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Umwelttechnik im Reich der Mitte

Dialogforum Berufsbildung in Qingdao

Grafik: China-Landkarte

Einstimmige Resultate und eine Zusage zur Unterstützung durch die chinesischen Offiziellen konnten zum Abschluss des zweiten Dialogforums der AHK Shanghai bilanziert werden. Die Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation war an dem Forum, das am 6. November in der ostchinesischen Metropole Qingdao stattfand, aktiv beteiligt. Der Workshop fand im Kontext der Allianz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem chinesischen Bildungsministerium MOE und dem chinesischen Berufsbildungsinstitut CIVTE statt.

Am 6. November 2013 fand in der Olympiastadt  Qingdao das zweite Dialogforum Berufsbildung der AHK Shanghai mit den Schwerpunkten "Metall" und "Umwelttechnik" statt. Die rund 200 deutschen und chinesischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Verbänden, Organisationen und Berufsschulen hatten sich zur Diskussion rund um die Regulierungsprozesse in den beiden Berufsfeldern und ihre Relevanz für die Region versammelt. Frau Dr. Kress von der Zentralstelle hielt einen Vortrag zu allgemeinen Aspekten des nachhaltigen Wirtschaftens. Die umweltpolitischen Herausforderungen, die aus den Mega-Cities, der Wasserversorgung und dem Abfallmanagement resultieren, wurden dabei besonders berücksichtigt. Zudem erläuterte sie das Konzept "Nachhaltigkeit, Umwelt- und Arbeitsschutz" in den Rahmenlehrplänen aller Ausbildungsberufe in Deutschland und ging auf die Geschichte und die Entwicklung der umwelttechnischen Berufe ein. Der anschließende Workshop "Umweltschutz kennt keine Grenzen", der die Möglichkeiten zur Einführung der Berufe in das chinesische Berufsbildungssystem thematisierte, wurde durch interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer beider Länder wahrgenommen. Interaktiv wurden in gemischten Kleingruppen komplexe Fragen diskutiert und dem Workshop-Plenum vorgestellt.

Im Anschluss an eine multimedial gestaltete Input-Phase wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Gruppen junge Erwachsene/Praktikanten, Fachkräfte Umwelttechnik, Universitätspersonal und Berufsschulpersonal unterteilt. Dort entwickelten sie mögliche Antworten auf die zuvor aufgeworfenen Fragen. Bei der Vorstellung ihrer Gruppenergebnisse kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu dem Fazit, dass es in China nach vielen Umweltskandalen eine hohe Affinität zu Umweltthemen allgemein und zu Lebensmittelsicherheit, Wasserqualität und Mülltrennung im Besonderen gibt. Einigkeit herrschte darüber, dass eine Analyse durchgeführt werden muss, wie die Regelungen in den betreffenden Bereichen sich aktuell ausgestalten, wer bisher die Arbeiten in Wasser- und Klärwerken ausführt, und wie sich über diese Erkenntnisse Lehrpläne entwickeln lassen, die unter den nationalen Rahmenbedingungen Chinas - bzw. der chinesischen Regionen - umsetzbar sind. Gleichzeitig wurde kritisiert, dass der gesetzliche Rahmen noch zu unklar ist.

Die Reaktionen auf den Workshop waren sehr positiv, da er in der Umsetzung handlungs- und problemorientierte Maßnahmen in den Vordergrund stellte. Das Ziel, Kenntnisse über umwelttechnische Berufe und ihre eventuelle Einführung in China bzw. in der Provinz zu erlangen, wurde erreicht. Der Vizebürgermeister der 8 Millionen Metropole Qingdao, Wang Guangzheng, sicherte in diesem Zusammenhang seine Kooperationsbereitschaft beim Aufbau eines umwelttechnischen Kooperationszentrums zu.

Für das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) konnten im Rahmen des Forums diverse Kooperationsmöglichkeiten identifiziert werden.