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Offenes Verfahren

Interventionsstudie zum Vergleich verschiedener Potentialanalyseverfahren

Bezeichnung (Anschrift) der zur Angebotsabgabe auffordernden Stelle, der den Zuschlag erteilenden Stelle sowie der Stelle, bei der die Angebote einzureichen sind:
Bundesinstitut für Berufsbildung, Robert-Schuman-Platz 3, 53175 Bonn

Ansprechpartner:
Für Fragen steht Ihnen Frau Cornelia Foehrmann, Telefon: 0228/107-1928 und Frau Michaela Sieberling, Telefon: 0228/107-2926, zur Verfügung.

Bieteranfragen müssen schriftlich an die Ansprechpartner gerichtet werden.
Fragen und Antworten werden grundsätzlich allen potenziellen Bietern zur Verfügung gestellt, um eine Gleichbehandlung zu gewährleisten. Diese werden dann als „Bieterfragen“ in der Anlage dieser Ausschreibung bei den „benötigten Unterlagen“ veröffentlicht.
Um etwaige Fragen zum Vergabeverfahren oder der zu erbringenden Leistung umfänglich beantworten zu können, wird darum gebeten, alle Auskünfte rechtzeitig bis zum 07.09.2018 zu stellen.

Die Bieter sind gehalten, ausschließlich im Wege schriftlicher Fragen mit dem Auftraggeber zu kommunizieren und von jedweder anderen Form der Kontaktaufnahme abzusehen. Der Auftraggeber wird jeden Versuch der Kontaktaufnahme, der nicht in schriftlicher Form besteht, umgehend zurückweisen.

Vergabeverfahren:
Die Beschaffung erfolgt im Offenen Verfahren gemäß §§ 119 Abs. 1 GWB, 15 VgV.
Der Auftraggeber verfährt hierzu nach den Vorschriften des Teils 4 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und der Vergabeverordnung zur Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV), ohne dass diese Vertragsbestandteile werden. Der Bieter hat einen Rechtsanspruch auf Anwendung dieser Bestimmungen.

Art und Umfang der Leistung:
Das Bundesinstitut für Berufsbildung beabsichtigt im Rahmen eines Offenen Verfahrens den Auftrag:“ Interventionsstudie zum Vergleich verschiedener Potentialanalyseverfahren“ zu vergeben.

 
Aufteilung in Lose:

Der Auftrag wird in drei Lose aufgeteilt:

  • Los 1: Wissenschaftliche Umsetzung der Interventionsstudie (exkl. Durchführung der Interventionen). Ab Seite 8 der Leistungsbeschreibung
  • Los 2: Bildungsträger im Berufsorientierungsprogramm: Bereitstellung der Kooperationsschulen und des pädagogischen Personals, Bereitstellung eines eigenen Potenzialanalyseverfahrens und Schulung der pädagogischen Fachkräfte darin, Umsetzung aller Interventionen vor Ort, Durchführung der Vortest- und Nachtest-Befragungen.
    Ab Seite 15 der Leistungsbeschreibung.
  • Los 3: Entwicklung eines zweitägigen Potenzialanalyseverfahrens mit reflexions- und biografieorien-tierten Aufgabenstellungen, Erprobung des Verfahrens in 3 Klassen und erforderliche Anpassungen. Schulung der pädagogischen Fachkräfte im Verfahren.
    Ab Seite 22 der Leistungsbeschreibung.

Ablauf der Angebotsfrist (wurde verlängert):
Das Angebot muss bis zum 12.09.2018, 10:00 Uhr, beim Bundesinstitut für Berufsbildung eingegangen sein.

Der verschlossene Umschlag ist wie folgt zu beschriften:

Nicht öffnen - enthält Angebot: “Interventionsstudie“

Bundesinstitut für Berufsbildung
Frau Cornelia Foehrmann
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn

Mit dem Angebot sind die Vergabe- und Vertragsunterlagen ( Kostenplan, Eigenerklärung zur Eignung, Eigenerklärung zur beruflichen Leistungsfähigkeit, Vordruck Auftragsverarbeitung) ausgefüllt und unterschrieben einzureichen. Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen. Es muss rechtsverbindlich unterschrieben sein und alle geforderten Informationen und Angaben enthalten. Alle Dokumente sind in zweifacher Ausfertigung einzureichen.

Das Angebot kann auch an der Pforte des BIBB (Wegbeschreibung und Anschrift abgegeben werden siehe Anlage “An- und Abfahrt zum/vom Dienstgebäude Bundesinstitut für Berufsbildung“). Die Pforte ist montags bis sonntags von 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr besetzt.
Die Abgabe des Angebotes in elektronischer Form ist nicht möglich.

Es wird darauf hingewiesen, dass die rechtzeitige Zustellung des Angebots im Verantwortungsbereich des Bieters liegt. Berücksichtigt werden ausschließlich Angebote, die bis zum 12.09.2018, 10:00 Uhr, unter o. g. Anschrift eingegangen sind

Berichtigungen und Änderungen zu abgebenden Angeboten können bis zum Ablauf der Angebotsfrist in schriftlicher Form vorgenommen werden. Nach der Angebotsfrist eingegangene Berichtigungen und Änderungen werden nicht berücksichtigt. Angebote, die aus Gründen, die der Bieter zu vertreten hat, verspätet eingehen, werden nicht berücksichtigt.

Hinweis

Das Design des Angebotes spielt bei der Bewertung keine Rolle, maßgebend ist der Inhalt.
Das Angebot sollte daher zur leichteren Verarbeitung folgendermaßen gestaltet werden:
Format DIN A 4, gelocht, nicht geheftet und nicht gebunden!

Der Bieter hat sicherzustellen, dass die von ihm eingereichten Unterlagen vollständig, verständlich und eindeutig sind. Sämtliche Angebotsbestandteile müssen daher insbesondere strukturiert und eindeutig gekennzeichnet sein.

Die Vergabe- und Vertragsunterlagen finden Sie am Ende dieses Textes.
Die Zuschlags- und Bindefrist wurde verlängert und endet am: 31.10.2018

Zuschlagskriterien:
Siehe Leitungsbeschreibung

  • Eignungskriterien zu Los 1:
    • Erfahrung des Bieters mit vergleichbaren Interventionsstudien, Forschungsprojekten oder Evaluationsvorhaben, nachzuweisen durch mindestens drei Referenzen aus den letzten drei Jahren.
    • Sachkompetenz im Themenfeld Berufsorientierung und Berufswahl, belegt durch Angabe von mindestens fünf Projekten im spezifischen Themenfeld aus den letzten drei Jahren
    • Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Ministerien/obersten Bundesbehörden, belegt durch mindestens zwei Referenzen aus den letzten drei Jahren
    • Nachgewiesene Fachkompetenz des eingeplanten Personals:
      • Sozialwissenschaftliche Fach- und Methodenkompetenz belegt durch Erfahrung im Einsatz von quantitativen Forschungsmethoden von mindestens 3 Jahren
      • Erfahrung mit vergleichbaren Interventionsstudien, Forschungsprojekten oder Evaluationsvorhaben, belegt durch mindestens eine Referenz in den letzten drei Jahren
      • Sachkompetenz zum Thema Berufsorientierung und Berufswahl belegt durch mindestens drei Vorträge, Projekte oder Veröffentlichungen zum Thema in den letzten zwei Jahren
      • Erfahrung mit der Befragung von Schülerinnen und Schüler oder Jugendlichen aus mindestens zwei Projekten
    • Dem Angebot sind folgende Unterlagen beizufügen:
      • Angaben zum Firmenprofil und zu den Kompetenzen inkl. Referenzen und Projektlisten zu den oben genannten Themen
      • Angaben zu allen beteiligten Personen inkl. Kurzvita, Referenzen und Liste von Veröffentlichungen, Vorträge und Projekten zu den oben genannten Themen. Benennung der vorgesehenen Funktionen aller beteiligten Personen im Rahmen des Auftrags. 
    • Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
      • Erklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens der letzten drei Jahre, nach Jahren getrennt. Der Mindestumsatz muss 150.000 € Euro pro Jahr betragen.
  • Eignungskriterien zu Los 2
    Berufliche Leistungsfähigkeit
    • Erfahrung in der Umsetzung des Berufsorientierungsprogramms und von Potenzialanalysen. Wird durch BIBB anhand der vorliegenden Unterlagen geprüft.
    • Existenz eines trägereigenen Potenzialanalyseverfahrens, das sich für den Einsatz im BOP auch mit Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Leistungsniveaus durch mindestens dreijährigen Erfahrung bewährt hat und das einer regelmäßigen Qualitätssicherung unterliegt. Das Verfahren muss über an das Leistungsniveaus anpassbare Aufgabenstellungen verfügen und eine Vielfalt hinsichtlich der Aufgabentypen und Sozialformen (Einzel-, Partner- und Gruppenaufgaben) bieten.
      Notwendige Belege:
      • Beschreibung des Verfahrens, der Entstehung und von Qualitätssicherungsmaßnahmen
      • Darstellung der Einsatzbereiche inkl. Teilnehmerzahlen in den letzten drei Jahren
        Sofern vorliegend, können Verfahrenshandbücher und Ergebnisse von Zufriedenheitsbefragungen beigefügt werden.
    • Sachkompetenz im Themenfeld Berufsorientierung und Berufswahl, belegt durch Angabe von mindestens drei Projekten im spezifischen Themenfeld aus den letzten fünf Jahren
    • Kooperationsbeziehungen/Vernetzung mit jeweils mindestens 6 Schulen der im Rahmen der Interventionsstudie vorgesehenen Schulformen Hauptschule (oder vergleichbar) und Gymnasien. Belegt durch Schulliste inkl. Schülerzahlen für die Klasse 8 und Einschätzung, ob die jeweilige Schule zur Teilnahme am Forschungsprojekt bereit wäre. Darüber hinaus muss angegeben werden, über wie viele Kooperationsschulen der Bieter insgesamt verfügt (in und außerhalb des BOP).
    • Nachgewiesene Fachkompetenz des eingeplanten Personals:
      Alle 17 vorgesehenen pädagogischen Fachkräfte, die die Interventionen umsetzen sollen, müssen über folgende Fachkompetenz verfügen:
      • Einsatz als Verantwortliche bzw. Beobachter/-innen in der Potenzialanalyse und in Reflexionsgesprächen seit mindestens zwei Jahren.
      • Vorliegende Schulung im trägereigenen Verfahren
        Die Projektleitung beim AN 2 muss darüber hinaus über weitere Sachkompetenz zum Thema Berufsorientierung und Berufswahl verfügen, belegt durch Beteiligung an mindestens drei weiteren Projekten zum Thema in den letzten fünf Jahren.
      • Dem Angebot müssen folgende Unterlagen beigefügt werden:
        • Angaben zum Firmenprofil inkl. Referenzen und Projektlisten zu den oben genannten Themen
        • Angaben zum trägereigenen Potenzialanalyseverfahren
        • Angaben zu allen beteiligten Personen inkl. Kurzvita und Aufstellung der geforderten Projekterfahrungen
        • Angaben zum Projektverantwortlichen
        • Schulliste und Angaben zu Anzahl aktueller Kooperationsschulen und bisheriger Teilnehmerzahlen von Schülerinnen und Schüler am eigenen Potenzialanalyseverfahren 
    • Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
      • Erklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens der letzten drei Jahre, nach Jahren getrennt. Der Mindestumsatz muss 200.000 € Euro pro Jahr betragen.
  • Eignungskriterien zu Los 3:
    Berufliche Leistungsfähigkeit
    • Vorliegende Erfahrungen in der Entwicklung von biografie- und reflexionsorientierten Aufgabenstellungen für den Einsatz zur Potenzialanalyse mit Schülerinnen und Schülern in der Berufsorientierung und in der Schulung pädagogischer Fachkräfte zur Umsetzung, belegt durch Angabe und Beschreibung mindestens eines Projekts aus den letzten drei Jahren.
    • Erfahrungen in den Themenfeldern Potenziale/Kompetenzen, Berufs- und Studienorientierung und Berufswahl sowie in der Schulung von pädagogischen Fachkräften, belegt durch Angabe von mindestens fünf Projekten im spezifischen Themenfeld aus den letzten fünf Jahren.
    • Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Ministerien/obersten Bundesbehörden, belegt durch mindestens zwei Referenzen aus den letzten drei Jahren
    • Nachgewiesene Fachkompetenz des eingeplanten Personals:
      • Erfahrung in der Entwicklung von biografie- und reflexionsorientierten Aufgabenstellungen für den Einsatz zur Potenzialanalyse mit Schülerinnen und Schülern in der Berufsorientierung und in der Schulung pädagogischer Fachkräfte zur Umsetzung, belegt durch Angabe und Beschreibung mindestens eines Projekts aus den letzten drei Jahren.
      • Erfahrung mit anderen Berufsorientierungs- oder ähnlichen Bildungsprojekten mit Schülerinnen und Schüler und in der Kooperation mit Schulen, belegt durch Angabe von mindestens zwei Projekten aus den letzten drei Jahren.
    • Dem Angebot sind folgende Unterlagen beizufügen:
      • Angaben zum Firmenprofil und zu den Kompetenzen inkl. Referenzen und Projektlisten zu den oben genannten Themen
      • Angaben zu allen beteiligten Personen inkl. Kurzvita, Referenzen und Liste von Veröffentlichungen, Vorträge und Projekten zu den oben genannten Themen. Benennung der vorgesehenen Funktionen aller beteiligten Personen im Rahmen des Auftrags. 
    • Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
      • Erklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens der letzten drei Jahre, nach Jahren getrennt Der Mindestumsatz muss 45.000 € Euro /Jahr betragen.


Nebenangebote:
Es sind keine Nebenangebote zugelassen.

Kosten:
Kosten für die Erstellung eines Angebotes werden nicht erstattet.

Ausschlusskriterien:
Zum Ausschluss des Angebotes führen:
Änderungen in den Vergabeunterlagen sowie die Nichtanerkennung der Vertragsbedingungen des Auftraggebers, sonstige nach § 57 VgV fehlende Angaben.
Änderungen oder Ergänzungen an den Vergabeunterlagen dürfen nicht vorgenommen werden. Die Umwandlung der zur Verfügung gestellten pdf-Datei in eine word-Datei führt zum Ausschluss des Angebotes.

Unvollständige Angebote können ausgeschlossen werden. Der Auftraggeber kann unter Beachtung der Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachfordern bzw. vervollständigen oder korrigieren lassen oder eine Aufklärung über aufklärungsbedürftige Inhalte der Angebote, ggf. auch mehrfach, betreiben. Eine solche Nachforderung, Vervollständigung oder Korrektur ist gemäß § 56 Abs. 3 VgV unzulässig, soweit es sich um leistungsbezogene Unterlagen handelt, die die Wirtschaftlichkeitsbewertung der Angebote anhand von Zuschlagskriterien betreffen. Auf die Ausnahme in § 56 Abs.3 VgV wird hingewiesen.

Rechtliche Grundlagen:
Das Angebot des Bieters und die vom Bieter zur angebotenen Leistung gemachten Angaben,
die Allgemeinen Vertragsbedingungen des BIBB sowie
die Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Leistungen (VOL/B).

Leistungsumfang:
Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung.
Die Leistung ist als Gesamtleistung anzubieten.
Es ist beabsichtigt, einen Vertrag auf der Grundlage der Leistungsbeschreibung, des Kostenplans und des Angebotsblatts abzuschließen.

Angebot/Preise:
Grundsatz:
- Preisvorbehalte sind ausgeschlossen
- Preiserhöhungen während der Vertragslaufzeit sind ausgeschlossen
- Etwaige Anpassungen der Umsatzsteuer bleiben davon unberührt
Hinweis:
Die vom Bieter genannten Preise werden im Rahmen der Angebotsbewertung zugrunde gelegt. Das Angebot muss alle Kosten enthalten.

Verschwiegenheit:
Der Bieter hat - auch nach Beendigung des Vergabeverfahrens - über die ihm bekannt gewordenen Angelegenheiten der ausschreibenden Stelle Verschwiegenheit zu wahren. Er hat hierzu auch die an der Erstellung des Teilnahmeantrags bzw. des Angebots beteiligten Mitarbeiter zu verpflichten.
Die vorliegenden Unterlagen einschließlich sämtlicher Formulare und Vertragsunterlagen sowie die darin enthaltenen Informationen und alle weiteren von dem Auftraggeber zur Verfügung gestellten Informationen sind vom Bieter vertraulich zu behandeln. Die betreffenden Unterlagen bzw. die in ihnen enthaltenen Informationen dürfen von dem Bieter nur für Zwecke dieses Vergabeverfahrens verwendet, vervielfältigt oder Dritten zugänglich gemacht werden.

Bietergemeinschaften:
Im Angebot sind jeweils die Mitglieder sowie eines der Mitglieder als bevollmächtigter Vertreter für den Abschluss und die Durchführung des Vertrages zu benennen. Der bevollmächtigte Vertreter hat das Angebot eigenhändig zu unterschreiben. Eine Darlegung der einzelnen Zuständigkeiten ist dem Angebot beizufügen. Die Mitglieder der Bietergemeinschaft verpflichten sich für alle im Zusammenhang mit dem Vertrag entstehenden Verbindlichkeiten zur gesamtschuldnerischen Haftung.
Die Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß §§ 123, 124 GWB i. V. m. § 42 VgV ist von allen beteiligten Mitgliedern zu machen (siehe Anlage: Eigenerklärung zur Eignung).
Die nachträgliche Bildung einer Bietergemeinschaft oder Veränderung ihrer Zusammensetzung wird nicht zugelassen.

Nachunternehmen/Unteraufträge:
Der Bieter soll sich insbesondere bei Großaufträgen bemühen, Unteraufträge an kleine und mittlere Unternehmen in dem Umfang zu erteilen, wie es mit der vertragsgemäßen Ausführung der Leistung vereinbart werden kann. Für den Fall der Weitergabe von Leistungen sind mit dem Angebot die vorgesehenen Unterauftragnehmer namentlich zu benennen und Art und Umfang der Unterauftragsvergabe zu beschreiben. Die Eigenerklärung zur Eignung ist auch von den Unterauftragnehmern auszufüllen und zu unterschreiben.

Mindestlohngesetz:
Zum 01.01.2015 wurde gem. § 1 MiLoG der Mindestlohn eingeführt. Diesbezüglich macht das Gesetz auch Vorgaben zur Beachtung im Vergabeverfahren der öffentlichen Hand. Hierfür ist ab einem Auftragswert in Höhe von 30.000 € für die Bewerberin oder den Bewerber, die oder der den Zuschlag erhalten soll, stets eine Auskunft aus dem Gewerbezentralregister anzufordern.

Prüfpflicht des Bieters:
Der Bieter ist verpflichtet, die Vergabeunterlagen nach Erhalt auf Vollständigkeit zu prüfen und der oben genannten Kontaktstelle das Fehlen von Unterlagen/Anlagen unverzüglich und rechtzeitig vor Ablauf der Angebotsfrist schriftlich per E-Mail anzuzeigen.
Enthalten die Vergabeunterlagen oder die sonstigen im Rahmen des weiteren Verfahrens zur Verfügung gestellten Unterlagen, Auskünfte oder Informationen nach Auffassung des Bieters Unklarheiten, Lücken oder Widersprüche, die die Angebotslegung erschweren oder beeinflussen können, so hat der Bieter den Auftraggeber unverzüglich und rechtzeitig vor Ablauf der Angebotsfrist darauf hinzuweisen. Hinweise sind ebenfalls schriftlich – per E-Mail an die genannte Kontaktstelle zu richten.

Einlegung von Rechtsbehelfen:
Unternehmen haben einen Anspruch auf Einhaltung der bieter- und bewerberschützenden Bestimmungen über das Vergabeverfahren gegenüber dem öffentlichen Auftraggeber.
Sieht sich ein am Auftrag interessiertes Unternehmen durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften in seinen Rechten verletzt, ist der Verstoß unverzüglich beim BIBB zu rügen. Verstöße, die aufgrund der Bekanntmachung oder der Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zu der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Angebotsabgabe gegenüber dem BIBB geltend gemacht werden. Teilt das BIBB dem Unternehmen mit, seiner Rüge nicht abhelfen zu wollen, so besteht die Möglichkeit innerhalb von 15 Tagen nach Eingang der Mitteilung einen Antrag auf Nachprüfung bei der Vergabekammer zu stellen. Bieter deren Angebote für den Zuschlag nicht berücksichtigt werden sollen, werden vor dem Zuschlag gemäß § 134 GWB darüber informiert. Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung dieser Information durch das BIBB geschlossen werden. Bei Übermittlung auf elektronischem Wege beträgt diese Frist 10 Kalendertage. Sie beginnt am Tag nach Absendung der Information durch das BIBB.
Ein Nachprüfungsantrag ist gemäß § 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 GWB unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Weiter wird auf die Rügeobliegenheiten gemäß § 160 Abs. 3 GWB verwiesen

Zuständige Stelle für Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
Villemombler Straße 76
D-53123 Bonn
Tel-Nr.: +49 (228) 9499-0
Fax-Nr.: +49 (228) 9499-163