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NaBiKa

Nachhaltige Bildungskarrieren in der Chemieindustrie

Neue Anregungen erhält das Bildungspersonal für chemische Berufe durch praxisnahe Handreichungen für den Aus- und Weiterbildungsprozess. Das gemeinsam entwickelte Leitbild für Berufsbildungseinrichtungen im Bereich Chemie ließe sich auch auf andere Branchen übertragen.

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Ausgangslage
Die Chemieindustrie wird zum Reagenzglas für ein ambitioniertes Bildungsprojekt bei der RHEIN-ERFT AKADEMIE. Es geht um nicht weniger als die Etablierung des Nachhaltigkeitsgedankens in die berufliche Aus- und Weiterbildung am Beispiel der Chemieindustrie. Diese ist als Betrachtungsfeld besonders geeignet, sieht sie sich doch mit zahlreichen Aspekten der Forderung nach Nachhaltigkeit konfrontiert. So geht es bei nachhaltiger Chemie zum einen um die Begrenzung von Risiken und den Gefährdungsabbau, zum anderen um Nutzenaspekte wie der Beitrag der Chemie zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz, zum Übergang zu erneuerbaren Rohstoffen oder zu nachhaltigen Konsummustern und Lebensstilen.
Voraussetzung für nachhaltiges Handeln ist eine entsprechende Handlungs- und Gestaltungskompetenz von Entscheidern, Beschäftigten und Lernenden. Sie müssen die gegenseitige Abhängigkeit von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft verstehen, Probleme in ihrem Umfeld voraussehen können und fähig sein, sich diesen Problemen zu stellen und sie zu lösen.

Projektziel und Vorgehensweise
Um eine solche Nachhaltigkeitskompetenz als Bildungsziel zu verankern, ist die Identifikation und Beschreibung der in Zukunft zu vermittelnden Kompetenzen notwendig. NaBiKa widmete sich daher der Suche nach geeigneten Indikatoren zur Beschreibung nachhaltigen Handelns im Untersuchungsfeld. Hinzu kam die Auswahl einer geeigneten Messmethode, um Stand und Veränderungen von Kompetenzen zu erkennen und Kompetenzentwicklungsmaßnahmen ableiten zu können.
Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für die Entwicklung konkreter Aus- und Weiterbildungsmodule. Nach Umsetzung, Erprobung und Evaluation sollten die Resultate in praxistaugliche Modulbeschreibungen, Handreichungen für Aus- und Weiterbildner, Empfehlungen für die universitäre Ausbildung sowie Vorschläge für die Anpassung von Ausbildungsrahmenplänen und Curricula einmünden. Nicht zuletzt galt es, die Projekterfahrungen unter Transfer- und Verwertungsgesichtspunkten auch Interessierten über das Betrachtungsfeld Chemieindustrie hinaus verfügbar zu machen.

Beteiligte Akteure
NaBiKa war als Verbundprojekt angelegt. Konzeptionelle Partner des Projektes waren das Institut für Chemie und ihre Didaktik an der Universität zu Köln, das Institut für Technologie und Management Rheinland (FHM-ITM) sowie das Rhein-Erft Berufskolleg. Partner in der praktischen Umsetzung und Erprobung waren neben dem industriellen Dienstleister InfraServ Knapsack weitere Standortfirmen im Chemiepark Knapsack.