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Offshore-Kompetenz

Berufliche Kompetenzen von Fachkräften für Windenergieanlagen an Land und auf See - Analyse und Sicherstellung beruflicher Kompetenzen und des Qualifikationsbedarfs von Fachexperten bei Montage, Inbetriebnahme und Service von Offshore-Windenergieanlagen sowie Entwicklung und Implementierung nachhaltiger regionaler Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen

Windkraftanlagen
© ITB der Universität Bremen

Die Erforschung und Definition von Kernarbeitsprozessen führte ‒neben der Verwertung innerhalb von Weiterbildungsmaßnahmen ‒ zur Empfehlung einer Neuordnung eines Berufsprofils "Mechatroniker/-in" mit Fachexpertise bei Montage, Inbetriebnahme und Service von Windenergieanlagen.

 

Ausgangslage
Für die Küstenländer führt die Etablierung der Energiegewinnung mittels Offshore-Windenergieanlagen bereits heute dazu, dass sich neue Industrien ansiedeln und den notwendigen Strukturwandel unterstützen. Während für die Anlagen- und Systemhersteller an Land vorhandene Ausbildungsberufe hinreichend gut auf die betrieblichen Anforderungen abgestimmt sind, gibt es neue Arbeitsherausforderungen bei der Errichtung, der Montage und dem Betrieb von Offshore-Windkraftanlagen. Daraus resultiert ein veränderter Bedarf nach Fachkräften mit einem Qualifikationsprofil, das darauf ausgerichtet ist, Offshore-Windkraftanlagen zu errichten, zu betreiben, zu warten und effiziente Arbeitsstrukturen bzw. -organisationsformen zu schaffen. Die dazu notwendigen Kompetenzen waren bislang noch nicht erforscht oder curricular erfasst und damit nicht Gegenstand der Aus- und Weiterbildung geeigneter Berufsgruppen.

Projektziel
war die Gestaltung beruflicher Curricula, die auf der einen Seite Inhalte der beruflichen Facharbeit darstellen und auf der anderen Seite die internationalen Standards in Bezug auf die Errichtung von Offshore-Anlagen und die Dimensionen der Nachhaltigkeit widerspiegeln sowie einen Bezugsrahmen für die Festlegung von Qualifikationsstandards und deren Einordnung in einen Europäischen Qualifikationsrahmen (EQF) bieten. Gleichzeitig wurden die Curricula exemplarisch in einer Berufsbildenden Schule (BBS Cuxhaven) und einer Weiterbildungsorganisation (pm|c) in den Regionen Landkreis Cuxhaven und Landkreis Nordfriesland umgesetzt sowie im Unterricht bzw. für Weiterbildungen angewandt.
Mit dem beantragten Vorhaben war ferner beabsichtigt, die Dimension der Nachhaltigkeit als curricularen Bestandteil der beruflichen Aus- und Weiterbildung zu verankern. Bei den Berufsbildern sollte die Möglichkeit geprüft werden, über die Struktur der Einsatzfelder die Inhalte in die Berufsbilder und Ausbildungsordnungen zu integrieren.

Projektverlauf
Wenn im großen Maßstab mit der Errichtung von Windparks in der Nord- und Ostsee begonnen wird, besteht die Möglichkeit, durch entsprechende Forschungsmaßnahmen die Facharbeit wissenschaftlich zu analysieren und zu begleiten, um damit Rückschlüsse auf die Arbeitsprozesse der Facharbeiter und Facharbeiterinnen, den derzeitigen Qualifikationsbedarf und den zukünftigen Bedarf an Fachpersonal zu ziehen.
Kooperationsinitiativen sollten ergriffen werden mit Blick auf die aktuelle Arbeitsorganisation, regionale Netzwerkbildung der Akteure der Aus- und Weiterbildung, die Verbesserung existierender Kooperationen durch einen Bottom-up-Prozess und die Herausbildung einer Lernortkooperation.
In einem besonderen Schritt sollte sichergestellt werden, dass die Dokumentation betrieblichen Erfahrungswissens im Sinne eines arbeitsprozessbezogenen Wissensmanagements stattfand. Die Untersuchungen zur Aufschlüsselung der erforderlichen Qualifikationen wurden so angelegt, dass die europäische Dimension der Offshore-Unternehmen bei der Montage, der Inbetriebnahme und dem Betrieb von Anlagen mit erfasst wurde.