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Govet

GOVET befragt Runde Tische im Ausland

Weltkarte, an der Frage teilnehmende Staaten sind blau markiert.

Ende Juni hat GOVET eine erste Bestandsaufnahme über die weltweit eingesetzten Runden Tische abgeschlossen. Die Ergebnisse der Befragung der deutschen Auslandsvertretungen liegen nun vor. Insgesamt wurden zwölf Runde Tische in Afrika, Südamerika, Asien und Europa identifiziert und befragt.

Der Runde Tisch ist in Deutschland ein wichtiges Instrument zur Abstimmung eines kohärenten Auftretens der deutschen Akteure der internationalen Berufsbildungszusammenarbeit. Doch auch an deutschen Auslandsvertretungen wird das Format Runder Tisch vermehrt genutzt und etabliert sich als Gremium für Meinungsaustausch und Abstimmung. Ende Juni hat GOVET eine erste Bestandsaufnahme über die weltweit eingesetzten Runden Tische abgeschlossen und legt nun die Ergebnisse seiner Befragung der deutschen Auslandsvertretungen vor.

Insgesamt wurden zwölf Runde Tische in Afrika (Südafrika und Tunesien), Südamerika (Brasilien, Chile, Mexiko und Peru), Asien (Malaysia und Thailand) und Europa (Litauen, Portugal, Rumänien und Slowenien) identifiziert. Sie wurden im Zeitraum 2013 – 2016 gegründet. Anlass war in der Regel der Wunsch nach Erfahrungsaustausch und nach besserer Koordinierung der zunehmenden Aktivitäten deutscher Organisationen vor Ort. Dieser Wunsch wurde häufig von den ansässigen Unternehmen, in Lettland und Litauen auch von der dortigen Regierung, geäußert. In den meisten Fällen waren die Botschaften Initiatoren der Runden Tische, sie erhielten in einigen Fällen Unterstützung von der Auslandshandelskammer (AHK) und der Regierung des Gastlandes. Neben Runden Tischen werden verschiedentlich auch andere Abstimmungsformate, z.B. Treffen zur Entwicklungszusammenarbeit oder Gremien bei anderen Organisationen wie der AHK, angetroffen. Mindestens drei weitere Runde Tische sind in Planung.

Ein Auszubildender in Mexiko
Ein Auszubildender in Mexiko

Teilnehmer sind in der Regel neben den Vertretern der Botschaft die AHK, Durchführungsorganisationen wie die GIZ oder sequa, Berufsschulen, deutsche Unternehmen sowie private Bildungsanbieter. In einzelnen Fällen nehmen auch Regierungsvertreter und Institutionen des Gastlandes teil. Ferner werden CIM-Experten, der DAAD, das Goethe-Institut, Stiftungen und der SES zu einigen Runden Tischen eingeladen. In Laibach (Slowenien) nehmen neben deutscher Botschaft und der AHK auch die Botschaften der Schweiz und Österreichs sowie Advantage Austria am Runden Tisch teil, da alle drei Länder Slowenien bei der Wiedereinführung eines dualen Ausbildungssystems gemeinsam unterstützen.

Die Runden Tische befassen sich je nach Land mit unterschiedlichen Themen, neben ihrer wesentlichen Funktion de des Informations- und Erfahrungsaustausches reicht das Spektrum von der Unterstützung von Reformen des Berufsbildungssystems im Gastland über die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu konkreten Aufgaben wie die Identifizierung von Ausbildungsbetrieben, die Finanzierung von Lernmaterialien und Lehrwerkstätten oder die Entwicklung und Anpassung von Curricula.

Das Auswärtige Amt und GOVET beraten bei der Gründung neuer Runder Tische im Ausland und betreuen diese. Sie werden als wichtiges und oft einziges Gremium des Meinungsaustausches und der Abstimmung im Partnerland wahrgenommen und geschätzt. Durch ihre Arbeit sammeln sie ein erhebliches Erfahrungswissen an, das in der Abstimmung etwa mit GOVET zu einer Verbesserung der deutschen Berufsbildungszusammenarbeit insgesamt beitragen kann.