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Mein Praktikum in Dublin - Lena Marchlick

Lena Marchlick, Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau, absolvierte ein Auslandspraktikum in der Higher Education Authority (HEA). Die HEA beschäftigt sich mit den Programmen "Erasmus" und "Erasmus+", welche unter anderem Auslandspraktika ermöglichen.

Vom Montag, den 17. Juli bis Freitag, den 18. August habe ich ein Praktikum in der Higher Education Authority (HEA) in Dublin absolviert. Dort war ich Teil des International Programmes Team, dass sich hauptsächlich mit dem Erasmus+ Programm für Studenten beschäftigt. Dieses Programm ermöglicht einen europaweiten Austausch von Studentinnen und Studenten, die ein Semester an einer ausländischen Uni verbringen möchten. Das Erasmus+ Programm war mir bereits von meiner Zeit in der Nationalen Agentur (NA) bekannt, jedoch im Bereich der beruflichen Bildung. Die Nationale Agentur ist ein Drittmittelprojekt des BIBB, in dem ich den Großteil meiner Ausbildung verbracht habe. Neben der Verbesserung meiner Sprachkenntnisse war es interessant, das Erasmus+ Programm von einer anderen Seite kennen zu lernen. Meine Aufgaben in der HEA umfassten die Evaluierung von Berichten, die Verbreitung des Erasmus+ Programms und Recherchen. Zudem habe ich mich während der gesamten Zeit um die Social Media Accounts des Teams gekümmert. In der NA hatte ich auch schon Erfahrungen im Social Media Bereich gesammelt und fand es gut, meine Kenntnisse in diesem Bereich zu erweitern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HEA waren sehr nett und hilfsbereit, was man im Allgemeinen über fast alle Iren sagen kann. Ich habe mich in Irland und besonders in meinem Praktikum sehr wohl und sofort willkommen gefühlt.
Ungewohnt war für mich das Arbeiten in einem Großraumbüro. Probleme hatte ich damit jedoch keine und es war für mich eher eine nette Abwechslung zu meinem Zweierbüro in Deutschland. Generell fand ich die Arbeitsatmosphäre dort etwas lockerer als in Deutschland, da sich beispielsweise jeder in der HEA mit Vornamen angesprochen hat.

In den ersten zwei Wochen meines Praktikums habe ich bei einer Gastfamilie im nördlichen Teil von Dublin gelebt. Super war, dass dort auch zwei französische Studentinnen gelebt haben, mit denen ich am Wochenende etwas unternommen und andere Studentinnen von ihrer Sprachschule kennen gelernt habe. Die Familie hatte außerdem drei kleine Kinder und einen Hund, wodurch das Haus ziemlich voll war. Trotzdem habe ich mich dort wohl gefühlt, da die Familie total hilfsbereit und freundlich war. Auf meinem Weg zur HEA musste ich praktischerweise im Zentrum von Dublin umsteigen, weswegen ich fast jeden Nachmittag dort verbracht habe und die Stadt so sehr schnell kennen gelernt habe.
Für die letzten drei Wochen bin ich in den Süden von Dublin gezogen und habe dort bei einem Mitarbeiter der HEA gelebt. Sehr schön war, dass ich auf meinem Weg von dort zur Arbeit circa eine halbe Stunde mit der Bahn am Meer entlanggefahren bin. Ich fand es gut während der Zeit in Dublin einmal umzuziehen, da ich so mehr von Dublin kennen lernen konnte und beide Unterkünfte ihre Vorteile hatten. Bei dem Mitarbeiter der HEA war es ruhiger und ich hatte mehr Platz. Leider kam ich auf meinem Arbeitsweg nicht mehr am Stadtzentrum vorbei, dafür bin ich dann nachmittags am Strand, in den umliegenden Stadtteilen oder beispielsweise im Killiney Hillpark gewesen.

An zwei Wochenenden habe ich Besuch aus Deutschland bekommen. Zwei Kolleginnen aus der NA haben mich in Dublin besucht und wir haben gemeinsam Glendalough und Howth besichtigt. Am darauffolgenden Wochenende ist mein Freund nach Irland geflogen und ich habe mit ihm unter anderem an einer Stadt- und einer Gefängnisführung teilgenommen. Leider hatte die Tour Führerin im Gefängnis einen sehr starken Akzent und recht schnell geredet, wodurch wir nicht viel verstanden haben. Die Stadtführung hingegen war sehr interessant und es war leicht dem Tour Guide drei Stunden zu zuhören. Ich habe was meine Englisch Sprachkenntnisse im Allgemeinen angeht definitiv eine Verbesserung bemerkt. Mit meinem Freund bin ich außerdem nach Bray gefahren, um dort auf den Bray Head, einem Berg direkt am Meer, zu steigen. Auf unserem Weg nach Bray sind wir am Strand entlang spaziert und haben sogar eine Robbe gesehen. Natürlich habe ich ihn auch mit ein paar Spezialitäten, wie dem irischen Frühstück, Scones oder Tee mit Milch bekannt gemacht.

An meinem letzten Wochenende in Dublin habe ich an zwei Tagestouren teilgenommen. Samstag ging es zu den Cliffs of Moher und Sonntag nach Connemara und Galway. Beides liegt im Westen von Irland. Obwohl die Busfahrten dorthin recht lange dauern, ging die Zeit schnell vorbei. Die Tour Guides erzählen zwischendurch immer mal wieder etwas zur Geschichte Irlands oder zu Sehenswürdigkeiten und Orten an denen wir vorbeikamen. Trotzdem fand ich die Zeit an den Tourzielen viel zu kurz. In Galway konnte ich beispielsweise nur anderthalb Stunden verbringen. An sich hat der Westen mir aber sehr gut gefallen, besonders Connemara. Die Landschaft dort ist total schön und überall standen Schafe auf der Straße oder sind dort rumspaziert.
Jedem, der die Möglichkeit hat, würde ich empfehlen ein Auslandspraktikum zu machen. Man kann neue berufliche Erfahrungen sammeln und seine Sprachkenntnisse verbessern. Zudem lernt man, sich in einem fremden Land ganz alleine zurecht zu finden und dort neue Kontakte zu knüpfen. Besonders Irland kann ich als Zielland empfehlen, da die Leute dort sehr freundlich und hilfsbereit sind. Zudem ist das Land total schön und wer würde nicht gerne nach der Arbeit zum Strand fahren oder am Wochenende mal in einem echten Irischem Pub etwas trinken gehen.
Ich bin froh, dass die Möglichkeit hatte ein Praktikum in Dublin zu absolvieren und habe auf jeden Fall vor, bald wieder vorbeizuschauen!