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Fachwirt/-in EE und Energieeffizienz

Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines Fortbildungsgangs zum/zur Fachwirt/-in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (HWK)

Eine neu entwickelte kammerzertifizierte Fortbildung vermittelt Kompetenzen für Kundenberatung, energietechnisches Know-how und neue Geschäftsfelder. Von Teilnehmenden aus unterschiedlichen Berufen wird diese Fortbildung sehr gut angenommen.

Frau jongliert mit vier nachhaltigkeitsthematisch bebilderten Bällen
© Universität Oldenburg

Ausgangslage
Seit einigen Jahren wird die Qualifizierung von Fachkräften für die zukünftige Energieversorgung und -nutzung als eines der Kernbereiche der Berufsbildung für nachhaltiges Wirtschaften diskutiert. Inzwischen ist ein - wenn auch kleines - Angebot an Studiengängen zur ingenieurwissenschaftlichen Entwicklung und zum Management von Energiesystemen entstanden. Während damit die akademische Aus- und Weiterbildung von Fachkräften recht gut abgedeckt wird, sind nicht-akademische Qualifizierungsangebote noch Mangelware. Für die Umsetzung tragfähiger Entwürfe hin zu einer Energiewende bedarf es jedoch der Qualifizierung von Fachkräften, die auf operativer Ebene schnittstellenübergreifend zukunftsfähige Energiesysteme in der Praxis gestalten.
Das Verbundprojekt des Fachgebiets Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Universität Oldenburg und des Bundestechnologiezentrums für Elektro- und Informationstechnik (bfe) in Oldenburg hatte sich dieser Aufgabe angenommen.

Projektziel
Entwicklung, Erprobung, Evaluierung und Etablierung eines Fortbildungsgangs für Interessent(inn)en ohne Hochschulzugangsberechtigung zum/zur Fachwirt/in - Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Projektverlauf
Auf die Beförderung von Schnittstellenkompetenzen, System-Knowhow und generalistischem Verständnis ausgerichtet wurden betriebswirtschaftliche Lerninhalte mit technisch-gewerblichen verzahnt. Methodisch-didaktisch wurden Ansätze des selbstorganisierten und arbeitsbezogenen Lernens zusammen mit Blended Learning-Ansätzen realisiert.
Im ersten Jahr des dreijährigen Vorhabens wurden empirische Erhebungen in Form von Expert(inn)en- und Abnehmer/-innen-Befragungen sowie Dokumentenanalysen durchgeführt. Auf dieser Basis wurden Handlungsfelder und Kompetenzziele für das Curriculum sowie die Prüfungsordnung entwickelt. Als beratende und begleitende Institution wurde eine Steuerungsgruppe, bestehend aus Akteuren der Berufsbildung, Wirtschaft und Kammern, eingerichtet. Im zweiten und dritten Jahr wurde die Fortbildungsmaßnahme mit 15 Fach- und Führungskräften von KMU durch das bfe erprobt sowie laufend durch die Universität evaluiert. Ziel ist die dauerhafte Implementierung der Fortbildung am bfe sowie der Erlass zur staatlich anerkannten Fortbildung nach § 54 BBiG.