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Weltalphabetisierungstag am 8. September 2018

Neue Kampagne „Besser lesen und schreiben“

Collage mit verschiedenen Berufstätigen
© industrieblick - fotolia

Eine Umfrage hat ergeben: Lesen und Schreiben hat für die meisten Bundesbürger einen hohen Stellenwert. Jedoch hat jeder siebte Erwachsene Schwierigkeiten damit, einen längeren Text sinnverstehend zu erfassen. Mit einer neuen Kampagne will das BMBF zum Lesen und Schreiben lernen motivieren.

Trotz YouTube, WhatsApp und Sprachnachrichten: Die meisten Menschen in Deutschland (69 Prozent) halten Lesen und Schreiben auch im digitalen Zeitalter für unverzichtbar, um ihren Alltag zu bewältigen. Das ergab eine Umfrage des Instituts für Demoskopie (IfD) Allensbach im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Stiftung Lesen. Den Befragten ist Lesen und Schreiben im Durchschnitt genauso wichtig wie der Umgang mit Computern (69 Prozent) oder aber noch wichtiger als Autofahren oder körperliche Fitness (jeweils 61 Prozent). Lediglich der Umgang mit Geld war für 85 Prozent der Befragten am wichtigsten.

Obwohl der Stellenwert des Lesens und Schreibens unter den Bundesbürgern hoch ist, hat jeder siebte Erwachsene Schwierigkeiten damit. Daher startet das BMBF zum Weltalphabetisierungstag am 8. September die neue Kampagne „Besser lesen und schreiben“. Die Kampagne umfasst Spots für Fernsehen, Hörfunk und Internet. Die Spots zeigen Menschen in alltäglichen Situationen: beim abendlichen Vorlesen, im Job, beim Lesen und Schreiben von Textnachrichten, beim Ausfüllen von Formularen beim Arzt. Der Fokus liegt auf der Freude darüber, dass sie besser Lesen und Schreiben gelernt haben und bisher schwierige Situationen nun ohne die Hilfe Dritter bewältigen können. Alle Informationsangebote der Kampagne verweisen auf das ALFA-Telefon, das unter der Nummer 0800 53 33 44 55 kostenlos und anonym über passende Lernangebote informiert.

Mehr als 70 regionale Veranstaltungen finden bundesweit rund um den Weltalphatag im unmittelbaren Umfeld der Betroffenen statt. Ob ein Lese-Picknick in Elsterwerda, eine Filmvorführung in Cochem oder eine Festveranstaltung in Mainz - alle Veranstaltungen sind in der rechts verlinkten Aktionslandkarte zu finden.

Die Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und gesellschaftspolitischen Partnern. Ziel ist es, im Zeitraum bis 2026 den funktionalen Analphabetismus bei Erwachsenen spürbar zu verringern und das Grundbildungsniveau zu erhöhen. Zur Unterstützung dieses Prozesses hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag des BMBF eine Koordinierungsstelle „Dekade für Alphabetisierung“ eingerichtet.