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Datenbank Berufsbildungszusammenarbeit

Kapazitätsausbau bei der Ausbildung medizinischer Fachkräfte
Land: Äthiopien
Region: Keine Angaben
Themenschwerpunkt: Berufliche Bildung
Auftragnehmer: KfW-Entwicklungsbank
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Partner vor Ort: Ministry of Education - TVET Division
Weitere Kooperationspartner: staatliche Berufsschulen in Addis Abeba und Kombolcha
Aktuelle Laufzeit: 13.01.2017 - 12.01.2020
Zielgruppe: Auszubildende und Berufsschullehrer im Bereich Biomedizintechnik
Beschreibung:

Die FZ-Maßnahmen haben das Ziel, insbesondere die Qualität und die Ausbildungskapazitäten im Bereich Biomedizintechnik zu verbessern. Durch einen erhöhten Praxisbezug und die verbesserte Ausrichtung am Bedarf des Gesundheitssektors werden sowohl die Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten der Zielgruppen erhöht, als auch die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten im Gesundheitssektor verbessert sowie der Bildungssektor gestärkt.

Mittels der FZ-Förderung des Berufsschulbereichs soll die Ausbildung im Bereich Biomedizintechnik bis einschließlich Level 5, was dem deutschen Meisterabschluss entspricht, an den beiden einzigen staatlichen Berufsschulen in Addis Abeba (Tegbarid Institute of Technology) und Kombolcha, die eine Berufsausbildung im Bereich Biomedizintechnik anbieten, ermöglicht werden. Gleichzeitig soll die Ausbildung der Berufsschullehrkräfte verbessert werden. Hierfür wird das Teachers Training Institute in Addis Abeba die Ausbildung der Lehrkräfte ans Tegbarid College auslagern. Somit können Berufsschullehrkräfte und Auszubildende kosteneffizient von den FZ Investitionen profitieren. Diese Dezentralisierung der Lehrkräfteausbildung (Satellitenkonzept) wird bereits im Rahmen der FZ Phase 4 (BMZ-Nr.: 2014 67 125) etabliert.

Im Bereich der Hochschulbildung soll ein innovatives Zusammenspiel aus Investitionsmaßnahmen und Bildungsfinanzierung zu einer nachhaltigen Verbesserung von Forschung und Lehre im Bereich Biomedizintechnik an den Hochschulen in Addis Abeba und Jimma führen. Es sind die einzigen Hochschulen in Äthiopien, die Studiengänge im Bereich Biomedizintechnik anbieten. Neben der Finanzierung der Ausstattung soll ein Stipendienprogramm initiiert und finanziert werden, mit dem der Zugang zum Studiengang sowie die Studien- und Forschungsbedingungen an den beiden ausgewählten Hochschulen verbessert werden sollen. Teilnehmende an dem Programm sollen befähigt werden, anschließend Lecturer- oder Professoren-Positionen einzunehmen, selbständig zu forschen und Forschungsmittel zu akquirieren. Eine international renommierte Hochschule (Konsortialpartner des FZ Consultants) soll die Implementierung des FZ Programms wissenschaftlich begleiten. Entscheidend ist, mittel- bis langfristig das Ausbildungsniveau auf internationale Standards anzuheben und die Ausbildungskapazitäten zu erhöhen.
Die Verzahnung von theoretischer und praktischer Ausbildung im Bereich Biomedizintechnik wird durch die Ausstattung von Lehrwerkstätten in den Lehrkrankenhäusern der Hochschulen in Addis Abeba und Jimma verbessert. Die explizite Einbindung der EndnutzerInnen wird den sachgerechten Einsatz der Geräte verbessern (Lebensdauer, Diagnose).

Kontakt: transparenz-entwicklungsbank@kfw.de