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Green Day – mit dualen Ausbildungsberufen im Umwelt- und Klimaschutz durchstarten

© VanderWolf Images - Fotolia.com

Am 12. November 2018 findet der jährliche „Green Day“ statt, bei dem sich Schülerinnen und Schüler der 8. bis 13. Klassen über Umweltberufe informieren können. Auf Veranstaltungen stellen sich Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor, die im Umwelt- und Klimaschutz aktiv sind. Durchgeführt wird der „Green Day“ von der Zeitbild Stiftung.

Duale Ausbildungsberufe eröffnen vielfältige Möglichkeiten, um im Bereich Umwelt- und Klimaschutz zu arbeiten. Das BIBB nimmt den Green Day zum Anlass für einen kleinen Überblick über den Umweltbezug anerkannter Ausbildungsberufe.

Umwelttechnische Berufe

Die Umwelttechnischen Berufe spielen eine wichtige Rolle in unserem täglichen Leben. Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik bereiten das Trinkwasser auf, und Fachkräfte für Abwassertechnik stellen sicher, dass das genutzte Wasser wieder gereinigt wird, damit es in den Wasserkreislauf zurückgeführt werden kann. Fachkräfte für Rohr-, Kanal- und Industrieservice sorgen dafür, dass im privaten und öffentlichen Bereich das Kanalnetz funktioniert. Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft sind dafür verantwortlich, dass Abfälle korrekt entsorgt und weiterverwertet werden.

Die Fachkraft für Abwassertechnik ist übrigens einer der Berufe, die im Projekt Berufsbildung 4.0 auf die Auswirkungen der Digitalisierung untersucht wurden. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Aufgaben durch den Einsatz digitaler Technologien anspruchsvoller geworden sind.

Informationen zum Projekt Berufsbildung 4.0 finden Sie hier!

Grüne Berufe

© Martina Kuhn

Die anerkannten Ausbildungsberufe im landwirtschaftlichen Bereich, die „Grünen 14 “, leisten einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz im Umgang mit Böden, Pflanzen und Tieren sowie moderner Technik. Gärtner/in und Landwirt/in stellen dabei die ausbildungsstärksten Berufe dar und weisen ein besonders breites Spektrum von Differenzierungen auf, so etwa Garten- und Landschaftsbau, Baumschule und Staudengärtnerei oder Getreidebau, Grünland, Milchviehhaltung und Rindermast.

© Bretschneider / BIBB

Aber auch Ausbildungsberufe wie Fischwirt/in (2016 modernisiert), Forstwirt/in oder Winzer/in bieten eine Reihe von Anknüpfungspunkten zum Klima- und Umweltschutz.

Weitere Informationen zu den „Grünen 14“

Alle Informationen zur Modernisierung des Berufs Fischwirt/in

Erneuerbare Energien

Ein Forschungsprojekt des BIBB hat gezeigt, dass die vorhandenen Ausbildungsberufe im dualen System durch ihre zukunftsoffene Ausgestaltung die Anforderungen an Facharbeiter im Bereich Energiewende erfüllen. Dabei sind Zusatzqualifikationen und Fortbildungen häufig das Mittel der Wahl, um auf spezifische betriebliche Anforderungen zu reagieren.

Die befragten Beschäftigten in dem Sektor empfanden ihre Tätigkeiten als abwechslungsreicher und herausfordernder als vergleichbare Tätigkeiten in anderen Branchen. Auf Facharbeiterebene suchten die befragten Unternehmen im Bereich Erneuerbare Energien häufig Fachkräfte im Handwerk und in der Industrie in den Ausbildungsberufen Anlagenmechaniker/in, Elektriker/in, Elektroniker/in, Heizungsbauer/in, Gas- und Wasserinstallateur/in.

Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Ausbau Erneuerbarer Energien und die Auswirkungen auf die deutsche Berufsbildung und den deutschen Arbeitsmarkt“

© BTGA

Bei der Analyse von Stellenangeboten lagen die Angebote für Ausbildungsplätze in den Berufsausbildungen Anlagenmechaniker/in für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik (SHK), Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik und Industriekaufleute deutlich vorn. Der Beruf Anlagenmechaniker/in für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) wurde im Jahr 2016 modernisiert und umfasst jetzt auch die Einsatzgebiete Erneuerbare Energien und Umwelttechnik.

Alle Informationen zur Modernisierung des Berufs Anlagenmechaniker/in SHK

Elektromobilität

© metamorworks - fotolia.com

Eine Überprüfung von 20 für die Elektromobilität relevanten Berufen und 19 Weiterbildungsgängen ergab vor einiger Zeit, dass die Berufsbilder in der Elektro- und IT-Industrie, in den elektro- und informationstechnischen Handwerken und im KFZ-Gewerbe den elektromobilitätsspezifischen Anforderungen bereits in weiten Teilen gerecht werden.

Die aktuelle Studie des BIBB „Move on: Qualifikationsstruktur und Erwerbstätigkeit in Berufen der räumlichen Mobilität“ bietet eine ausführliche Bestandsaufnahme der Ausbildungs- und Erwerbssituation in Berufsgruppen, die direkt oder indirekt die räumliche Mobilität ermöglichen.

Weitere Informationen in der Broschüre "Ausbildungsberufe für die Elektromobilität" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), S. 10

„Move on: Qualifikationsstruktur und Erwerbstätigkeit in Berufen der räumlichen Mobilität“

Viele weitere anerkannte Ausbildungsberufe leisten ihren Anteil am Umwelt- und Klimaschutz, wie zum Beispiel Schornsteinfeger/in und Wasserbauer/in.

Aber auch Ausbildungsberufe etwa im kaufmännischen oder im IT-Bereich können jungen Menschen die Möglichkeit bieten, entsprechend ihren Interessen und Neigungen im Umwelt- und Klimaschutz aktiv zu werden.

Förderschwerpunkt „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung“

Darüber hinaus gilt es generell, Nachhaltigkeit in der Berufsbildung auszubauen. Denn auch an der Werkbank, im Büro oder hinter dem Kundenschalter lässt sich etwas tun, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Welche beruflichen Handlungskompetenzen nötig sind, um sich am Arbeitsplatz am Leitbild nachhaltiger Entwicklung zu orientieren, und wie ein Lernort aussehen sollte, der dies erfahrbar macht, sind dafür unter anderem zu untersuchen.

Das BIBB fördert aktuell 18 Verbundprojekte zur Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE). Aufbauend auf den Ergebnissen des vorherigen BIBB-Förderschwerpunkts „Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung 2010 - 2013“ geht es nun primär um die strukturelle Verankerung von nachhaltiger Entwicklung in der beruflichen Bildung. Die Projekte sind Teil des Förderschwerpunkts „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung 2015-2019“; sie werden vom BIBB mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.