung wurde schon 2008 der innovative Beruf des/der Produktionstechnologen/-technologin entwickelt. Technisches Wissen und Kompetenzen bei Produktionsprozessen stehen im Mittelpunkt dieses Berufes, der erst jetzt richtig in der Praxis ankommen könnte. Die Digitalisierung der Arbeitswelt und die zunehmende Vernetzung der industriellen Fertigung („Industrie 4.0“) bieten neue Chancen für diese bislang zu wenig bekannte Ausbildung. Diese Auffassung vertreten Berufsbildungspraktiker im Interview mit der BIBB-Fachzeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis – BWP“, deren aktuelle Ausgabe dem Themenschwerpunkt „Lernen für die digitale Wirtschaft“ gewidmet ist.

Als „neuer Hightech-Beruf mit guten Zukunftschancen“ blieb der/die „Produktionstechnologe/-technologin“, der zusammen mit der zugehörigen Fortbildungsregelung „Geprüfte/-r Prozessmana-ger/-in“ aus einem Guss vorausschauend entwickelt wurde, bislang hinter den Erwartungen zurück. Fünf Jahre nach seiner Einführung gab es bundesweit insgesamt nur 156 Auszubildende, ein Drittel davon in Baden-Württemberg. Laut Andreas Schneider, Leiter Ausbildung bei der Trumpf GmbH in Ditzingen, und Peter Schomakers, Gruppenleiter Ausbildung technische Berufe bei der Robert Bosch GmbH in Stuttgart-Feuerbach, decken Produktionstechnologen/-technologinnen mit ihrer prozess- und produktionsorientierten Ausrichtung wesentliche, in der Industrie 4.0 nachgefragte Bedarfe ab: Sie betreuen Fertigungsabläufe und seien ein Bindeglied zwischen Arbeitsvorbereitung und Produktion. Sie hätten ebenso den Blick fürs Ganze wie für konkrete technische Probleme, verfügen über eine umfassende prozessuale Kompetenz und ein hohes technisches Know-how und würden daher vorrangig bei der Umsetzung von Veränderungsprozessen angesichts der fortschreitenden Digitalisierung eingesetzt. Mit ihrer Problemlösungskompetenz, ihrer Flexibilität und Interdis¬ziplinarität seien Produktionstechnologen/-technologinnen die perfekte Ergänzung zu klassischen Berufen wie Industriemechaniker/-innen, Mechatroniker/-innen und Elektroniker/-innen.

Die Ausbildungsexperten hoffen, dass die durch Industrie 4.0 anstehenden Veränderungen in Ar-beitswelt und -organisation eine neue Dynamik in der Ausbildung zum/zur Produktionstechnologen/-technologin auslösen. Der Beruf mit seiner Zielsetzung, IT-Kompetenz für Produktionsabläufe in die Werkstätten und Produktionshallen zu bekommen, müsse gerade jetzt stärker wahrgenommen und die vorhandenen Potenziale von der Industrie besser genutzt werden. Hierfür sei es jedoch erforderlich, den Bekanntheitsgrad des Berufs zu steigern. Dies gelte insbesondere mit Blick auf Eltern, Lehrer und Berufsberater, die die Jugendlichen bei ihrer Berufswahl unterstützen.

Weitere Informationen im BWP-Beitrag „Neuer Auftrieb für den Produktionstechnologen in der Wirtschaft 4.0?“. Das Interview steht kostenlos zum Download unter www.bibb.de/bwp-7859 zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Ausbildung „Produktionstechnologe/-technologin“ unter www.bibb.de/de/berufeinfo.php/profile/apprenticeship/271107