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Kolumbien

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Seit April 2011 unterhält das Bundesinstitut für Berufsbildung eine institutionelle Kooperationsvereinbarung im Bereich der beruflichen Bildung mit dem Nationalen Dienst für Berufsbildung Kolumbiens „SENA“ (Servicio Nacional de Aprendizaje).

Das BIBB berät den kolumbianischen Partner beim Aufbau eines nationalen Forschungszentrums für Berufsbildung im SENA. Dieses soll als nationale Stelle Beiträge zur Formulierung von politischen Zielen und Berufsbildungsprogrammen leisten, indem es nach dem Vorbild des BIBB wissenschaftliche Daten- und Informationsanalysen sowie Studien, nationale Datenberichte und Forschungsarbeiten durchführt. Mit dem Aufbau von Forschungskapazitäten im SENA zielt die Kooperation darauf ab, den Anforderungen und dem Bedarf des Arbeitsmarktes gerecht zu werden und einen nachhaltigen und breitenwirksamen Beitrag zur Verbesserung der Qualität und Steigerung der Attraktivität beruflicher Bildung in Kolumbien zu leisten. Das Forschungszentrum wurde am 24.04.2012 als eigene Einheit des SENA offiziell gegründet. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Forschungszentrums wurden benannt und nahmen ihre Arbeit auf. Darüber hinaus wurde durch die Verabschiedung des Dekrets 16 am 27.11.2012 die Programmlinie „Berufsbildungsforschung“ im SENA anerkannt. Im Rahmen der bilateralen Kooperation führte das BIBB in den vergangenen Jahren zahlreiche Workshops zur Strategieentwicklung, Berufsbildungsberichterstattung sowie zur Entwicklung von Forschungsvorhaben in Deutschland und Kolumbien durch.

Derzeit arbeiten BIBB und SENA an der Entwicklung einer Umfrage zu Kosten und Nutzen betrieblicher Ausbildung sowie an der Erstellung eines nationalen Datenreports für Berufsbildung in Kolumbien.

Zur SENA-Website

Weitere Informationen zur BIBB-Kooperation mit dem SENA

Bundesressorts und Durchführungsorganisationen


Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das kolumbianische Bildungsministerium „MEN“ (Ministerio de Educación Nacional) unterzeichneten im April 2011 eine „Gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation“ und vereinbarten damit zweijährliche Treffen auf Arbeitsebene zur Führung von Fachgesprächen zu Schulbildung, Beruflicher Bildung, Internationalisierung der Hochschulbildung und Wissenschaft, Technologie und Innovation. Bisherige Gespräche fanden im Juni 2012 in Bogotá sowie im April 2015 in Berlin statt.

Die BMBF Initiative iMOVE hat im April 2015 eine Markstudie zu Kolumbien für den Export beruflicher Aus- und Weiterbildung veröffentlicht. Diese ist die erste iMOVE-Marktstudie zu Kolumbien und damit die vierte in Lateinamerika nach Brasilien, Chile und Mexiko.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat im April 2011 anlässlich des Besuchs des kolumbianischen Staatspräsidenten Santos in Berlin bei Bundeskanzlerin Merkel eine Kooperationsvereinbarung mit dem Nationalen Dienst für Berufsbildung Kolumbiens (SENA) unterzeichnet. Seit dem 3. Oktober 2012 gehören der Kooperation auch die kolumbianischen Ministerien für Bildung (Ministerio de Educación Nacional) und Arbeit (Ministerio de Trabajo) an. Die Laufzeit der Vereinbarung beträgt vier Jahre. Schwerpunkt der Kooperation liegt im Aufbau eines Forschungszentrums für Berufsbildung im SENA.

Kolumbien ist ein Partnerland des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Schwerpunkte der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit sind derzeit drei: „Friedensentwicklung und Konfliktprävention“, „Umweltpolitik, Schutz und Nutzung der natürlichen Ressourcen“ sowie „nachhaltige Wirtschaftsförderung“. Letzter Schwerpunkt wurde bei den Regierungsverhandlungen 2012 vereinbart.

Bundesländer

Wirtschaft und Gewerkschaften

Die Deutsch-kolumbianische Industrie- und Handelskammer (AHK-Bogota) führt seit 1999 mit Unterstützung der GIZ das Projekt „Duale Hochschulen Lateinamerika DHLA“ in Kolumbien durch. Das Projekt wird auch in Ecuador, Peru und Mexiko durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine theoretisch-praktische Ausbildung auf Hochschulebene. In der Regel lernen die Studierenden während des dreijährigen Studiums immer abwechselnd für 3 Monate an ihrem Standort in Lateinamerika beziehungsweise bei ihrem Partnerunternehmen und bekommen dadurch theoretische wie auch praktische Inhalte integriert vermittelt.

Neben Festo Didactic und anderen Akteuren der beruflichen Aus- und Weiterbildung wie Sunset Energietechnik GmbH, SLV Mannheim GmbH, TÜV Rheinland, Otto Bock Healthcare GmbH bilden außerdem deutsche Konzerne wie Siemens und Bosch in Kolumbien aus.


Nichtregierungsorganisationen


Universitäten, Akademien, öffentliche Bildungseinrichtungen


Weitere

Der nationale Dienst für Berufsbildung Kolumbiens „SENA“ ist eine öffentliche Einrichtung, die 1957 gegründet wurde und dem kolumbianischen Arbeitsministerium unterstellt ist. SENA wurde durch eine Vereinbarung zwischen der kolumbianischen Regierung, der Unternehmervereinigung Kolumbiens und der ILO durch das Dekret 164 gegründet. SENA finanziert sich durch staatliche Zuschüsse und durch Beiträge der Unternehmer. SENA beschäftigt landesweit 32.826 Menschen (davon sind 23.827 Berufsbildungspersonal) und ist damit der größte Arbeitgeber des Landes. Die Ausbildung findet in Berufsschulen und in überbetrieblichen Zentren statt. Die Ausbildung sieht auch ein betriebliches Praktikum vor. In Kolumbien ist jedes Unternehmen ab 15 Mitarbeitern verpflichtet, Auszubildende (i.d.R. am Ende der theoretischen und praktischen Ausbildung im SENA) aufzunehmen. Der Auszubildende erhält eine monatliche Vergütung, die 75% des Mindestlohns entspricht. Die Ausbildungsgänge haben eine Dauer von 6, 12 oder 24 Monaten.

Projekte in der Berufsbildungs­zusammenarbeit

Bildung

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Wirtschaft

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Allgemeine Informationen

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Nachrichten/Artikel/Studien

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Deutsches Engagement/Kooperationen

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Berufsbildung

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Pazifik-Allianz: Wie kann die Qualität beruflicher Bildung sichergestellt werden?
Mittwoch, 21. Juni 2017

Pazifik-Allianz: Wie kann die Qualität beruflicher Bildung sichergestellt werden?

Was ist wichtig, damit Ausbildung an den Lernorten Betrieb und Schule gut funktioniert? Darüber diskutierten Chile, Kolumbien, Mexiko und Peru Ende Mai in der Woche der Bildung und Arbeit der Pazifik-Allianz.

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