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Tunesien

Tunesien

Berufsbildungszusammenarbeit mit Deutschland

  • Rahmen: Regionale Entwicklungszusammenarbeit in der beruflichen Bildung; MOU zwischen MFPE und DEU
  • Zeitraum: Laufende Zusammenarbeit seit 2012, aktuell geplant bis 2017

 

Bedarf nach Berufsbildungszusammenarbeit

  • Wirtschaft benötigt dringend ausgebildete Fachkräfte
  • Hohe Jugendarbeitslosigkeit
  • Ziel der Regierung ist es, Arbeitslosigkeit durch Qualifizierung zu bekämpfen und Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zusammenzubringen

Bundesressorts

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und

Ziele der Zusammenarbeit:

  • Die Zahl der selbstständig oder abhängig Beschäftigten ist in den vom Projekt unterstützten Sektoren und Regionen gestiegen.
  • Nachhaltige Verankerung der in der Vorgängerphase erprobten Ausbildungsmaßnahmen in Südtunesien und die Weiterentwicklung der Ausbildungsmöglichkeiten (Sequa)

Lokale Partner:

  • Ministerium für internationale Kooperation (MDCI)
  • Tunesische Agentur für Berufsbildung (ATFP) des MFPE (Ministerium für Berufsbildung und Beschäftigung)

Grundlagen der Zusammenarbeit:

  • Rahmenabkommen der Technischen Zusammenarbeit
  • Regierungsverhandlungen
  • Umsetzung durch folgende Durchführungsorganisationen (Vorhaben siehe unten):
    • Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
    • Sequa GmbH

Durchführungsorganisationen und regierungsnahe Einrichtungen

Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Vorhaben: Offener Regionalfonds zur Qualifizierung und Beschäftigungsförderung Jugendlicher in Tunesien (Maghreb)

Ziel: Die Zahl der selbstständig oder abhängig Beschäftigten ist in den vom Projekt unterstützten Sektoren und Regionen gestiegen.

Partner: Ministerium für internationale Kooperation (MDCI)

Zeitraum: 2012 – 2016

Link zur GIZ Website

 

Sequa gGmbH

Vorhaben: Berufsbildungspartnerschaft in der Solartechnik
Ziel: Nachhaltige Verankerung der in der Vorgängerphase erprobten Ausbildungsmaßnahmen in Südtunesien und die Weiterentwicklung der Ausbildungsmöglichkeiten.
Lokaler Partner: Tunesische Agentur für Berufsbildung (ATFP) des Ministeriums für Berufsbildung und Beschäftigung
Deutscher Partner: Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum gGmbH (UWZ) der Handwerkskammer Saarland
Zeitraum: 2015 – 2017


Link zum Projekt "Berufsbildungspartnerschaft in der Solartechnik in Tunesien (Photovoltaik)" in der GOVET Datenbank


Link zur SEQUA-Website

Wirtschaft

  • Weitgehend freie Marktwirtschaft
  • Politische Ereignisse des arabischen Frühlings führten zu einem deutlichen Einbruch der    Wirtschaft
  • Wirtschaftswachstum nicht ausreichend, um Lage auf dem Arbeitsmarkt zu entspannen
  • Fachkräftemangel
  • Nachfrage und Arbeitsangebot finden häufig nicht zusammen
  • Schwerpunktsektoren sind Bergbau, Dienstleistungen, Landwirtschaft, Textilfabrikation und Tourismus

Gesellschaft

  • Hohe Arbeitslosigkeit, vor allem unter Jugendlichen, Akademikern und in ländlichen Gebieten
  • Mangel an beschäftigungsorientierten Ausbildungsmöglichkeiten
  • Schlechte Einkommensmöglichkeiten für große Teile der Bevölkerung
  • Berufsbildung unter Jugendlichen wenig anerkannt, insbesondere bei Handwerksberufen

Staat

  • Alphabetisierungsrate bei 74,3%
  • Regierung will
    • Arbeitslosigkeit bekämpfen
    • Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft durch Qualifizierung verbessern
    • Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zusammenbringen
  • Folgende Institutionen hauptsächlich für Berufsbildung zuständig: Ministerium für Berufsbildung und Beschäftigung mit verschiedenen zum Ministerium gehörende Agenturen 

Berufsbildungssystem – Wahlmöglichkeiten nach Abschluss der allgemeinen Grundbildung (Klasse 9):

  • 2-jährige allgemeine Sekundarstufe II, gefolgt von einem Wechsel in die Berufsbildung und einer 2-jährigen Ausbildung (Brevet de Technicien Professionnel - BTP), danach 2-jährige höhere Fachausbildung möglich
  • 4-jährige allgemeine Sekundarstufe II (Abschluss Baccalauréat), gefolgt von einem Hochschulstudium oder einer 2-jährigen höheren Fachausbildung
  • Auch ohne Abschluss der allgemeinen Grundbildung: 2-jährige berufliche Erstausbildung (Abschlusszertifikat CAP) danach 2-jährige Ausbildung (BTP) möglich
  • Noch vor der beruflichen Erstausbildung: 6-monatige vorbereitende Ausbildung zum Erreichen der Schulniveaubedingungen; Schüler unter 15 Jahren durchlaufen einen Vorbereitungskurs. Danach berufliche Erstausbildung (CAP-Abschluss) möglich
  • Eintritt in den Arbeitsmarkt als ungelernte Kraft
  • Die Abschlüsse können über einen vorwiegend schulischen Bildungsweg, eine vorwiegend betriebliche Lehre und über die sog. Alternance, eine duale Ausbildung erworben werden.

Herausforderungen bisher u.a.:

  • Zugang zu Arbeitsmarktinformationen
  • Personalmanagement in vielen Betrieben
  • Kaum Strukturen der Arbeitsmarktvermittlung
  • Handwerksberufe wenig attraktiv, unter anderem aufgrund der Arbeitsbedingungen und der Personalarbeit der Betriebe
  • Derzeitige Ausbildungen häufig nicht an den Bedarf der Privatwirtschaft angepasst

Bildung

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Wirtschaft

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Allgemeine Informationen

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Nachrichten/Artikel/Studien

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Deutsches Engagement/Kooperationen

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Berufsbildung

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Projekte in der Berufsbildungs­zusammenarbeit

Weitere Projekte finden Sie in der Datenbank Berufsbildungszusammenarbeit

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Berufsbildung: Perspektiven für junge Menschen in Nordafrika
Donnerstag, 5. Oktober 2017

Berufsbildung: Perspektiven für junge Menschen in Nordafrika

Im Interview mit der sequa: Dr. Volker Treier, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), sieht in der Kooperation mit den Ländern des Maghreb große Potenziale für die deutsche Wirtschaft.

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Deutsch-Tunesische Berufsbildungsprojekte der sequa GmbH

Seit Dezember 2010 befinden sich der Naher Osten und Nordafrika in einem tiefgreifenden Wandel. Durch Projekte mit der Zivilgesellschaft unterstützt das Auswärtige Amt diesen langfristigen Wandel zu mehr Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und wirtschaftlicher Stabilität. Im Rahmen dieses Transformationsprozesses werden durch das Auswärtige Amt (AA) über 100 Projekte finanziert.

Hintergrundinformationen hierzu finden Sie auf der Internetpräsenz des Auswärtigen Amtes.       

Transformationspartnerschaften in Tunesien und Ägypten

Drei Vorhaben der deutsch-tunesischen Transformations- und Ausbildungspartnerschaften werden von sequa betreut.