X

Sie verwenden einen veralteten Browser, mit dem nicht alle Inhalte des Internetauftritts www.bibb.de korrekt wiedergegeben werden können. Um unsere Seiten in Aussehen und Funktion in vollem Umfang nutzen zu können, empfehlen wir Ihnen, einen neueren Browser zu installieren.

Lernort gestalten – Zukunft sichern. Digitalisierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten

©vegefox/AdobeStock

Wie kann die duale Ausbildung den digitalen Wandel der Wirtschaft aufgreifen? Wie werden künftige Fachkräfte zukunftsorientiert ausgebildet? Wie können Ausbildungskonzepte und Lernumgebungen gestaltet werden? Und wie kann das Bildungspersonal dies leisten? Welchen Beitrag hierzu die überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) leisten, wird mit der Fachtagung dargestellt und diskutiert.

Auf der Fachtagung „Lernort gestalten – Zukunft sichern. Digitalisierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten“ am 25. und 26. Juni 2019 in Berlin möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zeigen, wie die Digitalisierung die Ausbildung in den überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) verändert.

In Fachforen, einem Podiumsgespräch und über die Darstellung von Good-Practice-Beispielen werden Ergebnisse aus dem Sonderprogramm zur Förderung von Digitalisierung in den ÜBS präsentiert und diskutiert. Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren sich zudem ausgewählte Projekte und Initiativen in einem Markt der Möglichkeiten.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Entscheiderinnen und Entscheider in ÜBS und ihr Ausbildungspersonal sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und weiteren Bildungsinstitutionen.

Tagungsprogramm

Das vollständige Tagungsprogramm zur Fachtagung des BMBF, die von der Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, MdB eröffnet wird, finden Sie hier.

Download Tagungsprogramm

Fachforen: Digitaler Wandel in der Wirtschaft – Überbetriebliche Ausbildung in ÜBS praxis- und zukunftsorientiert gestalten

Forum 1: Wie können Ausbildungsangebote fortentwickelt werden?

Die schnell voranschreitende Digitalisierung und damit einhergehende technologische Entwicklungen verändern Arbeitsprozesse. Dies wiederum erfordert eine dynamische Fortentwicklung der Fachkräftequalifizierung. Dazu müssen alle Bildungsstandorte ihre Qualifizierungsangebote immer wieder auf den Prüfstand stellen und sie bei Bedarf anpassen. ÜBS unterstützen den ausbildenden Mittelstand dabei, die Weiterentwicklung der Berufsausbildung zu bewältigen. Wie können sie neue Ausbildungsangebote anstoßen? Welche Partner und Akteure sind einzubinden? Und wie können Ausbildungsangebote inhaltlich, konzeptionell und didaktisch-methodisch fortentwickelt oder neu gestaltet werden?
Diesen Fragen gingen das Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes (BUBIZA) in Kassel mit dem Projekt DigiZ, die Gewerbeakademie der Handwerkskammer Freiburg mit dem Projekt Dental Digital3 und das Elektro Technologie Zentrum (etz) Stuttgart im Projekt ETAEMA 4.0 auf den Grund. Im Forum stellen sie ihre Ergebnisse und Erkenntnisse zur Fortentwicklung der überbetrieblichen Ausbildung unter dem Einfluss digitaler Transformation vor.

Moderation: Bernd Mahrin (Kompetenzpunkt.Berufsbildung)

Forum 2: Wie können Lernräume gestaltet werden?

Ein Aspekt erfolgreicher Ausbildung besteht darin, wie lernförderlich die Lehr- und Lernumgebung gestaltet ist. Dies trifft sowohl auf die Werkstätten und Theorieräume der ÜBS zu, als auch auf die Gestaltung digitaler Lehr-/Lernumgebungen. In Forum 2 wird der Frage nachgegangen, wie diese Lernräume sowohl medientechnisch als auch mediendidaktisch konzipiert werden können, um die Lehr-/Lernprozesse zukunftsorientiert zu gestalten. Welche Vorüberlegungen und konzeptionellen Grundlagen sind notwendig? Welche Lernszenarien sollen und können umgesetzt werden? Welche technischen Voraussetzungen sind zu schaffen?
Die Verantwortlichen der Projekte ETAEMA 4.0 des Elektro Technologie Zentrums (etz) Stuttgart, Innovation4E-Handwerk des Elektrobildung- und Technologiezentrums (EBZ) e. V. Dresden und DIGI-SEC des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer Erfurt benennen in diesem Forum zentrale Ergebnisse ihrer Arbeiten und skizzieren Konzepte für die Lernraumgestaltung in der überbetrieblichen Ausbildung.

Moderation: Christiane Köhlmann-Eckel (BIBB)

Forum 3: Wie verändern sich Methodik und Didaktik der Fachkräftequalifizierung?

IT-Kenntnisse sind mittlerweile, neben Lesen, Schreiben und Rechnen, zur vierten Schlüsselkompetenz in der Berufsausbildung geworden – für Lernende wie für Ausbildende gleichermaßen. Um die Leistungsfähigkeit des dualen Ausbildungssystems zu sichern und auszubauen, sind strukturelle und inhaltliche Anpassungen der methodisch-didaktischen Konzepte für die Fachkräftequalifizierung notwendig. Ziele sind dabei, IT- und Medienkompetenzen zu vermitteln, selbstverantwortliches Lernen zu ermöglichen und dazu die Ausbildungskonzepte und ggf. die Curricula entsprechend anzupassen. Wie müssen die methodisch-didaktischen Konzepte gestaltet und verändert werden? Welche Voraussetzungen müssen vor allem auf der systemischen Ebene gegeben sein? Welche Akteure sind hierfür einzubeziehen?

In diesem Forum präsentieren die Verantwortlichen der Projekte HAND des Berufsbildungs- und TechnologieZentrums (BTZ) der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, DIGI-SEC des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer Erfurt und BAU'S MIT BIM des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums (ÜAZ) im BFW Bau Sachsen e.V. ihre Ergebnisse und stellen Erfahrungen dar, die sie während ihrer Projektlaufzeit sammelten.

Moderation: Stefanie Weyh (BIBB)

Forum 4: Welche Auswirkungen ergeben sich durch die Digitalisierung für die Qualifizierung des Bildungspersonals?

Die digitalisierte Arbeitswelt führt zu neuen Anforderungen an die Ausbilderinnen und Ausbilder. Im Ausbildungsprozess nehmen sie die Schlüsselrolle bei der Vermittlung der Ausbildungsinhalte ein. Es ist daher von zentraler Bedeutung, dass sie ein breites Wissen über die aktuellen digitalen Technologien besitzen und sie zielführend einsetzen können. Wie wirken sich die technologischen Veränderungen auf ihre eigene Qualifizierung aus? Welche konzeptionellen Ansätze liegen hierfür vor? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein und welche Gelingensfaktoren tragen dazu bei, die Qualifizierungsprozesse nachhaltig zu gestalten? In diesem Forum präsentieren die Verantwortlichen der Projekte BAU'S MIT BIM des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums (ÜAZ) im BFW Bau Sachsen e.V., HAND des Berufsbildungs- und TechnologieZentrums (BTZ) der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, DiQua des Bildungs- und Technologiezentrums (BTZ) und des Bildungs- und Innovationszentrums Waldfrieden (BIZWA) der Handwerkskammer Berlin ihre Ergebnisse und stellen ihre Erfahrungen zu Herausforderungen und Gelingensfaktoren dar.

Moderation: Anne Görgen-Engels (BIBB)

Markt der Möglichkeiten

Auf dem Markt wird demonstriert, wie digitale Technik oder Medien in der Ausgestaltung der überbetrieblichen Berufsausbildung aus den Bereichen Handwerk, Industrie und Agrarwirtschaft Einsatz finden.

Der Markt der Möglichkeiten kann am Dienstag, den 25. Juni 2019 ab 10 Uhr ganztägig besucht werden.

Weiter Informationen erhalten Sie hier in Kürze.