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Datenbank Berufsbildungszusammenarbeit

Unterstützung der Umsetzung der Nationalen Strategie der Beruflichen Bildung 2021 – TAMHEEN
Land: Marokko
Region: Keine Angaben
Themenschwerpunkt: Berufliche Bildung
Auftragnehmer: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Partner vor Ort: Secrétariat d’Etat chargé de la Formation Professionnelle (SEFP)
Aktuelle Laufzeit: 01.01.2019 - 31.12.2021
Zielgruppe: junge Bevölkerung, Frauen
Beschreibung:

Trotz einer guten wirtschaftlichen Entwicklung kämpft Marokko mit einer hohen Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen. Junge Frauen sind dabei überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen. Insgesamt herrscht ein Mangel an Jobs für die junge Bevölkerung. Der Arbeitsmarkt ist durch Unterbeschäftigung und prekäre Arbeitsverhältnisse mit geringen Einkommen geprägt. In der Industrie sowie in der Dienstleistungsbranche sind bisher noch nicht genügend Beschäftigungsmöglichkeiten entstanden. Gleichzeitig klagen diese über einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.

Das Berufsbildungssystem hat sich wegen der Bevölkerungsentwicklung in den vergangenen Jahren vor allem auf eine flächendeckende Ausbreitung konzentriert. Es ist nur ungenügend auf die Anforderungen der Wirtschaft ausgerichtet. Absolventen*innen sind schlecht auf eine Beschäftigung vorbereitet. Nach wie vor findet der Großteil der Berufsbildung in Marokko ausschließlich in schulischer Form statt. Bemühungen, die Ausbildung praxisorientierter zu gestalten und in Kooperation mit den Unternehmen auszubilden, bleiben bisher hinter den Erwartungen der nationalen Berufsbildungsstrategie zurück. Ein Hindernis für den Ausbau dieser kooperativen Berufsbildung liegt in der fehlenden Zahl an Ausbildungsplätzen. Bislang konnten die staatlichen Ausbildungsträger keine gemeinsame Strategie zur Einbindung der Privatwirtschaft in die kooperative Ausbildung entwickeln. Deshalb entspricht die Ausbildung mit Blick auf Qualität, Relevanz und Qualifikationsniveau nicht den Anforderungen des Arbeitsmarktes. Das aktuelle Angebot der Berufsbildung deckt den Bedarf des Arbeitsmarktes nicht ausreichend ab.

Das Vorhaben baut auf den etablierten kooperativen Ausbildungsmodellen auf, die in Betrieb und Schule stattfinden. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung strukturbildender Maßnahmen. Diese müssen eine effektive Planung, Durchführung und Bewertung entsprechend den Anforderungen des Arbeitsmarktes ermöglichen. Das Projekt plant, Voraussetzungen für mehr betriebliche Ausbildungsplätze zu schaffen. Regelmäßige Treffen zwischen Ausbildungsbetrieben und Bildungseinrichtungen sollen die Zusammenarbeit stärken. Eine stärkere Arbeitsmarktorientierung des Angebots wird durch bessere Zusammenarbeit der Akteure, Kompetenzentwicklung und die Einführung von Qualitätsstandards in ausgewählten Branchen erzielt.

Dabei berücksichtigt das Vorhaben die schwierige Arbeitsmarktintegration von Frauen. Genderaspekte erfahren dabei eine stärkere Berücksichtigung in der pädagogischen Weiterbildung von Lehrer*innen und Ausbilder*innen. Die Vorbereitung junger Frauen auf den Eintritt in den Arbeitsmarkt steht mehr im Mittelpunkt.

Politischer Träger des Vorhabens ist das Ministerium für Nationale Bildung, Berufsbildung, Hochschulbildung und wissenschaftliche Forschung. Hauptdurchführungspartner sind die Abteilung für Berufsbildung des Bildungsministeriums, als verantwortlicher staatlicher Träger des Berufsschulsystems sowie der marokkanische Unternehmensdachverband

Link: https://www.giz.de/de/weltweit/76843.html
Kontakt: Cornelia Batchi, Email: cornelia.batchi@giz.de