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Die enge Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft

Staat und Wirtschaft sichern gemeinsam die Rahmenbedingungen der Berufsbildung: von der anteiligen Finanzierung über die Entwicklung der Curricula und ihrer Implementierung bis hin zur Prüfung und Zertifizierung der erworbenen Kompetenzen.

Ein Berufsbildungssystem muss sich ständig fortentwickeln. Seine Innovationsfähigkeit wird durch die Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft gewährleistet. In Deutschland organisiert der Staat die Einrichtung von Dialogforen, in denen sich Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zum Beispiel bei der Entwicklung der Ausbildungsberufe verständigen. Arbeitgeber und Gewerkschaften entwickeln gemeinsam die Mindeststandards für den betrieblichen Teil der Ausbildung, die mit den Lehrplänen für den schulischen Teil abgestimmt werden. Der Staat kann sich so darauf beschränken, Qualitätsstandards zu gewährleisten. Im Rahmen der beruflichen Erstausbildung sowie bei der Anpassungs-qualifizierung spielt der Staat dennoch eine besondere Rolle. Die Unterstützung von Jugendlichen, Arbeitssuchenden und benachteiligten Menschen auf ihrem Weg zu einer Beschäftigung gilt als eine wichtige öffentliche Aufgabe.

Diese ausdifferenzierte Rollenverteilung macht berufliche Bildung in hohem Maße flexibel, praxisrelevant und sichert ihr eine breite Akzeptanz in Wirtschaft und Bevölkerung.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Unterschiedliche Kenntnisse und Interessen werden in die Weiterentwicklung von Berufsbildungssystemen eingebunden. Entscheidungen finden große Akzeptanz; den Anforderungen des Arbeitsmarktes wird Rechnung getragen.
  • Die Wirtschaft beteiligt sich an der Finanzierung beruflicher Bildung. Sie gestaltet die Inhalte und Standards maßgeblich mit.
  • Durch die während der Ausbildung erbrachte produktive Arbeitsteilung refinanzieren sich die betrieblichen Ausbildungskosten weitgehend.

Perspektiven für die Zusammenarbeit:

In vielen unserer Partnerländer tragen wir bereits erfolgreich zur Akzeptanz von Berufsbildung in Wirtschaft und
Gesellschaft bei: Unter Berücksichtigung der jeweiligen kulturellen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen leisten wir wichtige Unterstützung beim Dialog zwischen Staat, Privatwirtschaft und Gewerkschaften. Auf der Grundlage unserer Erfahrungen unterstützen wir unsere Partnerländer dabei, Lösungen zu erarbeiten, die sowohl die Qualität als auch die Relevanz beruflicher Bildungsabschlüsse im Hinblick auf den aktuellen und zukünftigen Bedarf der Wirtschaft optimieren.