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Datenbank Berufsbildungszusammenarbeit

Technology Transfer and Capacity Development Measures for Maintenance, Modernization and Expansion of Organic Soy Cultivation
Land: Brasilien
Region: Paraná
Themenschwerpunkt: Landwirtschaft
Auftragnehmer: Sequa gGmbH Partner der deutschen Wirtschaft
Unterauftragnehmer: Cataratas do Iguacu Productos (CIPO)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Partner vor Ort: Cataratas do Iguacu Productos
Weitere Kooperationspartner: Gebana, Schweiz
Aktuelle Laufzeit: 01.11.2015 - 31.03.2018
Zielgruppe: 200 brasilianische Kleinbauen und -bäuerinnen
Beschreibung:

Unterstützung der Kleinbauernschaft, mehr biozertifiziertes Soja anzubauen. Der Transfer von innovativem landwirtschaftlichem Know-how dient dabei neben der Produktivitätssteigerung auch dem Umweltschutz und der Bewahrung einer bedrohten Naturlandschaft. Das Projekt arbeitet hierzu mit Fortbildungsmaßnahmen für Kleinbauern und -bäuerinnen sowie Landwirten und Landwirtinnen die durch einheimische Berater in biologischem Landbau und weiteren landwirtschaftlichen Techniken geschult werden. Dabei soll ein besonderer Fokus auf der „Zero-till-Technologie“ zur Aussaat und Unkrautbekämpfung liegen, wobei in Zusammenarbeit mit einem österreichischen Landmaschinenhersteller eine geeignete Maschine entwickelt und erprobt wird. Das neue Know-how wird durch zwei lokale Bildungspartner nachhaltig im Land verankert, zusätzlich engagiert sich das Projekt in der Aufklärung über die Vorzüge des biologischen Landbaus für weitere ProduzentInnen und KonsumentInnen.

Wirkungen:

Ein direkter Nutzen entsteht für die etwa 200 geschulten Bauern und Bäuerinnen in der Region Paraná durch eine gesteigerte Produktionsmenge an Bio-Soja, die mit einer besseren Beschäftigungssituation und Einkommenssteigerungen einhergeht. Positive wirtschaftliche Effekte sind auch für die Beschäftigten der verbundenen sojaverarbeitenden Betriebe zu erwarten, unter anderem CIPO und gebana (schweizerischer Fair-Trade-Vertrieb). Das Projekt wird auch zur Etablierung eines Forschungs- und Weiterbildungsnetzwerkes zu modernen Techniken des biologischen Sojaanbaus beitragen und innovative Ansätze, wie die „Zero-till-Technologie“, verbreiten helfen. So kann das Projekt der nachhaltigen Biolandwirtschaft in der Region einen Impuls geben und neue Perspektiven für junge Menschen in ländlichen Regionen schaffen, welche die Abwanderung in die Städte mindern. Positive Umwelteffekte werden durch die Verbreitung von bodenschonenden Anbaumethoden und den biologischen Landbau angestoßen.

Kontakt: Roland Strohmeyer, Sequa gGmbH