X

Sie verwenden einen veralteten Browser, mit dem nicht alle Inhalte von BIBB.de korrekt wiedergegeben werden können. Um unsere Seiten in Aussehen und Funktion in vollem Umfang nutzen können, empfehlen wir Ihnen, einen neueren Browser zu installieren.

Govet

UN World Youth Skills Day 2016: Russia´s next top Pastry Chef

Vier Personen von UNEVOC UNESCO sitzen am Tisch
v.l.n.r.: Shyamal Majumdar, Leiter UNESCO UNEVOC, Roland Lindenthal, BMZ-Referatsleiter, David Atocharena, Abteilungsleiter bei UNESCO Paris, Richard Kinley, Acting Head, UN, Bonn/©giz

Etwa 100 internationale TeilnehmerInnen sind der Einladung UNESCO-UNEVOCs gefolgt und diskutierten auf dem UN Campus in Bonn zu aktuellen Trends rund um das Thema Jugendbeschäftigung.

Anna P. aus Russland ist Goldmedaillengewinnern. Nicht etwa in Russlands Paradedisziplinen der Frauen Bodenturnen oder rhythmischer Sportgymnastik: Anna ist Konditormeisterin und wurde dafür auf den ‚Olympischen Spielen der Berufsbildung‘ in Sao Paulo 2015, den World Skills, mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Auch wenn dieses Handwerk traditionell als Aufgabe von Frauen verstanden wird, als Beruf, sind es vorwiegend Männer, die als Konditoren erfolgreich sind. Umso mehr freut sich Anna über die offizielle Ehrung.

Anna stammt aus einer russischen Kleinstadt. Sao Paulo oder Barcelona waren ferne, exotische Orte, schier unerreichbar. Heute bewegt sich Anna souverän auf internationalen Veranstaltungen und wirbt für ihr Handwerk. „Mein Beruf ist der süßeste Beruf der Welt. Die perfekte Verbindung von Wissenschaft und Kunst.“ So beschrieb Anna ihre Arbeit auf dem UN World Youth Skills Day 2016 in Bonn am vergangenen Freitag.

Etwa 100 internationale TeilnehmerInnen sind der Einladung UNESCO-UNEVOCs gefolgt und diskutierten auf dem UN Campus in Bonn zu aktuellen Trends rund um das Thema Jugendbeschäftigung.
„Fehlende Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten bedingen Migrationsdruck. Sie führen zur Abwanderung junger Menschen auf der Suche nach Arbeit und besseren Lebensbedingungen. Entwicklungsländer verlieren ihre wichtigste Ressource: ihr Humankapital“, so Roland Lindenthal, Referatsleiter im BMZ.

Als größter bilateraler Geber in der beruflichen Bildung betonte das BMZ die Relevanz praxisnaher und arbeitsmarktorientierter Berufsbildungssysteme.
„Berufliche Bildung trägt nicht nur zur Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen bei, sondern befähigt sie auch zur politischen Teilhabe und stärkt ihren Selbstwert“, erklärte Roland Lindenthal.
Entgegen dem Willen ihrer Eltern, entschied sich Anna ihren Traumberuf zu erlernen. Mit ihrem Talent und der Leidenschaft für ihren Beruf inspiriert sie junge Menschen und ist Advokatin ihres Handwerks und der beruflichen Bildung insgesamt. Heute sind Annas Eltern stolz, auf das was ihre Tochter bisher geleistet hat.