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Fachtagung 2013 – Berufliche Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (Mai 2013)

Der Transfer steht im Mittelpunkt

Bei der Fachtagung des Förderschwerpunktes "Berufliche Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" (BBNE) am 28. Mai 2013 in Berlin steht in diesem Jahr der Transfer im Mittelpunkt. Neben Vorträgen zu dem Thema aus Sicht von Unternehmen und des Handwerks werden bisherige Ergebnisse aus den Förderprojekten vorgestellt. Daneben bleibt auch Raum für den fachlichen Austausch und Netzwerkarbeit.

Rund hundert Teilnehmer werden zu dieser dritten Fachtagung des Förderschwerpunktes des Bundesinstituts für Berufsbildung erwartet. Dr. Nina Scheer, die Geschäftsführerin des Bundesverbandes der grünen Wirtschaft UnternehmensGrün e.V. berichtet aus Unternehmenssicht, warum Berufliche Bildung für eine nachhaltige Entwicklung für Unternehmen wichtig ist und was es für einen Beschäftigungsbedarf in diesem Bereich gibt. Über neue Beschäftigungsfelder und Qualifizierungsbedarfe aus der Sicht des Handwerks insbesondere im Hinblick auf die Energiewende wird Elisa Majewski vom Zentralverband des Deutschen Handwerks sprechen.

Den aktuellen Stand der Projekte und zukünftige Perspektiven stellen Prof. Dr. Werner Kuhlmeier und Prof. Dr. Thomas Vollmer von der Universität Hamburg vor, die den Förderschwerpunkt wissenschaftlich begleiten. Sie werden über die Erprobung der von den Kompetenzzentren der Bauwirtschaft entwickelten Lernmodule zum energieeffizienten Bauen und Sanieren berichten. Dabei geht es insbesondere um die Schnittstellen beim Bau zum Beispiel bei Haustechnik und Versorgungsleitungen. Des Weiteren werden sie aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien über Abschlussergebnisse in den Zukunftsmärkten E-Mobilität und Erneuerbare Energien durch das zweijährige Projekt BEE-Mobil informieren. Ein weiterer Punkt wird der Stand der Anerkennung des Verbundprojekts "Entwicklung eines Fortbildungsganges zum Fachwirt Erneuerbare Energien und Energieeffizienz" als kammergeregelter Fortbildungslehrgang nach dem Berufsbildungsgesetz durch die Handwerkskammer Oldenburg sein. Zum Verbundprojekt Offshore-Kompetenz werden sie unter anderem zu Ergebnissen von Arbeitsprozessanalysen und Facharbeiterworkshops Stellung nehmen. Aus dem Projekt nachhaltigkeitsorientiertes Rahmencurriculum für die Ernährungs- und Hauswirtschaftsberufe wird über die Erprobung des Rahmencurriculums und den Einsatz der dazu im Projektverlauf entwickelten Arbeits- und Prozessblätter in der Lehrerbildung und an ausgewählten Berufskollegs berichtet.

Der Marktplatz soll dem Erfahrungsaustausch und der Netzwerkarbeit dienen. Dabei haben nicht nur die geförderten Projekte die Möglichkeit sich zu präsentieren, sondern auch andere Gruppierungen, die in dem Bereich Berufliche Bildung und Nachhaltigkeit tätig sind. In den nachmittags stattfindenden branchenspezifischen Workshops wird es in den Bereichen Bauen und Wohnen, Erneuerbare Energien, Chemie und Ernährung um die Implementierung und Verstetigung nachhaltiger Entwicklungen in der beruflichen Bildung gehen. In einem weiteren Workshop werden übergreifende Fragestellungen zu BBNE und zur Berufsbildungsforschung erörtert. Die systematisch erarbeiteten Ergebnisse werden gebündelt, ausgewertet und im Anschluss im Plenum vorgestellt und diskutiert.

 

 

Dokumentation

Berufliche Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Dokumentation der Fachtagung Berufliche Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Fit für die Zukunft. Unter diesem Motto fand am 28. Mai 2013 im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in Berlin statt. Rund einhundert Teilnehmer/innen aus den Bereichen Berufliche Bildung, Wirtschaft und Politik erhielten einen Überblick über die zentralen Ergebnisse der sechs Modellprojekte des Förderschwerpunktes. Veranstaltet und moderiert wurde die Fachtagung vom BIBB sowie von der wissenschaftlichen Begleitung.

Keynote Speakerinnen


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Dr. Nina Scheer, die Geschäftsführerin des Bundesverbandes der grünen Wirtschaft UnternehmensGrün e.V. stellte dar, welchen Beitrag klein- und mittelständische Unternehmen für eine nachhaltige Entwicklung leisten können. UnternehmensGrün e.V hat eine Reihe interessanter Projekte angestoßen, die insbesondere jüngere, angehende Unternehmer/innen für nachhaltiges und ökologisches Wirtschaften qualifizieren.



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Elisa Majewski, zuständig für den Bereich Berufliche Bildung beim Zentralverband des Deutschen Handwerks, informierte über Forschungsergebnisse aus der Initiative zur Ausbildung und Qualifizierung von Arbeitskräften im Bausektor in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Diese Initiative gehört zum EU-Förderprogramm "Intelligente Energien Europa". Die deutsche Initiative wird von einer breiten nationalen Plattform aus Wirtschaft, Politik und Berufsbildung begleitet.


Die Projekte stellten sich vor
Kurzpräsentationen der Projekte und ein Marktplatz gaben den Tagungsteilnehmer/innen die Gelegenheit, mit den Programmakteur/innen sowie miteinander ins Gespräch zu kommen. Neben der gegenseitigen Information über die zentralen Projektergebnisse ging es vor allem um die gemeinschaftliche Sicherung des Transfers der Projektergebnisse innerhalb des gesamten Deutschen Berufsbildungssystems

Gastbeitrag: Qualifizierung der Fachkräfte für Windenergieanlagen in Dänemark

Sigurd Blondal, Projektmanager an der Danish-Offshore-Academy in Esbjerg berichtete über die Qualifizierungsangebote in Dänemark, um den Fachkräftenachwuchs in der Windenergiebranche zu sichern.


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Workshops

 

In fünf branchenspezifischen und übergreifenden Workshops dachten die Teilnehmer/innen über die zukünftige nachhaltige Entwicklung der beruflichen Bildung nach. Welche Rahmenbedingungen müssen in Deutschland in der beruflichen Bildung gesetzt werden, um den Transfer ihrer Projektergebnisse zu ermöglichen?

 

  • Die Überwindung und Vernetzung der bereits bestehenden, zahlreichen Einzelansätze einer BBNE. Das kann durch Initiativen, Plattformen und Projekte geschehen.
  • Eine stärkere Verankerung der Kategorie NACHHALTIGKEIT in den Ordnungsmitteln der beruflichen Bildung.
  • Ausbau der interdisziplinären, Branchen- und Gewerke übergreifenden Zusammenarbeit in der Ausbildung und Fortbildung.
  • (Verpflichtende) Fortbildungen für betriebliche Ausbilder/innen und Berufsschullehrer/innen zu diesem Thema.
  • Entwicklung didaktischer Konzepte und Medien zu BBnE.