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Datenbank Berufsbildungszusammenarbeit

Berufsbildungs- und Beschäftigungsförderungsvorhaben in Palästina (TEP)
Land: Palästinensische Autonomiegebiete
Region: Palästinensische Gebiete
Themenschwerpunkt: Beschäftigungsförderung
Auftragnehmer: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Europäische Union, Schweizer Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit (SDC)
Partner vor Ort: Ministerium für Bildung und Hochschulbildung; Ministerium für Arbeit
Weitere Kooperationspartner: Consultingfirma Integration International Management Consultants GmbH
Aktuelle Laufzeit: 01.07.2015 - 30.06.2019
Zielgruppe: Junge Menschen in der Altersgruppe der 15- bis 29-jährigen, vorwiegend marginalisierte Jugendliche aus den von Konflikten besonders betroffenen Gebieten Ost-Jerusalem, Gaza, C-Gebieten, Jugendliche mit Flüchtlingsstatus und junge Frauen
Beschreibung:

Laut Palästinensischem Zentralbüro für Statistik (PCBS) lag die Arbeitslosigkeit in den Palästinensischen Gebieten 2015 bei über einem Viertel der Bevölkerung. Jugendliche sind weit überproportional davon betroffen. Unter Jugendlichen in Gaza, jungen Menschen aus Flüchtlingslagern und Frauen mit Hochschulbildung ist die Arbeitslosigkeit besonders hoch.

Das Beschäftigungsproblem in den Palästinensischen Gebieten ist eine Folge der insgesamt instabilen wirtschaftlichen und politischen Situation und des damit verbundenen geringen wirtschaftlichen Wachstums. Und gleichzeitig finden die wenigen wettbewerbsorientierten Firmen keine ausreichend qualifizierten Arbeitskräfte.

Das palästinensische Berufsbildungssystem bildet nicht nur Fachkräfte für seinen eigenen Arbeitsmarkt unzureichend aus. Palästinensische Fachkräfte sind meist auch den Anforderungen in den Nachbarländern nicht gewachsen, wo es Arbeitsplätze gibt.

Im Mittelpunkt des Ansatzes steht die Anpassung der Berufsbildung an die gegenwärtige Beschäftigungssituation und die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes.

So nehmen beispielsweise lokale Beschäftigungs- und Ausbildungsräte die Gestaltung der Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation in ihrem Einzugsgebiet selbst in die Hand. Vertreten sind dort staatliche Dienstleister und regionale Entscheider, Wirtschaftsverbände, Bildungseinrichtungen und die Zivilgesellschaft. Sie stellen unter anderem relevante Informationen und Daten für die Programmaktivitäten zur Verfügung.

Ein verbessertes Angebot an Informations- und Beratungsportalen für angehende Auszubildende und mehr Flexibilität in den Ausbildungsprogrammen sollen den Einstieg in die Berufswelt erleichtern. Unterstützung der Kompetenzen und Ressourcen in den Lehrerkollegien der Ausbildungsinstitute ermöglicht es darüber hinaus, stärker an den Anforderungen des Arbeitsmarktes orientierte Trainingsmodelle gemeinsam auszuarbeiten.

Entscheidungsträger aus Politik, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft werden hinzugezogen, um ein integriertes Berufsbildungs- und Arbeitsmarktsystem aufzubauen, das Kernprozesse wie Curricula, Bewertung und Zertifizierung kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. Dadurch soll eine solide Grundlage gelegt werden, um jungen Palästinensern und Palästinenserinnen den Weg in die Erwerbstätigkeit zu erleichtern.

Das Programm wird kofinanziert von der Europäischen Union und der Schweizer Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit (SDC).

Die Consultingfirma Integration International Management Consultants GmbH unterstützt die Umsetzung des Vorhabens.

Link: https://www.giz.de/de/weltweit/37717.html
Kontakt: Sabina Gebauer, Email: sabina.gebauer@giz.de